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„Nicht in die Erregungsspirale reinziehen lassen“: Was deutsche Medien im Umgang mit der AfD von Österreich lernen können

Nina Horaczek von der österreichischen Wochenzeitung Falter
Nina Horaczek von der österreichischen Wochenzeitung Falter

Seit vielen Jahren schreibt die Journalistin Nina Horaczek in Österreich über die rechtsextreme Partei FPÖ. MEEDIA sprach mit ihr über Parallelen zwischen FPÖ und AfD sowie über den Umgang der Medien mit populistischen Politikern im Allgemeinen. Sie sagt: Die Debatte, die gerade in Deutschland läuft, hatte Österreich in den 90er Jahren.

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Sind „die Medien“ mit schuld am Aufstieg der AfD?

Ich würde jetzt nicht gleich mit Schuldzuweisungen beginnen, aber natürlich haben die Medien in der Berichterstattung eine besondere Verantwortung und können gewisse Trends verstärken. Als Beispiel fällt mir da das „TV Duell“ in Deutschland ein, zwischen dem Herausforderer Martin Schulz und Angela Merkel. Welche Fragen wurden da eigentlich gestellt, auf welchen Themen lag der Fokus? Da muss man sagen, die AfD hätte die Themen der Sendung nicht besser schreiben können. Man hat sich in dieser Sendung ganz stark auf AfD-Themen konzentriert, also etwa Migration und Flüchtlinge. Ich sage nicht, dass man diese Themen nicht ansprechen soll. Es ist aber schon eine Frage der Gewichtung. Man hätte genauso gut einen Fokus auf die Ungleichheit in der Gesellschaft legen können, auf soziale Fragen, Umweltfragen oder die Zukunft der Arbeit. Stattdessen ging es immer wieder um Flüchtlinge, Flüchtlinge, Flüchtlinge. Damit fördert man natürlich den Zustrom zur AfD.

Vertreter von ARD und ZDF entgegen darauf, dass das Flüchtlingsthema von den Politikern stark akzentuiert wurde und außerdem habe es ja neben dem „TV Duell“ im Wahlkampf sehr viele weitere Sendungen gegeben, in denen auch andere Themen ausführlich diskutiert wurden.

Aber das „TV Duell“ war doch kein Special zum Thema Flucht und Migration. Das war die zentrale TV-Debatte, wo die beiden Kanzlerkandidaten aufeinandergetroffen sind. Da sollte man schon ein realistischeres Bild der Themen abfragen, um die es in den nächsten Jahren in Deutschland geht. Da ist das Thema Flüchtlinge eines, aber ganz sicher nicht das einzige. Aber dieses Flüchtlingsthema ist halt sexy. Damit kann man schnell aufregen und auch mal die Auflage steigern.

Empfinden Sie das so, dass mit AfD-Themen gezielt Quote und Auflage gemacht werden soll?

Ich sehe da ein gewisses Perpetuum Mobile, das wir schon aus Österreich kennen. Die AfD erzeugt einen Aufreger und als Konsequenz wird sie gleich wieder in Talkshows eingeladen. Dort kommt dann ein Dementi in gepflegter Sachsprache samt der Aussage, man sei falsch verstanden worden und so weiter. Kurz darauf geht es weiter mit dem nächsten Aufreger und die Medien springen hinterher. Parteien wie die AfD brauchen eine mediale Dauer-Erregung. Das gleiche Prinzip sieht man auch bei Trump, der mit Aufregern die Wahl bestimmt hat und viel häufiger in den Medien vorkam als Hillary Clinton.

Ist das bei allen populistischen Parteien und Strömungen dasselbe Prinzip, egal ob AfD, Trump, FPÖ oder Front National?

Das Muster ist dasselbe. Diese Aufreger müssen immer wieder getoppt werden, es kommt zu einer Eskalationsspirale. Das sehen Sie auch in Holland bei Geert Wilders, der dann zum Beispiel fordert, dass der Koran verboten werden soll. Da werden immer auch gezielt Tabus gebrochen. Medien sind da in einer schwierigen Situation. Einerseits gibt es eine Pflicht zur Berichterstattung aber dieses aufgeregte Berichten bringt den Populisten genau die Bühne, die sie brauchen. 

