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Medien-Bashing bei „Hart aber fair“: Sind Journalisten schuld am Aufstieg der AfD?

Klare Worte an Medienkritiker: Ex-ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender bei „Hart aber fair“
Klare Worte an Medienkritiker: Ex-ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender bei "Hart aber fair"

Haben die Medien eine Mit-Schuld am Aufstieg der AfD? Und wenn ja, wir groß ist diese? Die Rolle der Medien beim Aufstieg der AfD wurde in der gestrigen „Hart aber fair“-Sendung im Ersten erneut ausführlich diskutiert. Eine besondere Rolle fiel dabei dem früheren ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender zu.

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Nikolaus Brender? Da war doch mal was … Brender war von 2000 bis 2010 Chefredakteur des ZDF. Sein Vertrag wurde damals nicht verlängert, weil sich vor allem der damalige hessische CDU-Ministerpräsident Roland Koch im ZDF-Verwaltungsrat gegen ihn ausgesprochen hatte. Brenders Demission wegen politischer Einflussnahme gilt als Sündenfall des öffentlich-rechtlichen Fernsehens. Nach dem Fall Brender musste der ZDF-Staatsvertrag nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts neu geschrieben und staatsferner gestaltet werden.

Dieser Nikolaus Brender also, der durchaus als streitbar gilt, saß nun bei Frank Plasbergs „Hart aber fair“ und verteidigte die Medien im Allgemeinen und das öffentlich-rechtliche Fernsehen im Besonderen gegen Anwürfe der politischen Vertreter. Vor allem die CSU-Politikerin Dorothee Bär und die SPD-Noch-Familienministerin Katarina Barley gingen scharf mit den Medien ins Gericht.

„Ich hatte das Gefühl, ich mache den Fernseher an und es gibt nichts anderes mehr“, schimpfte die Ex-SPD-Generalsekretärin Barley und bezog sich damit vor allem auf ARD- und ZDF-Talkshows im Jahr 2016 und das Thema Flüchtlingskrise. Über die Hälfte der Gesprächssendungen, so hat Barley ausgerechnet, hätten sich mit dem Leib- und Magenthema der AfD befasst. Sie selbst habe das „rasend“ gemacht. Die SPD habe über Rente, Gesundheit und Bildung diskutieren wollen und gesendet wurden Flüchtlinge.

Dorothee Bär behauptete gar, eine Person aus dem öffentlichen Rundfunk habe ihr gegenüber erklärt, dass man gerne AfD-Politiker einlade, weil das der Quote zuträglich sei und auch mal für einen Skandal sorge. Eine Äußerung, die Brender von der Seite sogleich als „Unsinn“ bezeichnete.

Der Grünen-Politiker Robert Habeck, der als Umweltminister in einer Jamaika-Koalition in Schleswig-Holstein regiert, sagte, es gehe nicht darum, dass nicht über die Flüchtlings-Problematik geredet werden dürfe, sondern darüber wie man darüber redet. Er sei nicht glücklich darüber, wenn über „jeden Rülpser der AfD“ gleich eine Sendung gemacht werde. Habeck: „Die Einspieler, die gefehlt haben, sind Bilder aus den Flüchtlingslagern. Konfrontieren sie Gauland doch mal mit solchen Bildern.“ Katharina Barley wünschte sich, man hätte die AfD auch mal zu Themen wie Bildung, Rente oder Familie befragen sollen.

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So verlief in etwa die Schuldzuweisung der Politik in Richtung Medien. Plasberg spielte auch die Aussagen des CSU-Spitzenkandidaten Joachim Herrmann aus der „Berliner Runde“ vom Sonntag ein, der mit Verweis auf das „TV Duell“ ganz ähnliche Vorwürfe in Richtung ARD und ZDF machte.

Nikolaus Brender platze da schon recht früh der Kragen. Erstmals ziehe eine rechts-nationalistische Partei in den Deutschen Bundestag ein, „und darüber sollen wir nicht sprechen“, fragte er. Hätte er, Brender, als Fragesteller in der „Berliner Runde“ gesessen, er hätte Herrmann „Bescheid gegeben“. Daran dürfte man keinen Zweifel haben. Brenders bekanntester Auftritt war seine robuste Zurechtweisung des völlig aus dem Ruder gelaufenen SPD-Kanzlers Gerhard Schröder in der Elefantenrunde nach der Wahl 2005. Auch damals sah der in der Wahl knapp gegen Angela Merkel unterlegene Schröder übrigens eine „Medienkampagne“ gegen sich und die SPD am Werk.

Moderator Plasberg brachte als Beispiel den umstrittenen Auftritt des AfD-Spitzenkandidaten Alexander Gauland nach seiner skandalösen Aussage, man solle die Integrationsbeauftragten der Bundesregierung, Aydan Özoguz (SPD), „in Anatolien entsorgen“. Gauland war schon vor dieser Aussage eingeladen gewesen. Plasberg erklärte, er und seine Redaktion hätten das ganze Wochenende vor der Sendung diskutiert, wie man damit umgehen soll. Ob man Gauland etwa wieder ausladen soll oder nicht. Die Talkshow-Macher haben sich dann aber für die Konfrontation entschieden.

Zu dem beliebten Vorwurf, die Medien würden über jedes Stöckchen springen, das ihnen die AfD hinhält sagte der frühere ZDF-Chefredakteur: „Was ist ein Stöckchen? Ist die Aussage, dass das Mahnmal in Berlin ein Schandmal ist, ein Stöckchen oder ist das kein Stöckchen? Diese Dinge, die eine Partei charakterisieren, müssen besprochen werden. Medien, genau wie die Politik, sind auf der Suche nach dem richtigen Umgang mit solchen Parteien. Gegenseitige Schuldzuweisungen nützen überhaupt nichts. Es geht nicht um die Quote, sondern um den Inhalt.“ In dieser Aussage steckt womöglich ein Rezept, wie tatsächlich mit einer Partei wie der AfD umzugehen ist: Medien sollten sich immer wieder selbstkritisch prüfen, ob sie dabei sind, auf Provokationen oder aufgebauschte Skandälchen, vulgo: Stöckchen, hereinzufallen. Die Forderung der nunmehr AfD-Abtrünnigen Frauke Petry im Wahlkampf, ARD und ZDF abschaffen zu wollen, fiele womöglich in diese Kategorie. Trotzdem wurde breit über diese Quatsch-Forderung berichtet.

Wenn der AfD-Rechtsaußen Björn Höcke das Holocaust-Mahnmal als „Mahnmal der Schande“ bezeichnet oder der Partei-Obere Gauland Frau Özoguz „in Anatolien entsorgen“ will, dann ist das aber mehr als ein Stöckchen. Das sind Aussagen, die eine Richtung, eine Gesinnung in der Partei offenlegen und die auch von den Medien aufgegriffen werden müssen. Es stimmt, dass Medien – genau wie die Parteien – noch mit dem Umgang mit der AfD ringen und es werden dabei durchaus Fehler gemacht. Zum Beispiel wenn fragestellende Journalisten versuchen, mit jeder Frage an die AfD sogleich einen Vorwurf zu transportieren oder den oder die Befragte in einem fort zu entlarven. Pauschale Schuldzuweisungen an die Medien, wie sie nun vermehrt stattfinden, sind aber trotzdem unfair und nicht angebracht.

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Alle Kommentare

  1. Als Schuldige für den Aufstieg der AFD ist in erster Linie die alternativlose Merkel auszumachen, der das Wohl des eigenen Landes schon lange am Allerwertesten vorbeigeht. Aber natürlich sind auch ihre Claqeure und Hofberichterstatter mit verantwortlich, die ihre Hauptaufgabe darin sahen und noch sehen, den Fehler der Regierung zu verleugnen und mögliche Kritiker mundtot zu machen. Die gravierenden Fehlleistungen Merkel lassen sich aber nicht verheimlichen und werden langsam selbst für politisch wenig Interessierte sichtbar. Das die bewussten Manipulationen im Sinne der Regierung irgendwann zu Unmut und Protesten führen werden, hätte den Medienverantwortlichen eigentlich bewusst sein müssen. Aber vermutlich sind diese genauso wenig lern- und reflexionsfähig wie die Chefin der Schrumpfregierung, der sie weiter dienen.

    1. Der Kommentar (Schrottpresse) ist zwar hart er trifft aber einige Punkte.
      Ich würde noch einen Schritt weitergehen in Bezug Arbeitsweise der
      Medien. Sie lügen mit der Wahrheit.
      Das Angebot in der Schilderung von Einzelheiten ist hervorstechend
      und Einfach.
      Zusammenhänge und globale Realitäten kommen nicht zur Sprache (Ausnahme Dokumentationen z.B. bei ARTE)
      – wer ist für die Konflikte mit verantwortlich (Öl und Waffenlieferungen)
      – Unfairer Handel
      – Historische Schuld Spaniens, Englands , Frankreichs , USA und auch
      Deutschlands
      – von allen Parteien mehr oder weniger propagierte Abwerbung von

      Fachkräften ( Frau Merkel, Frau Eckert Göring u.a. müssten Wissen,
      Was es bedeutet wenn Ärzte u.a. Über Nacht weg sind)
      – Mitleid mit einzelnen Menschen und den großen Teil der Bevölkerung
      Sich selber überlassen ist beschämend.
      – Ein konkretes Beispiel: der Journalist Joerges wirft Gauland Äusseerungen zur Wehrmacht vor.
      – Alle Armeen der Welt sind in Verbrechen gegen die Zivilbevölkerung
      Verwickelt . In der Wehrmacht war mein Vater u.a. Helmut Schmidt.
      Wer die Gnade der späten Geburt hatte soll besser Schweigen oder
      Sich besser Informieren welche Armee der Zivilbevölkerung die
      größten Verluste zugefügt hat.

      Man könnte für meine Behauptung viele Beispiele anführen, aber mit denPolitikern und den Medienvertretern kann es nicht so weitergehen.

      1. Sehr guter Kommentar, unsere Wehrmacht hat sich tapfer geschlagen. Andere Laender preisen Ihre Soldaten und stellen Denkmaeler. Was ist eigentlich los, warum hasst das Deutsche Volk sich selbst. Ich lebe seit 47 Jahren im Ausland und hoere immer wieder von Nicht Deutschen, dass sie die Einstellung der Deutschen nicht begreifen koennen.

  2. Habeck hat ja sooo recht, hätte der Plasberg doch blos mehr traurige braune Mädchenaugen gezeigt und obertraurige Tränenstories .. umm Moment, das hat der Lamestream den gesamten Sommer 2015 bis zum Erbrechen getan.

    ARD-Aktuell Chef Dr. Gniffke musste später zerknirscht einräumen dass man ja leider leider keine anderen Bilder von den pöhsen Kameraleuten geliefert bekommen hat. Giovanni „Ich bin ZEIT-Chefredakteur und quatsche auch beim NDR“ di Lorenzo hatte dies ebenso in einem lauen Kotau-Text festgestellt.

    Auch köstlich EU-Graf Lambsdorff, man habe ja nicht „darüber“ sprechen können wegen des (angeblich ja garnicht vorhandenen) Sprechverbotes… die HaF-Sendungen aus Juli bis September sprechen für sich und sind bei YT leicht zu finden. Highlights dabei das Gekeife von Peters & Konsorten, die Terroristen kämen nicht mit Booten und menschenfeindlich und wie kann man nur etc pp

    Die Tollitäten von PnP glauben tatsächlich, man könne „verwirrte Männer“ und „Jugendliche“ oder auch blitzradikalisierte böse Lieferwagen in Fußgängerzonen einfach mit noch mehr Holzhammer-AgitProp wettmachen… FÜR WIE DUMM HÄLT MAN DAS PUBLIKUM?

