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„Der junge Pfleger grillt die Kanzlerin besser als alle TV-Duell-Moderatoren“: Azubi wird nach ARD-„Wahlarena“ im Netz gefeiert

Für seine Hartnäckigkeit im Gespräch mit Angela Merkel wurde ein junger Pfleger von den Zuschauern gelont
Für seine Hartnäckigkeit im Gespräch mit Angela Merkel wurde ein junger Pfleger von den Zuschauern gelont

Am Montagabend fand im Ersten die "Wahlarena" mit Angela Merkel statt. Die Kanzlerin stellte sich in dem Format den Fragen der Bürgerinnen und Bürger. Zu Wort kam unter anderem auch ein junger Azubi, der Merkel mit dem gravierenden Fachkräftemangel in der Krankenpflege konfrontierte. Dabei ließ er sich von ihr nicht abwimmeln, gab sich mit keinen Phrasen zufrieden – und wurde dafür von den Zuschauern der Sendung im Netz gefeiert.

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„In Artikel 1 des Grundgesetztes steht: Die Würde des Menschen ist unantastbar“, begann der Alexander Jorde seine Frage. Jorde macht eine Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger. Er arbeite jetzt seit einem Jahr in Krankenhäusern und Altenheimen, erzählt er, und habe erlebt, „dass diese Würde tagtäglich in Deutschland tausendfach verletzt wird.“ So müssten Menschen zum Teil stundenlang in ihren Ausscheidungen liegen, klagt der junge Mann an.

Angela Merkel wirft er vor, in den zwölf Jahren ihrer Amtszeit „nicht viel für die Krankenpflege“ getan zu haben. Die Bundeskanzlerin versprach, sich für die Überwindung des Fachkräftemangels und eine Verbesserung der Bezahlung einzusetzen. Außerdem rief sie die Krankenpflegerinnen und Krankenpfleger dazu auf, in Tarifverhandlungen „selbstbewusst“ für höhere Löhne zu kämpfen. „Ich hoffe, dass es in zwei Jahren besser ist“, sagte Angela Merkel zu Alexander Jorde und gab allerdings auch zu: „Ich kann Ihnen nicht versprechen, dass zum Schluss alles zu bester Zufriedenheit ist, aber es wird mehr Standard da reinkommen.“

Doch damit wollte sich Jorde nicht zufrieden geben: „Das kann gar nicht funktionieren“, erwiderte er sofort und ließ nicht locker. Immer wieder bohrte er nach: „Pflegekräfte fallen nicht vom Himmel und man kann nicht alle aus dem Ausland holen“. Und immer wieder fragte er: „Wie wollen Sie es denn erreichen?“


Bei Twitter wird der Azubi noch während der Sendung für seine Hartnäckigkeit gelobt:

Auch ARD-Korrespondent Arnd Henze fand lobende Worte:

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