Das sind dann die berühmten Stöckchen, die beispielsweise die AfD Medien hinhält und die springen dann drüber. Aber der Ex-ZDF-Chefredakteur hat neulich bei „Hart aber fair“ die Frage gestellt: Sind das immer Stöckchen? Wenn der AfD-Rechtsaußen Björn Höcke in einer Rede vom Holocaust Mahnmal als Mahnmal der Schande spricht, dann sagt das ja auch etwas über die Partei aus und die Strömungen, die es in ihr gibt. Berichten oder nicht berichten ist da oft eine schwierige Entscheidung …

Es gibt ja nicht nur diese beiden Möglichkeiten berichten oder nicht berichten. Ich würde mich eher darauf konzentrieren, wie man berichtet. Man kann empört rufen: Wahnsinn! Nazi! Hilfe! Oder man kann auch einfach mal das Muster benennen. Man kann fragen, warum der Herr Höcke sich da hinstellt und so einen Tabubruch begeht, obwohl er ausgebildeter Geschichtslehrer ist und also genau weiß, was er da redet. Natürlich geht es ihm bei so etwas darum, zu provozieren und flächendeckend in Deutschland in den Medien vorzukommen. Man muss berichten, aber die Medien sollten sich darauf besinnen, was ihr Job ist: Fakten recherchieren, sachlich berichten und inhaltlich konfrontieren. Wenn man Parteien wie die FPÖ oder die AfD nach Lösungen und eigenen Konzepten fragt, dann kommen die ganz schnell ins Schwimmen und haben oft keine Antworten.  

Gab es in Österreich ähnliche Vorwürfe, dass Medien geholfen hätten, die FPÖ großzumachen, wie das jetzt in Deutschland mit der AfD der Fall ist?

Was Sie in Deutschland gerade diskutieren, haben wir in Österreich in den 90er Jahren diskutiert. Das war damals der Aufstieg von Jörg Haider, den vor allem Boulevardmedien ganz stark unterstützt haben. Die haben beide voneinander profitiert. Die Zeitungen wussten, dass wenn sie Haider auf dem Cover haben, die Auflage steigt. Der war dermaßen dämonisiert, dass sich alle gefürchtet haben deswegen die Zeitung kauften, um zu lesen was denn nun schon wieder los war. Gleichzeitig wusste Haider, dass er damit Macht und Stimmen gewinnen kann und hat bereitwilligst mit den Medien kooperiert. Das ging soweit, dass er sich in einer eng geschnittenen Badehose am Wörthersee als Fotomodel zur Verfügung gestellt hat.

Bei der AfD fehlt eine Figur wie seinerzeit Haider bei der FPÖ. Man möchte auch eigentlich niemanden aus der AfD-Führungsriege in eng geschnittener Badehose sehen. Trotzdem scheinen die Mechanismen ähnlich bis gleich zu funktionieren.

Ich würde das als Teil einer Entwicklung sehen. Walter Ötsch und ich schreiben in unserem Buch „Populismus für Anfänger“, das kurz vor der Bundestagswahl erschienen ist, dass das Potenzial der AfD noch höher liegt, wenn sie eine solche Führerfigur gefunden hat. Die Partei hat mit fast 13 Prozent ohnehin gut abgeschnitten, sollte es aber eine charismatische Figur an der Spitze geben, gibt es noch mehr Potenzial. 

Was haben die österreichischen Medien im Umgang mit der FPÖ über die Jahre gelernt?

