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8,46 Mio. sehen den Schweizer „Tatort“, Sonntags-Sendeplatz drückt „Ninja Warrior“-Marktanteile nach unten

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Der "Tatort: Zwei Leben" mit Ermittler Reto Flückiger (Stefan Gubser / vorn)

Starke Zahlen für den "Tatort" mit Ermittler Flückiger: 8,46 Mio. sahen zu - beste Zahl eines Schweizer "Tatorts" seit rund anderthalb Jahren. Auch bei den 14- bis 49-Jährigen gewann der ARD-Krimi souverän vor RTLs "Ninja Warrior Germany", das am Sonntagabend längst keine so grandiosen Marktanteile erreicht wie am Samstagabend.

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Sonntag wissen müssen:

1. Stärkster Schweiz-„Tatort“ seit anderthalb Jahren

8,46 Mio. sahen also den „Tatort: Zwei Leben“ mit Reto Flückiger. Der Marktanteil lag bei stolzen 25,0%. Im Vergleich zu den beiden vorigen Krimis aus der Schweiz lief es damit deutlich besser. Vor ziemlich genau einem Jahr kam der „Tatort: Freitod“ beispielsweise nur auf 6,79 Mio. Seher. Noch mehr Zuschauer sammelte ein „Tatort“ aus der Schweiz zuletzt im März 2016 ein: 8,83 Mio. sahen damals zu. Bei den 14- bis 49-Jährigen gewann „Zwei Leben“ den Sonntag ähnlich souverän: mit 2,30 Mio. Sehern und 18,8.

2. ZDF-Film mit halber „Tatort“-Zuschauerzahl stärkster direkter Konkurrent

Die Nummer 2 hieß um 20.15 Uhr „Ferien vom Leben“. Für den ZDF-Film entschieden sich 4,14 Mio. Menschen (12,2%), also nichtmal halb so viele wie für den „Tatort“. Bei den Privatsendern landete um 20.15 Uhr RTL an der Spitze: mit 2,46 Mio. und 7,9% für „Ninja Warrior Germany“. Deutlich besser lief es für RTL am Nachmittag: das Formel-1-Rennen aus Singapur sahen ab 14.05 Uhr 3,97 Mio. Fans – 27,2%. Das früher Aus für Sebastian Vettel verhinderte dabei offenbar noch bessere Zahlen, denn die direkten Vorberichte „Vor dem Rennen“ kamen noch auf 4,32 Mio. Seher und 30,4%. „Vor dem Rennen“ liegt in Sachen Zuschauerzahl sonst eigentlich nie vor dem Rennen.

3. „Ninja Warrior Germany“ am Sonntag mit deutlich schwächeren Marktanteilen als am Samstag – aber ähnlichen Zuschauerzahlen

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Auf den ersten Blick könnte man meinen, die Entscheidung von RTL, „Ninja Warrior Germany“ sonntags statt samstags zu Ende zu bringen, sei keine gute Idee. Am Sonntag gab es bei den 14- bis 49-Jährigen einen Marktanteil von 12,6%, samstags gab es vorher bis zu 19,6%. Allerdings: Die Zuschauerzahlen sind dabei ähnlich geblieben. 1,45 Mio. reichten am 19. August, einem Samstag, noch für 19,6%, die 1,41 Mio. nun am Sonntag, den 17. September, nur noch für 12,6%. Da bei der Werbevermarktung die Zuschauerzahl aber der wichtigere Wert ist als der Marktanteil, wurde „Ninja Warrior“ durch den neuen Sendeplatz nicht automatisch zum Flop.

4. Promi-„The Taste“ erneut klar unter Soll, „Love Island“ springt überraschend deutlich nach oben

Zufrieden mit seinen Prime-Time-Zahlen kann auch ProSieben sein: 1,19 Mio. 14- bis 49-Jährige bescherten dem Film „Exodus: Götter und Könige“ immerhin 11,5%. Sat.1 hingegen blieb mit „The Taste – Promis am Löffel“ bei miesen Zahlen von 640.000 jungen Zuschauern und 6,4% hängen. Damit landete die Show auch hinter kabel eins, wo der Bud-Spencer-Terence-Hill-Film „Zwei bärenstarke Typen“ 910.000 14- bis 49-Jährige lockte und 8,0% erzielte. Vox kam mit der „Promi Shopping Queen“ auf 5,7% bis 8,5% (die Sendung wurde in den offiziellen Quoten irrtümlich dreigeteilt ausgewiesen), RTL II mit „Seelen“ auf 4,7%. Im Anschluss sprang die Kuppel-Soap „Love Island“ überraschend auf 6,8%. Nach den desaströsen 2,2% vom Samstag gab es nun also den besten Marktanteil seit dem Start der Reihe am vergangenen Montag.

