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Mathias Müller von Blumencron verlässt die FAZ: Carsten Knop wird neuer Chefredakteur Digitale Produkte

Neuer und alter Chefredakteur für Digitale-Produkte: Mathias Müller von Blumencron (re.) und Carsten Knop
Neuer und alter Chefredakteur für Digitale-Produkte: Mathias Müller von Blumencron (re.) und Carsten Knop

Digital-Chef Mathias Müller von Blumencron verlässt auf eigenen Wunsch zum Jahresende die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Seinen Posten als Chefredakteur Digitale Produkte übernimmt am 1. Januar Carsten Knop. Bislang war der 48-Jährige verantwortlicher Redakteur für die Wirtschafts- und Unternehmensberichterstattung der FAZ. Wohin es von Blumencron hinzieht, ist noch unklar.

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Der ehemalige Spiegel- und Spiegel Online-Chef, Müller von Blumencron, war seit Herbst 2013 Boss aller Digital-Aktivitäten der Frankfurter.In dieser Funktion führte er unter anderem das Bezahlangebot „F.A.Z. Plus“ und die preisgekrönte App „Der Tag“ ein. „Es war ein Privileg, dieser Zeitung beim digitalen Aufbruch zu helfen“, sagt Müller von Blumencron, „und es war eine Freude, gemeinsam mit einer leidenschaftlichen Redaktion und einem neu aufgestellten Verlag die Zukunft zu gestalten. Nun ist es Zeit weiterzuziehen“.

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Knop ist seit 1993 bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, bei der er auch volontierte. Nach einem Zwischenspiel als Wirtschaftsredakteur bei der Börsen-Zeitung berichtete der Betriebswirt für die FAZ als Wirtschaftskorrespondent aus Düsseldorf, New York und schließlich San Francisco. Knop gehört schon länger dem „Digital Board“ der FAZ an, das an der Weiterentwicklung der bestehenden digitalen Produkte und an neuen Ideen arbeitet. „Ich freue mich sehr, den von Mathias Müller von Blumencron erfolgreich eingeschlagenen Weg mit seinem Team weitergehen zu dürfen: Die Internet-Strategie wird weiter vorangetrieben”, erklärt Knop. So soll sich die Zahl der kostenpflichtigen Geschichten auf FAZ.NET weiter erhöhen. “Und wir werden einzelne Interessengruppen intensiver bedienen. Der Anspruch bleibt: Wir bieten den Lesern verlässliche Orientierung in unruhigen Zeiten, im Blatt und in den digitalen Angeboten.“

Die Herausgeberkonferenz der Frankfurter bedauert die Entscheidung von Müller von Blumencron, “respektiert sie aber natürlich”. Den Hamburger loben sie: Das Haus habe „enorm von seiner Erfahrung und Begeisterungsfähigkeit profitiert.“ Knop ist wie sein Vorgänger direkt den Herausgebern unterstellt.

Der Traffic der Frankfurter Allgemeinen stagniert im Internet seit geraumer Zeit. Seit über einem Jahr liegt er fast ununterbrochen im Korridor von 50 bis 60 Mio. Visits pro Monat, schwankt mal nach oben, mal nach unten. Im August 2017 erzielte FAZ.net 57,2 Mio. Visits. In den ersten Jahren hatte von Blumencron die Zahlen noch deutlich steigern können. Bei seinem Antritt im Herbst 2013 lagen die Frankfurter noch bei rund 30 Mio. Visits.

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