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In Österreich hat eine Normalisierung im Umgang mit der FPÖ stattgefunden, die ich für gefährlich halte. Mit den Jahren wurde die FPÖ von vielen Medien immer mehr wie eine ganz normale Partei behandelt, was sie aber nicht ist. Sie hat ganz klar rechtsextreme Elemente und tritt teilweise antidemokratisch auf. Ein Beispiel: Die FPÖ hat gefordert, dass Schulkinder mit Migrationshintergrund, die in der Pause auf dem Schulhof kein Deutsch sprechen, einen Klassenbucheintrag bekommen. Vor kurzem hat eine FPÖ-Gruppe sogat eine Liste von Grundschülern mit ausländisch klingenden Namen veröffentlicht. Beides hat in Österreich kaum Aufsehen mehr erregt. Da merkt man eine starke Abstumpfung in Österreich nach so vielen Jahren, in denen wir uns mit rechter Demagogie auseinandersetzen mussten.

Hierzulande hört man eher die Forderung, man müsse den Umgang mit der AfD normalisieren, sie eben wie eine normale Partei behandeln. 

Ich würde auch nicht dazu raten, die AfD zu dämonisieren, das stärkt sie nur. Aber ich würde doch sagen, dass man ihr auf sachlicher Ebene ganz stark begegnen muss. Genauso falsch wäre es aber, zum Beispiel Eliten zu verteidigen, nur weil sie von Parteien wie der AfD angegriffen werden. Wenn zum Beispiel die FPÖ die Europäische Union kritisiert, dann haben viele österreichische Medien reflexhaft gesagt, die EU ist doch total super, was natürlich auch nicht stimmt. Man sollte dann vielleicht eher fragen: Wie stellen wir uns eine Zukunft für die EU vor, was wünschen sich die Bürger? Nicht darüber zu reden ist genauso wenig eine Lösung, wie reflexhaft das Gegenteil von populistischen Haltungen einzunehmen. Beides macht solche Parteien stark.

Drängen sich FPÖ-Politiker eigentlich für Interviews auf? 

Nein. Die FPÖ fokussiert in ihrer Medienarbeit stark auf den Boulevard. Für Qualitätsmedien, die kritisch berichten, ist es besonders in Wahlkampfzeiten schwierig, ein Interview zu bekommen. Es gibt auch die Tendenz, das sehe ich bei der AfD genauso, dass die sich eine eigene Medienwirklichkeit aufbauen. In Österreich ist das schon sehr weit fortgeschritten. Die brauchen uns Journalisten immer weniger, weil sie eigene Kanäle haben, über die sie Inhalte direkt an die Leute bringen. Da gibt es natürlich Facebook, dann hat die FPÖ einen eigenen Kanal bei YouTube mit einem regelmäßigen Politikmagazin und es gibt ein FPÖ-nahes Onlinemagazin, das sehr radikal und hetzerisch berichtet, was dann wieder bei Facebook von FPÖ-Leuten geteilt wird. Im FPÖ-Umfeld gibt es drei Wochenzeitungen und ein Monatsmagazin. Die haben schon ein kleines Medienimperium. Das halte ich für eine sehr gefährliche Entwicklung. 

Bereiten Sie sich auf Gespräche mit FPÖ-Politkern anders vor, als auf solche mit Vertretern anderer Parteien?

Ich bereite mich da nicht anders vor. Ich finde aber, es ist bei FPÖ-Politkern meist schwieriger, durchzudringen. Die sprechen oft sehr trainiert in Worthülsen und sind sehr gut geschult. Der Herr Hofer ist zum Beispiel sehr versiert im Neurolinguistischen Programmieren (Norbert Hofer ist Stellvertreter des FPÖ-Bundesparteiobmanns Heinz-Christian Strache und kandidierte bei der jüngsten Präsidentschaftswahl in Österreich gegen den Grünen Alexander Van der Bellen, der im zweiten Wahlgang gewann, Anm.d.Red.). Ich habe auch oft den Eindruck, dass da gar kein Interesse an einem echten Gespräch besteht, speziell bei TV-Konfrontationen mit Politikern anderer Parteien. Da geht es ihnen nur darum, den Diskurs zu zerstören und ihre eigenen Statements zu platzieren. 

Wenn hierzulande Journalisten AfD-Politiker befragen, werden gerne Unterstellungen oder Wertungen in den Fragen mit transportiert, offenbar um eine eigene Haltung oder den Willen zum Entlarven zu demonstrieren. Das macht es den AfD-Politkern stets sehr einfach, solche Anwürfe zu parieren. Wie sehen Sie das?

