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“Bereitschaft ihrer Kunden nicht überstrapazieren”: Neue Studie zeigt Angst der Deutschen vor Hyperpersonalisierung und Targeting

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Der Kampf um immer bessere und genauere Konsumenten-Daten und ihre immer genauere und bessere Nutzung für Werbezwecke wird sicherlich zu den Top-Themen der am Mittwoch startenden Dmexco gehören. Zudem bilden sich in Deutschland gerade zwei neue Daten-Allianzen, die ein Gegengewicht zu Google und Facebook bilden wollen. In einer aktuellen Umfrage mahnt YouGov allerdings einen verantwortungsbewussten Umgang mit der Hyperpersonalisierung an. Denn die Verbraucher stehen dem Thema sehr kritisch gegenüber.

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So zeigt die Studie, dass die Mehrheit der Deutschen personalisierte Werbung mehrheitlich (53 Prozent) ablehnend gegenüber stünde. Obwohl 56 Prozent bereits Kundenvorteilsprogramme wie Payback nutzen würden.

Neben der knapp mehrheitlichen Ablehnung plagen die Deutschen auch massive Ängste bezüglich der Verwendung ihrer persönlichen Daten. 70 Prozent haben Bedenken, dass ihre persönlichen Informationen in die falschen Hände geraten.

Die Macher der Studie raten deshalb den Unternehmen, die auf Kundendaten setzen, stets möglichst viel Transparenz und Kontrolle über die Verwendung der persönlichen Daten ihrer Kunden zu gewährleisten. “Die Mehrheit (79 Prozent) der Konsumenten möchte jederzeit wissen, welche Daten das Unternehmen für die personalisierte Ansprache konkret über sie sammelt bzw. besitzt”, schreiben die Autoren.

Neben der Werbewirtschaft, die auf Kundendaten und Hyperpersonalisierung setzt, arbeiten auch die großen Internet-Konzerne wie Amazon, Google und Facebook mit einer klaren Gewinnerzielungsabsicht mit den Daten von Web-Nutzern.

Zudem bilden sich gerade zwei weitere Daten-Allianzen. So schlossen sich unter dem Label Verimi unter anderem Axel Springer und Mercedes Benz zusammen. Ein zweiter Verbund besteht aus RTL, ProSiebenSat.1 und den Web-Marken von United Internet (u. a. GMX, Web.de).

“Unternehmen, die an Kundendaten interessiert sind, sollten dabei die Bereitschaft ihrer Kunden nicht überstrapazieren”, heißt es in dem Report der Marktforscher. Informationen über Wohnort, Alter und Geschlecht, Gesundheitsfragen wie Allergien oder auch Einkaufsgewohnheiten wären wohl rund ein Drittel aller Befragten bereit zu liefern. “Die Preisgabe von Daten zu den eigenen Finanzen, zur Internetnutzung und zum eigenen Gemütszustand wird jedoch von der überwiegenden Mehrheit abgelehnt.”

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