Anzeige

ZDF startet stark in seine letzte Champions-League-Saison, RTL IIs „Love Island“ stürzt ab

Love-Island.jpg
RTL IIs "Love Island"

Die für das ZDF mangels Rechten vorerst letzte Champions-League-Saison hat dem Sender gleich zum Start wieder Top-Quoten beschert: 6,88 Mio. Fans sahen den Tottenham-Sieg gegen Borussia Dortmund. Zu den Verlierern des Abends gehörte hingegen RTL IIs Kuppel-Trash "Love Island", der am dritten Abend nun bereits unter das Sender-Normalniveau fiel.

Anzeige

Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Mittwoch wissen müssen:

1. Champions League mit besseren Premieren-Quoten als vor einem Jahr

6,88 Mio. sahen also die mit Spannung erwartete Champions-League-Partie zwischen Tottenham und Dortmund. Der Marktanteil lag damit bei satten 24,0%. Damit startete das ZDF besser in die Saison als vor einem Jahr, als das Spiel zwischen Warschau und Dortmund 5,93 Mio. (22,2%) einschalteten. Auch bei den 14- bis 49-Jährigen gewann der Fußball den Mittwoch: 1,84 Mio. Fans entsprachen hier 18,6%.

2. ARD-Film-Premiere hält sich wacker

Der stärkste Prime-Time-Konkurrent des ZDF lief am Mittwoch im Ersten. Immerhin 3,77 Mio. entschieden sich dort für die Film-Premiere „Falsche Siebziger“, der Marktanteil lag bei sehr ordentlichen 12,6%. Die Privaten landeten hingegen recht deutlich dahinter: „Die 25 verrücktesten Geschichten, die das Leben schrieb“ lockten zum Beispiel 2,40 Mio. (8,1%) zu RTL.

3. Solide Zahlen für RTL, schwache für ProSieben und Sat.1

Bei den 14- bis 49-Jährigen waren „Die 25 verrücktesten Geschichten, die das Leben schrieb“ von RTL der stärkste Fußball-Konkurrent. Immerhin 1,19 Mio. junge Menschen interessierten sich für die Rankingshow von RTL – solide 12,1%. Klar unter dem Soll landeten hingegen ProSieben und Sat.1: ProSieben mit dem Film „In Time“, den nur 690.000 14- bis 49-Jährige (7,1%) einschalteten, Sat.1 mit „House Rules – Das Renovierungsduell“, das nur 560.000 (5,8%) sehen wollten.

4. RTL IIs „Love Island“ stürzt unter 5%, kabel eins mit desaströsem Abend

Die drei Sender der zweiten Privat-TV-Liga kamen am Mittwochabend auch unter die Räder. RTL II kam mit den „Teenie-Müttern“ und der „Babystation“ zunächst auf 4,7% und 5,1%, die Kuppel-Soap „Love Island“ erreichte ab 22.15 Uhr – zu großen Teilen also nicht mehr gegen den Fußball – auch nur noch 4,8%. Schon am dritten Tag fiel sie also unter das RTL-II-Normalniveau. Vox erreichte mit zweimal „Rizzoli & Isles“ und einmal „Major Crimes“ unterdessen 5,5% bis 5,7%. Am schlechtesten lief es für kabel eins, wo „Das Streben nach Glück“ mit 260.000 14- bis 49-Jährigen nur 2,7% erzielte – und „Rush Hour“ danach auch nur auf 3,6% kam.

5. Auch Sky mit tollen Champions-League-Zahlen, zdf_neo knackt mit „Ein starkes Team“ die 2-Mio.-Marke

Nicht nur im Free-TV, auch im Pay-TV lockte der Champions-League-Auftakt viele Menschen an. 1,07 Mio. sahen die Übertragungen ab 20.45 Uhr bei Sky – stolze 3,7%. Bei den 14- bis 49-Jährigen reichten 560.000 Fans sogar für 5,7%. Das größte Interesse bestand dabei an der deutschen Konferenz, die 450.000 einschalteten. Die normale Konferenz kam auf 330.000 Seher, das Dortmund-Spiel auf 160.000 und Leipzig-Monaco auf 110.000. Für die restlichen Einzelpartien ohne deutsche Beteiligung blieben 20.000 Zuschauer. Bei den Free-TV-Sendern ist abseits der großen Acht noch zdf_neo erwähnenswert: „Ein starkes Team“ schalteten dort um 20.15 Uhr sagenhafte 2,02 Mio. (6,8%) ein – nur das ZDF, Das Erste und RTL waren in der Prime Time erfolgreicher. „Wilsberg“ sahen im Anschluss noch 1,33 Mio. (5,5%).

Anzeige

Alle Kommentare

  1. http://meedia.de/2017/08/29/game-of-thrones-bricht-in-den-usa-alle-zuschauerrekorde-auch-dank-streaming/
    Die Hälfte der Zuschauer sind wohl streaming. Ist das da auch drin oder sind es 40 Tage Verzögerung womit Ihr es nicht in Eure Monats-Statistiken reinrechnen könnt ?
    http://meedia.de/2016/09/28/die-agf-fuehrt-im-januar-endlich-gemeinsame-tv-und-streaming-reichweiten-ein/

    Wenn der Ehemann Fußball auf dem 699-Euro-UHD1-8Megapixel-65″-TV schaut, dann schaut die Frau halt online am Tablett oder Laptop oder am SmartTV im Schlafzimmer im Webbrowser.

    Was mit wirklich schlechten Sendungen passiert, wissen wir doch schon an Beispielen:
    – Mehrere Teile hintereinander zeigen (ist Love Island längst abgedreht ?)
    – Sendeplatz auf später legen und was mit wahrscheinlich besseren Zuschauerzahlen zeigen.
    – vorzeitig beenden so das bald vielleicht Prominente auftauchen welche gedreht aber vielleicht nie ausgestrahlt wurden.
    Falls das nicht passiert, ist der vermeintliche unter-senderschnitt vielleicht nur optisch und die armen Sender kriegen viel mehr Werbezeiten in der nächsten Koalitions-Runde und können alle 8 Minuten Werbung zeigen um von USA gekauft zu werden.
    http://www.golem.de/news/don-daglow-mehr-erfolg-bei-us-spielern-1208-93803.html
    „GOLDENE ZEITEN“: http://meedia.de/2017/08/30/ausweitung-der-primetime-werbezeiten-rtl-rechnet-2019-mit-groesseren-spielraeumen-fuer-tv-sender/

    Er wäre also schön, Onlinekorrekturfaktoren zu vermuten und anzugeben damit man die echten Zuschauer-Zahlen besser abschätzen kann.

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige