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Ausgerechnet der Digitalminister: CSU-Mann Alexander Dobrindt löscht direkt nach der Wahl sein Facebook-Profil

Digitalminister Alexander Dobrindt meldet sich ab – zumindest schon einmal bei Facebook
Digitalminister Alexander Dobrindt meldet sich ab – zumindest schon einmal bei Facebook

Noch ist unklar, ob und welche Rolle Alexander Dobrindt in der neuen Regierung unter Kanzlerin Angela Merkel spielen wird. Dass er – vor allem mit einem Koalitionspartner FDP – weiterhin für die Digitalisierung zuständig sein wird, gilt als unwahrscheinlich. Vielleicht ist auch das der Grund, weshalb der Mann, der sich Digitalminister nennt, bereits seine Socia-Media-Aktivitäten zurückfährt – und kurzerhand sein Facebook-Profil abgeschaltet hat.

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Kein Abschiedsbildchen, kein letztes Posting, einfach weg – zumindest hat er nichts stehen lassen. Kaum sind die Wahlen gelaufen, meldet sich mit Alexander Dobrindt der erste Spitzenpolitiker und noch amtierende Minister aus dem Kabinett Merkel ab – ausgerechnet der Minister der neben der Verkehrspolitik auch für die digitale Infrastruktur zuständig ist.

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Aufmerksam geworden auf den leisen aber schnellen Abgang des Digitalministers ist Wahlbeobachter Martin Fuchs, der zusätzlich auf die Social-Media-Bilanz von Dobrindt verwiesen hat. Die lässt sich durchaus als durchwachsen bezeichnen. Nicht einmal 10.000 Fans hat Dobrindt in mehr als fünf Jahren bei Facebook erreicht, das Profil ging mit 8.500 Followern off. Damit gehört Dobrindt verglichen mit anderen Ministern, die bei Facebook aktiv sind, zu den erfolglosesten. Kollegen wie Andrea Nahles, Barbara Hendricks oder Heiko Maas kommen auf 13.000, 12.000 oder 40.000 Fans. Selbst Hermann Gröhe, Gesundsheitsminister, zählt 18.000 Fans.

Dobrindts Verhalten passt zur allgemeinen Stimmung, die unter politischen Parteien derzeit offenbar zu herrschen scheint. Seit dem vergangenen Wahlsonntag haben sie ihre Aktivitäten im Social Web zurückgefahren. CDU, SPD – beide posten auf inhaltlicher Sparflamme. Der einzige SPD-Post seit Sonntag 18 Uhr ist der, dass man 1.400 neue Mitglieder hinzu gewonnen habe, wie MEEDIA jüngst in seiner #trending-Ausgabe analysiert hatte.

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Alle Kommentare

  1. „Noch ist unklar, ob und welche Rolle Alexander Dobrindt in der neuen Regierung unter Kanzlerin Angela Merkel spielen wird.“ – Unklar ist das keineswegs: Er wird als neuer Vorsitzender der CSU-Landesgruppe im Bundestag ganz bestimmt einem künftigen Kabinett nicht mehr angehören.

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