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Twitter mit 280 Zeichen: Nutzer des Kurznachrichten-Dienstes lehnen die Limit-Erweiterung ab

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Die Köpfe glühen weiter in der Konzernzentrale: Wie gelingt Twitter der Turnaround?

Es wäre die elementarste Änderung in der inzwischen 11-jährigen Historie von Twitter: Der 140-Zeichen-Dienst könnte künftig zum 280-Zeichen-Dienst werden. Seit gestern testet der Social Media-Pionier die Ausweitung des Zeichenlimits auf die doppelte Länge. Viele Nutzer des Microblogging-Dienstes reagieren negativ auf die geplante Neuerung – Twitter würde sein Alleinstellungsmerkmal aufgeben, seine Identität verlieren und der Schritt den Anfang vom Ende einleiten, so die Reaktionen.

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Die Ankündigung kam überraschend: Als „kleine Änderung, aber großen Schritt für uns“, bezeichnete Twitter-Chef Jack Dorsey gestern die testweise Verdopplung des Zeichenlimits bei Twitter.

Erweist sich der Test als erfolgreich, ist 280 das neue 140 bei Twitter. Und genau scheint den allerwenigsten Nutzern des Noch-140-Zeichen-Dienstes zu gefallen, wie unzählige Tweets beweisen.

Der Hauptvorwuf an Twitter-Chef Jack Dorsey lautet, dass der Microblogging-Dienst durch die erweiterte Zeichenlänge sein Alleinstellungsmerkmal verliere. Die Notwendigkeit, sich so kurz wie möglich zu fassen, habe Twitter zu dem gemacht, was es heute sei, merkten Nutzer an.

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Das beste Argument gegen das erweiterte Zeichenlimit lieferten unterdessen ein Student und eine Vice-Redakteurin, die beide den ersten langen Tweet von Jack Dorsey zusammenstrichen. Zunächst auf 179 Zeichen:

Und dann sogar auf 139 Zeichen:

Für einige Nutzer, die über ein Jahrzehnt darauf konditioniert worden sind, sich in einem Tweet kürzer als in einer SMS zu fassen, scheint mit der möglichen Einführung des 280-Zeichenlimits eine Welt zusammenzubrechen. Die gute Nachricht für Twitter-Nostalgiker: Auch bei einem Eingabefeld mit 280 Zeichen lassen sich weiterhin Tweets mit 140 Zeichen versenden.

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