5. WDR Fernsehen punktet mit Bundesliga

Das stärkste Programm abseits der großen acht Sender lief am Sonntag im WDR Fernsehen: 1,11 Mio. Fußball-Fans sahen die „Sportschau“ mit den Bundesliga-Spielen des Tages ab 21.45 Uhr – ein Marktanteil von 3,9%. „Wunderschön“ landete vorher mit 810.000 Sehern bei soliden 2,4%. Knapp unter der Mio.-Marke blieb das BR Fernsehen um 20.15 Uhr hängen: 950.000 Seher und 2,9% sind für den „Oktoberfest Trachten- und Schützenzug 2017“ dennoch stolze Zahlen.

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Alle Kommentare

  1. Arbeiter müssen am nächsten Tag arbeiten. Daher haben Sonntags vielleicht eher Rentner TV-Zeit und stellen einen größeren Anteil.

    Und wogegen soll man Ninja Warrior programmieren ? Gegen Supertalent am Samstag oder hatte ich eine Vision beim Zappen ? Oder gegen Dance Dance Dance am Freitag ? Na also.
    Vielleicht sind diese „Serien“ auch 1-2 Folgen länger als im Vorjahr. Der schlaue PR-Mitteilungs-Leser weiss das vermutlich und kann abschätzen.
    Davon abgesehen ist noch so eben Schrebergarten-Zeit und der Wechsel nach der Sommer-Winter-Zeit-Umschaltung ist noch offensichtlicher als wann Apple seine meisten iPhones verkauft.

    RTL weiss und plant vermutlich sehr haargenau und schlau. Das sind keine Fehler. „Das ist Absicht“ würde ich als Redakteur immer vermuten und die Hintergründe und Absichten vermuten oder in Erfahrung bringen. Über iPhones (Farben, Preis, Abmessungen, Position des Finger-Sensors,…) wird hier vielleicht mehr spekuliert als über knallharte Medien-Entscheidungen bezüglich Zillionen Zuschauern und Zuschauer-Aufmerksamkeits-Minuten also Werbekontakt-Minuten.

    Probleme passieren natürlich auch RTL. Bei Promi-Haus sind schnell Sympathieträger raus gewesen finde ich.
    Und Love Island ist vielleicht online ein Erfolg weil man sonst schon die bekannten Rettungsleinen wie Doppel-Folgen und späterer Sendeplatz,… zeigen würde. 50% sind ja schon online und fehlen vielleicht in den TV-Zahlen:
    http://meedia.de/2017/08/29/game-of-thrones-bricht-in-den-usa-alle-zuschauerrekorde-auch-dank-streaming/
    Der letzte Absatz ist ja vermutlich Sky DEUTSCHLAND.

  2. Das freut einen ja, dass IHR endlich begriffen habt, dass der Marktanteil – bei gleicher Zuschauer-Zahl – enorm schwanken kann, weil er ausschließlich von Zuschauer-Gewohnheiten pro Wochentag abhängig ist. Fein fein… Man sieht damit sehr genau, welche Filme im „Herzkino“ am Sonntag noch gute Marktanteile erreichen oder welche nicht. Auch so ein Bollwerk des ZDF, das seit Jahren fast nur noch einen Weg kennt: abwärts. Witzig, dass „das ZDF“ jetzt noch eine Produktionsfirma gründet, um „bei Serien die erste Adresse zu sein“. Die Frage nach der Notwendigkeit – an Aufsichtsgremien und Politik – muss gestattet sein, denn der ganze Lerchenberg ist voll mit Personal und in Deutschland ist der Film-Markt durch die Marktmacht des ÖR „dicht“. Die Frage, wie viele unfähige Leute dort sitzen, stellt sich ebenso wie die, warum der ÖR 90 % der freien Produzentenlandschaft zu bettelnden Jammerlappen machen konnte. Oder wollen die einfach nur mit ihren Buddys in Ruhe arbeiten? Undurchsichtig ist es allemal, was da wieder läuft…
    Noch ein Tipp, weil speziell Ihr sehr auf „Trending, FakeNews“ etc. abfahrt. Die Schweizer mit ihrer „Sternstunde Philosophie“ bieten immer wieder Highlights mit Mehrwert. Unbedingt anschauen, sehr lehrreich für alle, speziell für Journalisten: https://www.srf.ch/sendungen/sternstunde-philosophie/vincent-f-hendricks-gefangen-in-der-filterblase

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