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Ohne seine Mom hätte es keinen Playboy gegeben: sechs kuriose Fakten über die Verleger-Legende Hugh Hefner

So sah sich der Payboy-Gründer am liebsten: umrahmt von  jungen, lasziven Frauen
So sah sich der Payboy-Gründer am liebsten: umrahmt von jungen, lasziven Frauen

Mit Hugh Hefner ist nicht nur der wahre "Playboy" gegangen, sondern auch einer der erfolgreichsten Medienunternehmer aller Zeiten: Hefner mischte den Medienmarkt der 50er, 60er und 70er Jahre auf und geht nicht zuletzt wegen seiner exzentrischen Lebensweise als Verlegerlegende in die Geschichtsbücher ein. MEEDIA listet zur Erinnerung an Hefner sechs erstaunliche Fakten über den Playboy-Gründer auf.

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Mit 1.000 Dollar von seiner Mom fing alles an

Schlappe 42 Millionen US-Dollar soll Hefner nach seinem Tod hinterlassen. Ein Vermögen, das mal deutlich größer war, und die Legende Hefner an sich wäre möglicherweise niemals entstanden, hätte es seine Mutter nicht gegeben. Sie gab Hugh Hefner mit 1.000 Dollar das Startkapital für den „Playboy“.  Der Grundstein für sein Medienimperium und eine der bekanntesten US-Marken aller Zeiten war gelegt.

Niemand kannte den Playboy – und trotzdem war Marilyn Monroe das erste Cover-Girl

Ein Magazin, das niemand kannte und von einem absoluten No Name gemacht worden hat, trumpfte in seiner Erstausgabe mit der damals berühmtesten Blondine der Welt auf dem Cover auf. Mit einem in die Luft gestreckten Arm strahlte Marilyn Monroe von Seite 1 des Playboy, im Innern des Heftes ließ sie sogar die Hüllen fallen. Doch der Coup war gar keiner. Hefner bediente sich an einem Trick. Die Marilyn-Fotos waren Lizenzware, die er gekauft hatte. Sie stammten aus einem Kalender. Preis: 500 Dollar. Hefner sexualisierte die Magazinbranche und traf damit im prüden Amerika, das von Hippie-Bewegung und freier Liebe erschüttert wurde, einen Nerv.

Rezession in den 70ern brachte Brüste auf den Titel

Dass der Playboy irgendwann dazu überging, Aktfotografien nicht mehr nur im Heftinnern zu zeigen, sondern auch auf den Titel zu holen, war eine Entscheidung aus der wirtschaftlichen Not heraus. Die Rezession in den 70er Jahren brachte die gesamte Branche der Männermagazine in Schwierigkeiten, Nebengeschäfte des Playboy schrieben sogar rote Zahlen. Die Freizügigkeit auf dem Titel und auch das Abbilden von Schambehaarung sorgte aber mehr für einen Skandal, das Blatt wurde als Sexpostille verschrien. Ein Jahr später griff der neue Vorstand Derick Daniels  zu radikalen Mitteln, schloss die Playboy Ferienanlagen und Parks – Konzentration aufs Kerngeschäft lautete die Devise.

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Interviews mit John Lennon, Steve Jobs, Martin Luther King – die intellektuelle Seite von Hefners Playboy

Trotz Erotik gelang es Hefner und dem Playboy immer wieder, namhafte Autoren und Interviewpartner für das Heft zu gewinnen. So arbeiteten literarische Idole wie Joseph Heller, Norman Mailer, Jack Kerouac, Hunter S. Thompson oder John Updike für den Playboy, Interviews mit US-Präsident Jimmy Carter, Kubas Staatschef Fidel Castro oder John Lennon wurden gedruckt. Auch Steve Jobs sprach bereits mit dem Playboy. Das wohl berühmteste Interview allerdings fand mit dem später ermordeten Martin Luther King statt.

Grab neben Marilyn Monroe

Monroe bereits auf dem ersten Titel des Playboy zu haben, drückt eine besondere Leidenschaft für diese Frau aus. Diese ist so groß, dass Hefner womöglich seine letzte Ruhe neben ihr finden wird. Seit 1992 besetzt der Playboy-Gründer den Platz neben dem Grab von Marilyn Monroe auf dem Memorial Park Cemetery in Los Angeles. Um sich diesen Wunsch zu erfüllen, musste Hefner „nur“ 75.000 Dollar zahlen.

In der weltbekannten Playboy Mansion war der Vater aller Bunnies zuletzt nur noch Mieter

Die wirtschaftliche Talfahrt der Medienbranche seit der Ausbreitung des Internets ging auch an Hefner nicht spurlos vorüber. Sex war online plötzlich überall zu haben, nackte Frauenhaut in Magazinen lockte immer weniger Käufer. Der US-Playboy reagierte mit einer ungewöhnlichen Maßnahme: Anfang 2016 entschloss sich der Verlag, nur noch jugendfreie Bilder zu zeigen. Ein klassisches Eigentor: Nur ein Jahr später wurde die No-Nudes-Politik aufgegeben, das Blatt zeigte wieder alles. Die wirtschaftlichen Probleme indes blieben. Im Sommer vergangenen Jahres verkaufte Hugh Hefner für kopulierte kolportierte 100 Millionen US-Dollar die legendäre Playboy Mansion in Los Angeles. Der Käufer und Nachbar Hefners, Investmentmilliardär Daren Metropoulos, kann das teuerste je in der Filmmetropole veräußerte Haus aber erst jetzt nutzen. Der damals 90-jährige Hefner hatte ein lebenslanges Wohnrecht für ihn selbst zur Bedingung gemacht. Über die künftige Nutzung des Schauplatzes zahlloser ausschweifender Parties ist bislang nichts bekannt. Es ist aber nicht unwahrscheinlich, dass dort eine Erinnerungsstätte für den Hohepriester des Lasters entstehen wird. Hefners polygame Beziehung zu etlichen Frauen galten als sein Markenzeichen – umso erstaunlicher, dass ihm das nur wenige übel nahmen. So ist Twitter am Tag nach seinem Tod voll von prominenten Abschiedsgrüßen, u.a. von Paris Hilton sowie Kim Kardashian.

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