    Offensichtlich hat die Lektion BTW2017 noch nicht gesessen, also dann „jagt“ mal schön liebe AfDler. Das scheint wahrlich ALTERNATIVLOS.

  3. Als erstes sind die »etablierten« Parteien schuld am Erfolg de AfD. Sie haben diese Partei von Anfang an versucht, auszugrenzen und jede mögliche sachliche Auseinandersetzung und Zusammenarbeit abgelehnt. Dies und die Tatsache, das diese Partei als einzige der Parteien mit Chancen auf den Einzug in den Bundestag noch eine »weiße Weste« hat, was Regierungsbeteiligung angeht, machte diese Partei wirklich zur »Alternative« für Wähler, die ihrem Missmut über die Politik der etablierten Parteien ausdrücken wollten, unabhängig von der politischen Gesinnung. (Laut Wahlanalysen waren ja viel der Wähler der AfD Protestwähler).
    Und auch die Medien haben eine Mitschuld, machten sie diese Ausgrenzungspolitik doch mit, und förderten so das »Oppositions«-Image der AfD. Fast immer, wenn die AfD in den Medien genannt wurde, setzten die Medien das von den etablierten Parteien verwendeten Adjektiv »rechtspopulistisch« hinzu. Kein Wunder, das sie den Eindruck erweck(t)en, sie säßen mit den etablierten Parteien in einem Boot.

    Und auch bei der Fluchtberichterstattung waren die meisten Medien einseitig. Im Vordergrund standen geflüchtete Frauen und Kinder. Wer einen Hauch von Skepsis zeigte, wurde in die rassistische Schublade gesteckt – und damit zur AfD gedrängt.

    Oder sind es vielleicht gar nicht die »großen« Themen, die die AfD stark machten?
    Erinnern wir uns: Millionen von Dieselfahrern (und der Staat, und damit wir alle) wurden von den großen deutschen Autobauern vorsätzlich betrogen.

    Und was macht die etablierte Politik? Während in den USA Strafzahlungen und Entschädigungen fällig sind und Verantwortliche auf Fahndungslisten stehen, hält man in Deutschland »Diesel-Gipfel« ab, verzichtet auf Steuergelder und überlässt die betrogenen Autofahrer mehr oder weniger sich selbst. Und die könnten dann ja mit einem Kreuz an einer bestimmten Stelle ihrem Frust Ausdruck verliehen haben….

  4. Im Kritisieren sind die Medienvertreter groß, aber wenn es um sie selbst geht, mutieren sie zu Mimosen wie ARD-Chefredakteur Becker in der Elefantenrunde und Brender und Plasberg bei Plasberg. Wenn die Herren dann auch noch behaupten, die Öffentlich-Rechtlichen bräuchten keine Quote, sie erfüllten nur ihre Informationspflicht, machen sie sich nur noch lächerlich. Das gilt in diesem Falle leider auch für Stefan Winterbauer.

  5. HABEN UND SOLL

    Quatsch, „Schuld“, (allein dieses von dem Autor verwendete Wort ist schon wieder eine Diffamierung für diese demokratische Partei ) hat allein das Merkel & Konsorten Regime, denn Deutschland braucht dringender denn je eine STARKE Oppositionspartei – und da sehe ich auf weiter Flur leider eben NUR die AfD. Punkt.

    Freilich ist vielen die AfD ein Dorn im Auge, denn wer Menschen, Sprachen und Kulturen vom Orient, aus Asien und Afrika liebt, musste früher diese Landschaften bereisen; heute brauchen diejenigen Interessierten lediglich einen Spaziergang durch deutsche Städte und Städtchen zu machen, um in diesen kulturellen Genuss zu kommen.

    Leider haben sich die wenigsten AfD Gegner einmal die Mühe gemacht sich über das Programm dieser Partei fach- und sachkundig zu machen. Hier ein Tipp:

    YouTube:
    Kanal: >Der Schattenmacher<
    Parteien-Kurzprogramm von CDU, SPD, FDP, GRÜNE, LINKE, AfD
    Jeder halbwegs tolerante, intelligente und aufgeschlossene Mensch wird nach dem Konsum dieses Videos, das auf Realitäten und Fakten beruht, die AfD und deren Programm mit anderen betrachten.

