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„What Happened“: Hillary Clinton meldet sich mit Buch zur Wahlniederlage zurück – und Donald Trump kontert giftig auf Twitter

Endloses Duell: Hillary Clinton und Donald Trump
Endloses Duell: Hillary Clinton und Donald Trump

Dass diese Wunde Zeit brauchen würde, um zu verheilen, war abzusehen: Die überraschende Niederlage bei der US-Wahl 2016 gegen Donald Trump dürfte Hillary Clinton noch lange beschäftigen. Um die Deutungshoheit über den dramatischen Wahlausgang und die darauffolgenden Monate nicht zu verlieren, hat die 69-Jährige schnell ein Buch ("What Happened") geschrieben, das diese Woche in den Handel kam. Für Donald Trump eine ideale Steilvorlage, um gegen seine Erzrivalin auf Twitter auszuteilen – doch die schießt zurück...



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Donald Trump vs. Hillary Clinton: Dieses Drama dürfte noch viele Akte haben. Den nächsten hat die frühere US-Außenministerin geschrieben: „What Happened“ heißt ihr neues Buch, das diese Woche weltweit in den Handel gekommen ist.

Es ist der schnelle Versuch, die Deutungshoheit über das Unvorstellbare zurückzugewinnen: Wie konnte Hillary Clinton nur diese unverlierbare Wahl doch noch verlieren – und wie geht sie mit der bittersten Niederlage ihres Lebens um? „What Happened“ liest sich wie so viele Aufarbeitungen von (gescheiterten) Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens streckenweise selbstgerecht.

„What Happened“: Etliche Breitseiten gegen Trump

Die Wiederaufnahme der Ermittlungen durch den damaligen FBI-Chef Comney elf Tage vor der Wahl sei schuld, führt Clinton als Hauptgrund für ihre Niederlage an – und mag damit recht haben; eine selbstkritische Auseinandersetzung mit ihrem Wahlkampf fehlt allerdings über weite Strecken.

Dafür spart Clinton natürlich nicht mit einer harten Abrechnung gegenüber Donald Trump: „Das ein oder andere Mal dachte ich, was, wenn ich die Wahl, die ich hätte gewinnen müssen, gegen einen unqualifizierten Tyrannen verliere“, stellt sich Clinton ein Zwiegespräch mit ihrem 1993 verstorbenen Vater vor.

„Er war auffälliger und konnte sich besser verkaufen“

Clinton beschreibt ausführlich, wie und wann sie Trump im Vorfeld begegnet ist und macht aus ihrer Abneigung keinen Hehl: „Er war ein Anhängsel der New Yorker Szene, als ich Senator war, wie eine Menge bonziger Immobilienmenschen in der Stadt, er war nur auffälliger und konnte sich besser verkaufen“, beschreibt Clinton ihren späteren Rivalen auf den ersten Seiten des Buches denkbar abschätzig.

Als die Clintons 2005 zu Trumps Hochzeit mit Melania eingeladen wurden, wunderte sich Hillary und stellt heraus:  „Wir  waren keine Freunde. Also nahm ich an, dass er so viel Starpower kriegen wollte, wie er nur bekommen konnte.“

Trump twittert zurück

Während Hillary Clinton seit Dienstag mit ihrem Werk durch die Talkshows tourt, ließ der amtierende US-Präsident erwartungsgemäß keine Zeit verstreichen, um über Clintons Buch auf Twitter herzuziehen. Den ersten Tweet formulierte Trump noch halb verschlüsselt ohne Namensnennung.

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„Es ist faszierend, Leuten dabei zuzusehen, wie sie Bücher und große Artikel über mich schreiben, obwohl nichts über mich wissen und null Zugang zu mir haben. FAKE NEWS!“ twitterte Trump in bekannter Rhetorik am Dienstag, dem Tag der Buchveröffentlichung.

„Die betrügerische Hillary gibt allen (und jedem) die Schuld für ihre Wahlniederlage“

Doch der große mediale Buzz, den das „What Happened“ seitdem verursacht hat, scheint Trump zugesetzt zu haben. In zwei weiteren Tweets legte Trump heute nach – diesmal direkt an Hillary Clinton gerichtet. „Die betrügerische Hillary gibt allen (und jedem) die Schuld für ihre Wahlniederlage. Sie hat die Debatten und ihre Richtung verloren“, twitterte Trump, als wäre es wieder Wahlkampf.

Und weiter: „Die „Bedauernswerten“ haben Clinton heimgesucht. Sie haben ihre Meinung laut und klar geäußert. Sie hat viel Geld investiert, hatte es am Ende aber nicht drauf“, watschte Trump seine Rivalin einmal mehr ab.

Hillary Clinton kontert: „Versuch es doch mal mit diesem Buch…“

Doch Clinton war auf die Twitter-Attacke offenbar bestens vorbereitet und konterte Trump mit einem Verweis auf ein 1996 veröffentlichtes Kinderbuch „It Takes a Village“.

„Wenn dir das Buch nicht gefällt, versuch es doch mal mit diesem – es gibt dort einige gute Lektionen über Zusammenarbeit und wie man Probleme löst. Schicke dir gern ein Exemplar“, twittere Clinton mit beißendem Spott zurück. Donald Trump vs. Hillary Clinton: Dieses (Twitter-)Duell wird nie alt…

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