Davon halte ich nichts. Dadurch stärkt man Parteien wie die AfD in ihrer Opferrolle. Das ist auch so ein Muster: Wenn Sie ein erfolgreicher Demagoge sein wollen, seien Sie immer Opfer! Das Bild, das da gezeichnet wird, ist, dass das Establishment und die Medien so böse sind und uns bekämpfen, weil wir für euch da sind, für die Bevölkerung. Indem man Demagogen so attackiert, liefert man ihnen das Futter für diese Opfer-Erzählung und hilft ihnen. Die Leute denken sich: Jetzt haben die den schon wieder so gemein attackiert, dabei hat der Arme doch gar nichts gemacht und sitzt so nett da. Ich halte das nicht für sinnvoll. Wenn man mit FPÖ- oder AfD-Politikern diskutiert, dann am besten sachlich. Gerne auch hart in der Sache aber bei den Fakten bleiben. Die liefern meistens ohnehin so viel Stoff, da braucht man nicht noch was zu unterstellen.

Wie würden Sie generell das Verhältnis zwischen FPÖ und Journalisten in Österreich beschreiben?

Was wir hier in Österreich seit einiger Zeit erleben ist das totale Attackieren von Journalisten durch rechtsdemagogische Politiker. Da sitzen FPÖ-Politiker in Talkshows und das erste, was die machen, ist, den österreichischen öffentlich-rechtlichen Sender ORF massiv zu attackieren. Und zwar ganz egal, um welches Thema es geht. Die können eingeladen sein zum Thema „Schönere Hecken für Österreichs Gärten“ und der erste Satz ist ein Angriff auf den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Mit dieser Methode soll das Vertrauen in die öffentlich-rechtlichen Medien gezielt geschwächt werden.

Haben Sie noch ein paar Ratschläge: Wie sollten Journalisten mit AfD-Politikern umgehen?

Ich würde mal sagen: nicht zu sehr aufregen und bei den Fakten bleiben. Sich nicht in die Erregunsspirale reinziehen lassen, auch wenn’s manchmal schwerfällt. Ich habe immer darauf geachtet, dass ich eine korrekte Gesprächsbasis habe. Mein Job ist es nicht, die FPÖ zu verhindern, mein Job ist es, unseren Leserinnen und Lesern Fakten und Analysen zu liefern, anhand derer sie sich ein Bild machen können. Wir sind keine Politiker, wir sind Journalisten. Und ein bisschen Humor macht die Sache auch oft leichter.

Nina Horaczek arbeitet als Redakteurin beim Wiener Stadtmagazin Falter. Sie hat u.a. gemeinsam mit Walter Ötsch das Buch „Populismus für Anfänger“ geschrieben. 

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Alle Kommentare

  1. Der Umgang der Medien mit der AFD sollte wie folgt aussehen: In denen Themen , in denen die AFD falsch liegt, sollte die Journallie die AFD entlarven und in denen Themen wo Sie richtig liegt, sollte Sie die AFD bestätigen. Leider ist das nicht möglich, weil während der Invasion der Einwanderer 90% der Artikel pro illegaler Immigration war. (Studie Hamburg Media School) Dann müsste man zugegen, dass man Desinformation betrieben hat. Das wird nicht passieren…die Probleme werden sich verstärken.

  2. Das Interview legt offen, daß die als Flüchtlinge bezeichneten, eigentlichen Einwanderer in Wahrheit eine Erfindung der AfD sind, (sie vermeidet die Bezeichnung „Fake-News“) auf welche PuM (Politik und Medien) sich eingelassen haben.

    Wir lernen weiterhin, daß dergleichen in Österreich schon für die FPÖ gut funktioniert habe, so Nina Horazcek.

    Lassen wir beiseite, ob hier oder dort, und mit oder ohne Haider.

    Realität ist, was gerade durch den Kopf schießt und sich der schieren Formulierung nicht entzieht. Macht so weiter.