    Aber der typisch Deutsche lässt sich ja nur zu gerne von den Mainstream Überschriften, die dick aber Gott-sei-Dank textlich kurz gehalten sind, manipulieren und einlullen.
    Und informieren und aufklären lassen sie sich einzig von ehrlichen, aufrechten und seriösen ARD und ZDF Journalisten wie Klaus Kleber, Marionetta Slomka, Anja Reschke und ähnlich neutral denkenden Regierungssprecher.

    Wer an dieser Masseneinwanderung von Zuwanderer, Glücksritter aus aller Welt, die von den Regierung konformen Medien (allen voran das dt. Staatsfernsehen) lachhafter weise immer noch "Flüchtlingen" betitelt werden, Milliarden an Steuergelder verdient, haben die wenigsten Deutschen kapiert und wahrscheinlich wollen sie es gar nicht kapieren, da sie selbst in der "Flüchtling"- und Asyl-Industrie tätig sind.

  6. Ja, Medien sind schuldig am Aufstieg der AfD.

    Nicht weil sie die AfD nicht gestellt hätten, denn die Wahl der AfD ist eine reine Protest-Reaktion. Egal was die im Programm haben, egal was deren politisch weitgehend unbeholfene Laien ungeschickt an Blödsinn formulieren:
    Diese Republik krankt daran, daß unsere etablierten Parteien nicht gestellt werden dabei, wie sie diese Republik auflösen, unsere wirtschaftliche Basis zerstören, indem eine herbeigetrixte Währung uns in Gemeinschaftsschulden stürzt, vorbei an der zugrundeliegenden Satzung der EZB. Wie diese durch ihre Nullzins- Politik das gesamte privatwirtschaftliche Vorsorge/ Alterssystem ruiniert . Wie unser Parlament nur noch als Durchwinker für demokratisch kaum legitimierte EU-Aweisungen agiert. Wie das Rechtsstaatssystem an die Wand gefahren wird, und ehemalige Verfassungsrichter, die darauf hinweisen, gemieden werden. Das alles fabrizieren unsere Parteien im Einklang, indem sie wichtige Themen konsensual einfach ausklammern.

    Und die feigen Medien dies nicht anleuchten, sondern mitmachen.

    Genau das hat zur Etablierung der AfD geführt. Was sollten die Menschen denn sonst auch noch machen können, als sich auf diese Weise zu wehren, idem sie einer Partei ihre Stimme geben, die sich wenisgtens den Anschein gibt, hier eine dringend notwendige Gegenposition bereitzustellen.

    Ja, die Medien sind Schuld an der Existenz, und am Aufstieg der AfD. Hätten die Medien sich nicht mit der Schweige-Strategie gemein gemacht, die Öffentlichkit eingeschläfert, wenn nicht geblendet, sondern den gemeinen Konsens detr politischen Elite hinterfragt, dann hätte sich eine AfD weder etablieren müssen, noch gar etablieren können.

    Die Hauptschuld freilich tragen unsere etablierten Parteien, die sich zueinander in den elementar wichtigen Fragen in einen Gesellschafts-schädlichen, einen zutiefst Demokratie- feindlichen, die Rechtsstaatlichkeit vernichtenden Konsens begeben haben.

    Die Nicht-Themen des vergangenen Wahlgangs machen dies deutlich.

    Sogenannte Hintergrund- Gespräche von Politikern und Journalisten, in dem eitlen Wahn, einer Elite anzugehören, die den Bürger zu lenken hat: in diesem überheblichen Denken liegt die Wurzel des Übels.

    Hätten diese selbsternannten Eliten ihre eigentliche Pflicht erfüllt, wer könnte daran zweifeln, daß es dann keine AfD geben würde.

    1. @ E Ekat

      Ich zweifle und mit mir noch etliche andere.
      Eine Partei wie die AfD war für Deutschland bitter nötig!

