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Luxusreisen nach Las Vegas: So abgedreht binden Chefs Mitarbeiter ans Unternehmen

Urlaubsguru und auch andere Unternehmen schicken ihre Mitarbeiter auch mal in den wohlverdienten Urlaub – auf Firmenkosten
Urlaubsguru und auch andere Unternehmen schicken ihre Mitarbeiter auch mal in den wohlverdienten Urlaub - auf Firmenkosten

Wie bindet man Mitarbeiter an eine Firma? Das Unternehmen UNIQ GmbH, zu dem das Reiseportal Urlaubsguru zählt, lud alle 150 Mitarbeiter zu einem Trip nach Las Vegas ein – auf Firmenkosten. Es gibt noch weitere skurrile Beispiele, wie Chefs ihre Mitarbeiter für gute Arbeit belohnen und sie damit an die Firma binden.

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Weil gesteckte Ziele erreicht wurden, luden die beiden Gründer der Plattform Urlaubsguru ihre ganze Firma für eine Woche nach Sin City ein.

Chef schenkt Mitarbeitern eine Reise nach Las Vegas

Somit tauschten diese ihre Büros am Dortmunder Flughafen gegen Zimmer im stylischen Pyramiden-Hotel Luxor am Las Vegas Boulevard in den USA. Einer der wohl größten und außergewöhnlichsten Betriebsausflüge eines deutschen Unternehmens ist zu Ende gegangen und die Chefs Daniel Krahn und Daniel Marx sind sich sicher: Das war der absolute Wahnsinn. „Für uns sind in den letzten fünf Jahren Träume wahr geworden. Jetzt ist es schön zu sehen, dass wir ein bisschen was davon zurückgeben können an unsere Mitarbeiter und denen Träume erfüllen können“, sagte Daniel Krahn im Interview mit RTL. In der einen Woche in Las Vegas hat seine Seite dann auch mal Betriebsferien gemacht. Sie besuchten eine Cirque du Soleil-Vorstellung im bekannten Bellagio-Hotel und unternahmen eine Fahrt zum Grand Canyon.

Kein Einzelfall

Der Chinese machte es vor: So schickte der Mischkonzern Tiens seine Mitarbeiter, rund 6.400 Angestellte, an die Côte d’Azur. Gut die Hälfte der etwa 12.000 Angestellten sei zu dem Ausflug eingeladen worden, berichtete eine Mitarbeiterin. Die Kosten? Chinesische Medien schätzten die Ausgaben auf 13 Millionen Euro, denn die Mitarbeiter belegten in Paris etwa 140 Hotels, bekamen eine Privatführung durch den Louvre und rund 146 Busse kutschierten die Mitarbeiter an der Côte d’Azur entlang. Anlass für die Reise war das 20-jährige Bestehen des Konzerns. Tiens-Chef Li Jin Yuan ließ sich während des Trips wie ein Staatsführer bejubeln.

Bekannt wurde auch der Tech-Unternehmer Dan Price mit seiner Aktion für die Mitarbeiter. Er kürzte sein Gehalt und erhöhte im April 2015 das seiner 120 Mitarbeiter auf 70.000 US-Dollar im Jahr. Die legten daraufhin jeden Monat ein wenig Geld zur Seite um dem Chef einen Tesla zu spendieren. Doch was ist aus Price heute geworden: Zwei wichtige Mitarbeiter haben sein Unternehmen, der Bezahldienst Gravity Payments, verlassen, sein Bruder klagte gegen das Tech-Unternehmen und einige Kunden haben den Bezahldienst gekündigt. Doch die Firma gibt es heute immer noch.

Und auch in der Türkei gibt es einen bemerkenswerten Fall: Nachdem der Lieferdienst Delivery Hero den türkischen Marktführer Yemeksepeti für unfassbare 589 Millionen US-Dollar gekauft hatte, überlegte sich der CEO von Yemeksepeti das Geld aufzuteilen: CEO Nevzat Aydın beteiligte den 114 Mitarbeiter seines Unternehmens am Exit-Erlös. Für sie gab es insgesamt 27 Millionen US-Dollar, mehr als 200.000 Dollar pro Person. „Obwohl es keine Verpflichtungen oder Versprechen gab, haben wir 27 Millionen US-Dollar von dem Geld, das wir für den Verkauf des Unternehmens bekommen haben, mit den Angestellten geteilt“, sagt Aydın einer türkischen Zeitung. „Wir haben das getan, weil wir den Erfolg zusammen erreicht haben.“

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