  3. Die AfD war wohl selbst überrascht, wie schnell und dick aufgetragen jede verbale Entgleisung bundesweit durch alle Medien huschte. Und gerade das ihr dann immer wieder vorgehaltene Prinzip, erst etwas hinaus zu posaunen und dann wieder zurückzurudern, zeigt diese Überraschtheit. Scheinbar haben die verbal etwas Ungeschickten es am Ende dann doch tatsächlich nicht so ernst gemeint.
    Auch Trump ist ein Meister der verbalen Entgleisung und was hat er nach rund einem Jahr Amtszeit schlimmes angerichtet? Nichts!
    Auch in allen anderen Parteien wird hinter verschlossenen Türen und vorgehaltener Hand arg dick aufgtragen gepoltert. Nur wird hier nicht jedes schlecht verpixelte Privatvideo groß aufgemacht, weils halt die „etablierten“ Parteien sind.
    Dabei ist gerade das hinter vorgehaltener Hand oder im Suff Gesagte ist oft viel wahrer, wie das öffentlich zur Schau getragene….
    So gesehen ist die AfD durchaus ehrlich.

  4. Was wäre eine ehemals objektive und neutrale Presse, die an den Fakten interessiert wäre, heute ohne die Afd?
    Regierungskritisch!?
    Es gibt wahrlich genug zu kritisieren. Eigentlich gibt es nichts, was man nicht zu Recht anprangern kann, was aber tatsächlich nicht mehr geschieht.
    Eine Zeitung kann man kaufen und lesen, muss man aber nicht.
    Der sog. Staatsfunk muss aber unter allen Umständen bezahlt werden und ist allein schon aufgrund des Postengeschachere politisch nicht neutral.
    Deren konsequentes AfD-Bashing und das laute Schweigen zum Unfug der Regierungstätigkeit und der Parteiarbeit – mit Ausnahme der AfD, denn dort erfolgt die Berichterstattung gnadenlos verzerrt- wirkt schlicht und simpel als beste Unterstützung für die AfD.
    Dass sich von diesem Schmueddeljournalismus auch die letzten Reste der Printmedien nicht entziehen wollen, goutiert der Leser mit sinkenden Auflagen.
    Wo bleibt die Kritik an Nahles Rentenreformfiasko, wo an Maasens Zensurgesetz, wo die Kritik an der Postenbesetzung und der Arbeit des BVerfG, wo die Kritik zur Sozialpolitik, zu dem untragbaren Zustand der „Einwanderungspolitik“, der Inneren Sicherheit -die im internationalen Ranking nur noch ein Platz vor Gambia liegt- mit der Durchleuchtung des Bürgers, der Verteidigungspolitik, dem Zustand der Justiz, der Zinspolitik, der Krise der EU, etc etc.
    Alleine die perversen Einkommen in den Körperschaften des öffentlichen Rechts sorgen doch schon dafür, dass an dem System nichts geändert werden kann, denn die Ministerpräsidenten der Länder klüngeln das Mitnahmesystem des Öffentlichen Rundfunks aus.
    Also muss es zwingend heißen: alles Bürgerkriegsfamilien inkl. Frauen und Kinder allesamt aus Syrien, die gut ausgebildet sind, gesund, arbeitsfähig und arbeitswillig, keine Straftaten oder Terroranschläge begehen und dafür Retter des Rentensystems und der deutschen Wirtschaft und der genetischen Vielfalt sind.
    Und dann muss sich der Bürger aus alternativen Medien informieren über die Fakten informieren, wenn z.B. eine Obdachlose unter einer Brücke in Hamburg von zwei afghanischen Flüchtlingen vergewaltigt wurde, oder in Bremen Asylbewerber mit Mehrfachidentitäten durch die Bremer Verwaltung ausgestattet wurden, die dann tatsächlich als Eigentümer ganzer, verwahrloster Mietshochhäuser auftreten können, weil der gescholtene Staatsfunk diese Details bewußt verschweigt.
    Dass man dafür in der Tagesschau über die beabsichtigte Rentenreform von Trump mit bunten Diagrammen belehrt wird, man dann aber zum Rentenfiasko im eigenen Land schweigt, zeigt lediglich, dass man die Informationspflicht noch nicht ganz vergessen hat, aber zugunsten der eigenen Politik unterdrückt.
    In Österreich ist die FPÖ dort angekommen, wo sie hingehört: in die Mitte einer demokratischen Gesellschaft.
    Dort wird die AfD hinkommen und das mit Recht. Das nennt man Demokratie.