      Allein die Tatsache, dass die AfD als einzige polit. deutsche Partei den ÖR, besser und zutreffender gesagt, dem deutsches Staatsfernsehen, finanziert durch Zwangsabgaben, den Geldhahn zudrehen möchte, war, ist und wird für mich und viele andere ein Grund sein diese Partei zu wählen.

      Leider sind es stets die selben voreingenommen Leute, die sich nie über das Parteiprogramm der AfD sach- und fachkundig gemacht haben, sondern nur das nach äffen, was ihnen die Regierung konformen Medien vorkauen. Allen voran Moderatoren, Journalisten wie Kleber, Slomka, Reschke u.v..m. vom Staatsfernsehen.

      1. Ja. Bitter nötig. Kein Zweifel.

        Warum? Weil die herkömmliche Parteien nicht mehr den in der Demokratie notwendigen Gegensatz anbieten, und zur Wahl stellen, stattdessen sich in einen Konsens begeben haben.

        Ganze Themenblöcke wurden auf Grund des Konsenses ins Reich des Ungesagten, damit des gesellschaftlich Unbehandelten verschoben, in welchem man dann in aller Ruhe vollendete Tatsachen schaffen kann.

        Das war und ist die Taktik der Merkel, und mithin der Grund, warum dieser Wahlkampf keine Themen hatte. Da sich Martin daran hielt, mußte er verschwinden.

        Jedes konkretisierte Thema hätte Merkel gefährdet. Also wich sie jeder Thematisierung aus.

        Das ist das Gegenteil von Demokratie.

        Wer bei uns aufmuckte, wurde und wird zum Außenseiter gestempelt, als Radikaler, Nationalist, Nazi geoutet. Unter dem dümmlichen Gejohle der Merkel-Pudel, wonach man doch bei uns alles sagen könne.

        Wer transportiert diese abgefeimte Technik?

        Die Medien. Wer sonst stellt Öffentlichkeit her?.

        Führend dabei: GEZ- Medien, deren Stars, wie Kleber, Slomka usw. .

        Weg damit. Denn sie erfüllen nicht die ihnen zugedachte Aufgabe der Ermöglichung einer Meinungsbildung in einer freiheitlichen Gesellschaft, sie liefern stattdessen gleich das Endergebnis, zu dem man zu gelangen hat.

        Das ist seit Eva Hermann klar. Die sind erzieherisch unterwegs. Schlachte ein Huhn, um hundert zu erziehen. Mao.

        Hätten Medien sich nicht diesem politischen, zutiefst un-demokratischen Konsens unterworfen, stattdessen die Vielfalt der Information sichergestellt, dann wäre wohl keine Notwendigkeit entstanden, eine Alternative für Deutschland entstehen lassen zu müssen.

        Alternativen werden notwendig dadurch, daß sie fehlen.

        Hinter der Notwendigkeit der Alternative steht ein Naturprinzip.

        Die vorhandene Alternative wird an Wichtigkeit noch zunehmen, wenn man Macron und seine dahinter sichtbare europäische Ideologie bewertet.

        Die ja ohne Einbindung der französischen, oder gar der deutschen Bürger auszukommen hat.

        Eine AfD wurde wichtig, weil sich politische mit medialen Eliten verselbständigt, die Demokratie abgeschafft haben.

        Für mediale Komplizenschaft stehen die eigentlich herzensgute Friede Springer und noch mehr dieser mißbrauchte Bertelsmann- Konzen mit Frau Mohn, mit Viviane Reding als EU- Wachhund, der Kontrolle und Einflußnahme per Umfragen mit dem Ziel der bürgerlichen Meinungssteuerung.

        Medien? Das Bitterste ist wohl die Erkenntnis, für welch geringen Preis diese sich selber und unsere Freiheit preisgegeben haben. Es bedarf also weder des Zwanges eines Hitler, noch eines Mielke, um Herausgeber zum Beidrehen zu bewegen. Der mediale Herausgeber hat damit eine neue, völlig andere Bedeutung erhalten.

