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Mathias Döpfner schreibt Brief an CEOs: Axel Springer plant mit DAX-Konzernen Anzeigen in türkischen Medien

Springer-Chef Mathias Döpfner und der Entwurf der Unterstützer-Anzeige
Springer-Chef Mathias Döpfner und der Entwurf der Unterstützer-Anzeige

Axel Springer will zusammen mit weiteren deutschen Unternehmen Druck auf die Türkei machen, um eine Freilassung des Welt-Korrespondenten Deniz Yücel und anderer Inhaftierter aus Deutschland zu erreichen. Verlagschef Mathias Döpfner hat die Vorstandschefs der 30 Dax-Konzerne angeschrieben, um sie als Unterstützer für einen Anzeigenaktion in türkischen Medien zu gewinnen. Als erstes hatte die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung darüber berichtet.

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„Deniz Yücel ist ungewollt die Symbolfigur für die Abkehr der Türkei von freiheitlichen und demokratischen Werten geworden“, heißt es in einem Schreiben des Verlagschefs an die CEOs der deutschen DAX-Konzerne, das MEEDIA vorliegt. Weiter schreibt Döpfner darin: „Dabei wirkt wirtschaftlicher Druck. Das hat die Reaktion der türkischen Regierung auf den verschärften Reisehinweis von Außenminister Sigmar Gabriel gezeigt“.

Es wird kein Statement gegen die Türkei. Sonder eines für diese Werte, die wirtschaftlichen Erfolg ermöglichen. Wirksam ist es besonders, wenn es von Unternehmen unterstützt wird, die in der Türkei relevantes Geschäfts haben. Wir überlegen, zusätzlich zur Anzeige auch eine Webseite mit demselben Text zu veröffentlichen.
Die Bundesregierung unterstützt diese Initiative ausdrücklich und sieht sie als passende Ergänzung zu ihren Bemühungen.

Nach Informationen der FAS kommt die Aktion zustande, wenn sie von mehr als der Hälfte der angefragten Konzerne unterstützt wird. Die Reaktionen seien bisher zurückhaltend. So fürchteten Unternehmen Repressionen für ihre Mitarbeiter in der Türkei.

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Die Axel Springer SE betonte dagegen, es gebe von „einigen dieser Unternehmen“ bereits eine positive Resonanz. Man hoffe sehr, „dass genügend deutsche Unternehmen, deren Erfolg auf freiheitlichen Werten beruht, die Anzeige inhaltlich unterstützen“. Die Anzeige richte sich nicht gegen die Türkei oder die türkischen Bürger, betonte Axel Springer. Die Botschaft sei einfach, klar und deutlich: „Rechtsstaatlichkeit, die Wahrung von Grundrechten und Pressefreiheit sind essentiell für den Wirtschaftsstandort Türkei. Fehlen diese demokratischen Grundlagen, leidet die Wirtschaft.“

Nach Angaben des Auswärtigen Amtes in Berlin befinden sich aktuell 54 Deutsche in türkischer Haft. In elf Fällen geht das Ministerium von politischen Gründen für die Festnahme aus.

Mit Material von dpa

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