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Unruhe bei Axel Springer: Stellenabbau bei Print droht und Harald Wahls ist vor dem Absprung

Bei Springer nach MEEDIA-Infos vor dem Absprung: Harald Wahls
Bei Springer nach MEEDIA-Infos vor dem Absprung: Harald Wahls

Die geplante Aufspaltung der Verlagsorganisation von Axel Springer in Print und Digital sorgt in der Belegschaft für Unruhe. Vor allem in der neu geschaffenen Printsparte droht ein Stellenabbau. Doch auch im Management steht offenbar ein Top-Mann vor dem Absprung: Harald Wahls, der bislang Mitgeschäftsführer des Springer/Funke-Vermarkters Media Impact war.

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Es war ein Personal-Coup, der in der Branche für viel Aufmerksamkeit sorgte: Im vergangenen Jahr holte Christian Nienhaus zwei namhafte Mediengrößen an die Spitze des Springer/Funke-Vermarkters Media Impact: Harald Wahls, ehemals Geschäftsführer der in der Funke Mediengruppe erscheinenden Braunschweiger Zeitung, sowie Daniela Sakowski, lange Zeit Geschäftsführerin der Funke Zeitschriften Marketing GmbH.

Jetzt hat Axel Springer den Vermarktungsbereich neu ausgerichtet. Den Vorsitz der Geschäftsführung von Media Impact (MI) übernimmt künftig Hans Hamer, bislang Verlagsgeschäftsführer Auto-, Computer- und Sport-Gruppe. Über Media Impact thronen Stephanie Caspar als Managerin, die künftig die Digitalaktivitäten übergreifend für alle Medienmarken steuert und die Digitalvermarktung innerhalb der MI, Christian Nienhaus steuert künftig als Verantwortlicher markenübergreifend den neu geschaffenen Print-Bereich sowie die Vermarktung.

Ob und wo Wahls und Sakowski allerdings in der neuen Struktur einen Platz finden, dazu hüllt sich der Springer-Konzern in Schweigen. Springer-Manager sind verwundert darüber, dass der Berliner Medienkonzern über den weiteren Verbleib der beiden Top-Leute im Konzern bislang kein Wort rauslässt. Doch nach Informationen von MEEDIA steht Harald Wahls vor dem Absprung. Er soll dem Vernehmen nach das Unternehmen verlassen. Wohin es ihn zieht, ist allerdings unklar. Eine Verlagssprecherin will sich auf Anfrage von MEEDIA zu den Personalspekulationen nicht äußern.

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Unterdessen wächst die Unruhe in der Belegschaft über die Spaltung der Springer-Organisation in die beiden Bereiche Print und Digital. Die Berliner wollen die Organisation so aufstellen, dass die Medienmarken wie Bild und Welt künftig teamübergreifend betreut werden. Bisher galt ein anderes Modell: Von Marketing-Experten, Controllern bis Software-Entwicklern – eine eigene Mannschaft kümmerte sich ausschließlich um eine Medienmarke. Wie MEEDIA aus Verlagskreisen erfuhr, werden aber durch den Umbau Doppelfunktionen abgebaut. Dadurch soll es offenbar zu einem Aderlass beim Personal kommen.

Betroffen hiervon sei vor allem der Print-Bereich, heißt es. So kursieren bereits Zahlen über einen Personalabbau im zweistelligen Bereich. Die Rede ist von 30 bis 50 Mitarbeitern. Springer dementiert die Zahlen klar, betont aber, dass durch die Neuausrichtung Stellen gestrichen werden könnten. Eine Springer-Sprecherin hierzu: „Es geht bei der Neuaufstellung nicht um Personalabbau. Da wir Komplexität, vor allem auf den Leitungsebenen, reduzieren, werden auch Stellen wegfallen. Wie die endgültige Aufstellung der Einzelteams aussehen soll, wird jetzt erarbeitet, hierzu gibt es noch keine Entscheidungen“, so eine Verlagssprecherin gegenüber MEEDIA.

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