  7. Eine einzelne TV-Redaktion – ganz alleine – könnte durchaus klüger und angemessener gewichten, ob sie ein belangloses AfD-Skandälchen zur veritable News „hochziehen“ soll. Oder ob sie daraus nur eine kleine Meldung draus macht. Das Problem ist jedoch der Konkurrenzkampf um die Einschaltquote zwischen den Anstalten. Skandale bringen viele Zuschauer, und hohe Quoten bringen tägliches Konferenz-Lob des Chefredakteurs.

    Alle kannten die internen Bedenken der Umfrage-Institute und auch die Zweifel mancher eigenen Redakteure. Die absolut erwartbare mediale Aufwertung der AfD haben die Medien-Chefs in ihrem Wettrennen sehenden Auges hingenommen. Daher ist die wissenschaftlich fundierte Kritik der vier Umfrageinstitute am Wahlkampf-Output der Medien berechtigt.

  8. Unerträglich dieses kleinmachen. Fragt Plaßberg doch tatsächlich, können die das(?) und meint, die Beeinflussung der Bürger durch die ÖR. Brender keinen Deut besser. Selbst als seine Sitznachbarin Zahlen auf den Tisch legt, dass 2016 sich 54 Prozent der Talkshows bei den ÖR mit der Flüchtlingsfrage beschäftigt haben, leugnet er weiter. Und der Moderator setzt dem ganzen die Krone auf. Die ÖR bräuchten keine Quote, schauen aber trotzdem nach ihr. All diese Haltungsjournalisten haben doch so lange versucht, die AfD wegzureden, bis diese richtig stark war.

  9. Natürlich tragen die „Medien“ auch eine Verantwortung für den Aufstieg der AfD. Die AfD hat bewusst provoziert. „Bad news are good news“. Ob die deutschen Medien unwissend in deren Fälle gelaufen sind, sei dahin gestellt.
    Den Schulz-Hype, der apprupt vorbei war, halte ich aber für eine wahre Machtdemonstration. Das hätte man mit jedem x-beliebigen Politiker machen können.
    Wer die Medien kontrolliert, kontrolliert auch die Politik! Ich weiß, das ist natürlich nur eine „Verschwörungstheorie“.

  10. Dieses Gequatsche hin und her… Wegen Herrn Brender habe ich reingeschaut.
    Die Medien haben den Hype um Flüchtlinge und ihre Gefährlichkeit mitgemacht.
    Ich fürchte mich nicht, denke, dass wir es schaffen, wenn wir eine andere Wirtschaftspolitik haben, die Menschen nicht fliehen lässt. Da kann man konkret werden, werden Journalisten auch ab und an, aber nicht diese Moderatoren und Gäste. Das Format der Journalisten – doppeldeutig – hat man gesehen beim Duell, in das ich kurz reingesehen habe: Kirchgang von Frau Merkel….Furchtbar.
    Faktencheck: Wann wird jemand konkret?
    Das ist die Putzfrau bei Klartext gewesen und der Pfleger in der Wahlarena.
    Was ich ganz schlimm fand, dass die Medien die schlimmen Tötungen mit Lastern in der Menge so zum Thema machten – die neue Art des Terrors – dass ich sie eigentlich schon mitverantwortlich sehe, dass dies dann wieder in der Art passiert ist. Zur AfD muss man sagen, dass sie nach 2015 auf jeden Falle eine rechte Partei ist, brandgefährlich mit Gauland und Weigel. Die Medien waren aber nicht in der Lage, ihr Programm zu zerpflücken, sie inhaltlich zu stellen.
    So wenig wie die Politiker inhaltlich sind, so wenig sind es viele Journalisten.
    Neben der AfD muss es Sorgen machen, dass die meisten Journalisten das Thema Pflegemissstände und sogar jetzt erlaubte Versuche an dementen Menschen – wir sind nicht mehr im Dritten Reich – meiden wie der Teufel das Weihwasser. Keine Lügenpresse, aber eine, die so wenig inhaltlich ist, dass man sich wirklich Sorgen machen muss.
    Ganz krass beim ZDF, aber bei der ARD wird es auch immer schlimmer.
    Manche Printmedien kommen ja ihrer Informationspflicht nach, denn es gab und gibt mehr als AfD, Flüchtlinge, die doch die Opfer sind, nicht wir, und Trump und Co. Das beste Mittel gegen die AfD ist -noch mal -eine ethische Wirtschaftspolitik, die die Menschen daheim bleiben lässt. Aber dann müsste man ja die deutsche Wirtschaft kritisieren: gut vernetzt mit den Medien, der Politik und den Kirchen.
    Keine Verschwörung: Es geht einfach um Macht, Pöstchen und Geld.
    Das Schlimme ist, dass wohl alle Parteien sich jetzt den AfD anbiedern werden, die einfach die Flüchtlinge als Sündenbock sehen.
    Und letztendlich geht es um Stimmen, die eigene Position.
    Die Rechten müssen Angst machen. Die Wirtschaft hat vor allem Angst um unser Image. Dann verkauft man weniger. Es geht letztendlich bei uns nur um Geld. Mal unsere Werte unter die Lupe nehmen.

    1. Ganz schlimm, Martina Lenzen, dass man Terror an hilflosen Menschen überhaupt zum Thema macht. Ist viel schlimmer als das Töten unschuldiger Zivilisten. Am besten gar nicht berichten, wenn einem die Opfer nicht in die Gesinnung passen. Ironie off. Ist bei Ihnen Empathie an bestimmte Ethnien gebunden? Wenn man einfach nicht berichtet, wird der Djihad von allein aufhören?. Schlussfolge aus Ihren Darlegungen: Deshalb ja auch 9/11, wurde davor ja dauernd über Flugzeuge in Hochhäusern berichtet. Warum hat hier in Deutschland jeder eine Meinung zum Islam und muss sie auch lauthals raushauen, ohne offensichtlich die leiseste Ahunung zu haben, was ulema, Koran, Sunna und Hadithe zu sagen haben? Oder ohne die Gesellschaften, aus denen die Einwanderer kommen zu kennen? Dass Flüchtlinge die Opfer sind, nicht „wir“, ist eine typisch deutsche, sehr selbstzufrieden Einstellung. Ihr „wir“ meint „ich“. Schön für Sie. Opfer sind bei der brutalen Natur der Menschen immer die Schwächeren, dass nur Einwanderer Opfer sein können, ist rassistischer Unfug. Gewalt kennt keine Hautfarbe. In den Gesellschaften des Orients und Afrikas sind Frauen schon einmal grundsätzlich Opfer. Vergewaltigung ist in islamischen Gesellschaften ein übliches Mittel Frauen einzuschüchtern und gehorsam zu halten. Dass Ihr „wir“ in Wahrheit nur Sie persönlich in Ihrer egoistischen Blase meint, ist in Anbetracht der Opfer von Köln und der vielen anderen Frauen (Sie joggen wohl eher selten) an Kälte kaum zu überbieten. Schön, wenn es immer andere trifft und man sich seine virtue-signalling-Welt bewahren kann, nicht wahr? Ihre Werte möchte ich lieber nicht genauer unter die Lupe nehmen. Und dieses hohe Ross zeigt, dass Sie selbst Ihre Werte niemals hinterfragen. Die Unversehrbarkeit von Gesundheit, Würde und Leben ist nicht verhandelbar und unabhängig von Ethnie, Geschlecht oder politischer Einstellung, deshalb hat jedes Opfer von Gewalt Berichterstattung verdient, ob diese Opfer nun schwarz oder weiss, Atheisten, Juden oder Moslems sind (da ich meine Werte tatsächlich hinterfrage, lehne ich die islamische Ideologie zwar als Atheist und Rationalist ab, aber Gewalt gegen friedliche Moslems ist genau so ein Verbrechen wie gegen jeden anderen. Ich mache Mitgefühl nämlich nicht von der Herkunft eines Menschen abhängig).

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