    1. Die AfD hat Chancen, eine Position im politischen System einzunehmen, die die CDU zu bekleiden nur vorgibt.

      In der CDU ist keine Substanz mehr vorhanden, keine Ausrichtung, keine Wertebasis. Merkel hat die Leere der DDR in die CDU, und am Ende über das ganze Land ausgebreitet. Nicht nur medial, auch kulturell sind wir ausgelöscht. Wissenschaft? Gender. Klima. Naturwissenschaft ist demnach etwas, was konsensual beschlossen wird. Ein Rückfall ins Mittelalter.

      Weniger als um ein Programm sollte die AfD sich um eine Wertebasis bemühen. Erarbeitung der tatsächlichen Grundlagen einer Demokratie.

      Weder sind bei uns die Grundlagen geläufig, noch wäre gar demokratisches Bewußtsein vorhanden. Toleranz gegenüber der anderen Meinung. Nur die Mehrheit auf Zeit zählt.

      Aber wahrscheinlich kann man diese Selbstdisziplin von Sozialisten ohnehin nicht erwarten.

      Wie hat es zum Straßburger EU Parlament kommen können, eine riesige gläserne Fake- News- Veranstaltung, deren Aufgabe in der Vortäuschung bestand, es handele sich um ein Parlament, mithin habe es etwas zu melden. Ein riesiges Demokratie-Fake.

      Von da ausgehend kann man die gesamte EU in Frage stellen bis hin zur Verfahrensweise, im Berliner Parlament die EU-Beschlüsse lediglich noch abzusegnen. Demokratie-Fake.

      Ähnliches ließe sich zum EU-Rechtssystem sagen. Wodurch wären die Richter des EuGH legitimiert, die dem VerfG vorangestellt werden, schlimmer noch, dem unser BVerfG sich freiwillig unterwirft. Wie ist dies aus unserem Grundgesetz ableitbar? Derartige Fragestellungen werden wohl erst garnicht angenommen. Rechtsschutz hat bei uns Grenzen, wie Schachtschneider feststellen mußte.

      Wir haben das Pech, daß es bei uns wirtschaftlich brummt.

      Solange dies anhält, wird die Demontage der BRD anhalten. Ob Grüne, oder CSU, die Strategien sind unterschiedlich, die Ergebnisse sind gleich. Das ist genügend Potential für eine Partei, die es ernst meint, auch wenn sie dafür ans Kreuz geschlagen wird.

      Die AfD sollte die Zeit des Booms nutzen, um einen Entwurf für ein dezentrales Europa aufzusetzen, der durch einen Wahlvorgang von den Bürgern mitgetragen wird. Die Bürger wurden durch nichts auf diese EU verpflichtet. Ein übles Versäumnis. So was ähnliches wie eine derartige Wahl war im Grundgesetz vorgesehen für den Fall der Wiedervereinigung. Das wurde still und heimlich kassiert, um einen größeren Entwurf zu realisieren, und dabei langsam im Morast der Aneinanderreihung von fait acomplies zu versinken.

      Dieses Europa ist tot. Es ist nicht das Europa der Völker, sondern einer Zentralmacht, die auf dem Wege des Untergangs noch viel weiteren Schaden anrichten wird.

      Dem könnte sich eine deutsche Partei entgegenstellen und damit die Alternative für Deutschland auszufüllen beginnen.

      Nichts davon ist durch die Bürger der europäischen Länder jemals autorisiert worden. Der größte, und wahrscheinlich tödliche Fehler dieser EU. Womöglich erreicht die AfD auf diese Weise auch die jüngeren Menschen, die auf eine Vision hoffen, die auf einem richtigen Fundament ruht.

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