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Verlagsallianz setzt Presse-Grosso unter Druck: „System ist zu komplex, zu schwergängig und zu ineffizient“

Burda-Vorstand Philipp Welte, Allianz der Großverlage in den Grosso-Verhandlungen: „Wir brauchen ein zukunftsfähiges Modell für die gesamte deutsche Verlagswelt“
Burda-Vorstand Philipp Welte, Allianz der Großverlage in den Grosso-Verhandlungen: "Wir brauchen ein zukunftsfähiges Modell für die gesamte deutsche Verlagswelt"

Dunkle Wolken über den Grosso-Verhandlungen: Aus Enttäuschung über eine zu geringe Bereitschaft zur Modernisierung der Vertriebsstrukturen bleibt die Allianz von sechs Großverlagen dem Grosso-Kongress in Baden-Baden geschlossen fern. Das Ende der Fahnenstange scheint erreicht, falls sich die Grossisten nicht bewegen. MEEDIA sprach mit Burda-Vorstand Philipp Welte über Krise und Handlungsoptionen.

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Anfang 2017 war die Verlagskoalition aus sechs Verlagen (Bauer Media, Funke, Axel Springer, Burda, Klambt und Spiegel-Verlag) geschmiedet worden – mit dem Ziel, den Presse-Vertrieb nachhaltig zu modernisieren, damit Printmedien auch in Zukunft in jeder Ecke von Deutschland frei zugänglich sind. Hinzu kommt die Neuverhandlung der Handelsspannen, da die jetzige vertragliche Regelung Anfang 2018 ausläuft.

Größter Knackpunkt: die aus Sicht der Verlage deutlich zu große Zahl der Grossobetriebe. Doch eine Reihe von Verhandlungen zwischen der Allianz und dem Verband Presse-Grosso brachte bislang kein Ergebnis, die Verhandlungen drohen zu scheitern. Die Mitgliederversammlung des heute beginnenden Kongresses in Baden-Baden wird morgen den Ausschlag geben, ob weiter verhandelt wird. Gegenüber MEEDIA äußert sich Burda-Vorstand Philipp Welte, der die Allianz 2016 initiiert hatte.

Sechs Verlagshäuser, die sich zu einer Allianz zusammengefunden haben, sind mit den Verhandlungen mit dem Presse-Grosso unzufrieden und bleiben auch dessen Kongress fern, der heute in Baden-Baden beginnt. Wie kam es zu der Eskalation?
Philipp Welte: Wir haben unsere Allianz der Verlage vor ziemlich genau einem Jahr geschlossen mit dem Ziel, die Verhandlungen über eine neue Branchenvereinbarung mit dem Grosso-Verband zu nutzen, um mit den Grossisten über eine grundsätzliche Modernisierung unseres Vertriebssystems zu reden. Unsere gemeinsame Vision war und ist es, dass wir die wirklich einzigartige Vielfalt der Zeitungen und Zeitschriften in Deutschland erhalten wollen, wir sind aber genau deshalb auch davon überzeugt, dass das Vertriebssystem zukunftsfähig und krisenresistenter gemacht werden muss. Also haben wir mit der Mechanik der Vergangenheit, in der jeder Verlag für sich selbst verhandelt hat, gebrochen, um gemeinsam nach Wegen in die Zukunft zu suchen. Uns geht es nicht um Partikularinteressen sondern darum, das Gesamtkonstrukt im Interesse unserer gesamten Branche weiterzuentwickeln.

Ist das System denn insgesamt so schlecht?
Nein, wir haben vermutlich weltweit das beste Vertriebssystem für Zeitungen und Zeitschriften, aber es ist deutlich in die Jahre gekommen. Deshalb müssen wir es jetzt den völlig veränderten Bedingungen des 21. Jahrhunderts anpassen, und unser erklärtes Ziel ist es, das gemeinsam mit dem Verband der Grossisten zu schaffen. Wir haben in den letzten Monaten in mehreren intensiven Verhandlungsrunden mit den Grossisten an Lösungswegen gearbeitet. Zuletzt hat unsere Allianz ihr Konzept dem Grosso-Vorstand am 1. September präsentiert. Und wir haben in diesem Gespräch die Notwendigkeit einer grundlegenden Modernisierung des Systems nochmal unterstrichen, weil es deutliche Mängel in seiner Effizienz und seiner Resilienz (gemeint ist die Robustheit in Krisen, die Red.) hat.

Was war das Ergebnis?
Es besteht die akute Gefahr, dass unsere Vorschläge abgelehnt werden und die Verhandlungen scheitern. Daraufhin haben wir uns entschlossen, nicht nach Baden-Baden zu gehen, weil es keinen Sinn macht, dort in Nostalgie zu schwelgen, während der Grosso-Verband leichtfertig um die Zukunft des Vertriebssystems pokert. Die Situation ist tatsächlich prekär, denn entweder entschließen sich die Grossisten, gemeinsam mit uns an einer innovativen Veränderung des Systems zu arbeiten, oder wir Verlage müssen andere Wege gehen. Ich hoffe, dass unser Schritt den Grossisten die wirklich bedrohliche Dimension deutlich macht.

Ist der Boykott nicht eher ein Bluff? Sind die Verlage wirklich stark genug, im Zweifel ohne die Grossisten klar zu kommen?
Nicht ohne Grossisten, aber in einer modernisierten Struktur. Letzten Endes ist es die Aufgabe des Grosso, die Produkte der Verlage zum Handel zu bringen, aber das System dafür stammt aus dem letzten Jahrhundert. Wir Verlage brauchen den flächendeckenden und diskriminierungsfreien Vertrieb in Deutschland, und das lässt sich heute auch anders und effektiver organisieren. Das sehen viele Grossisten genauso und denken offensiv über Veränderungen nach, aber in den Gesprächen mit dem Grosso-Vorstand sind wir über die grundsätzliche Erkenntnis der Notwendigkeit von Veränderungen nicht hinausgekommen. Und das ist ganz klar zu wenig.

Das klingt dennoch ein bisschen nach Verhandlungstaktik: Viel fordern, um das bestmögliche Ergebnis für die eigene Seite durchzusetzen…
Eben nicht. Wir haben es uns nicht einfach gemacht mit den Vorschlägen, die wir für Strukturverbesserungen gemacht haben. Wir Verlage sind ja auch an Grosso-Unternehmen beteiligt und kennen das Metier. Wir wissen also, wo und wie Effizienzgewinne möglich sind. Unsere Vorschläge sind also nicht weltfremd, sondern nah dran an der Marktrealität. Umso größer ist die Enttäuschung, dass die Innovationswilligkeit der Grossisten bislang so gering scheint.

Was haben Sie den Grossisten den vorgeschlagen, was wollen Sie in den Verhandlungen erreichen?
Im Kern geht es darum – und das ist zugleich der schwierigste Punkt – das System zu konsolidieren. Es benötigt eine deutlich geringere Zahl von schlagkräftigen und resistenten Betrieben, um den Handel deutschlandweit mit Zeitungen und Zeitschriften zu versorgen. Leider ist die Geschwindigkeit des dafür notwendigen Fusionsprozesses bislang einfach zu gering.

Greifen die Verlage mit dieser Forderung nicht in die Autonomie des Grossosystems ein – so, als ob die Grossisten von Ihnen fordern würden, die Zahl der Verlage zu verringern?
Nüchtern betrachtet erbringen die Grossisten eine Dienstleistung für die Verlage. Wir Verlage garantieren hier in Deutschland eine weltweit einzigartige Vielfalt an Medien und damit auch an Meinungen, und wir sehen unsere Mission darin, qualitativ hochwertigen, unabhängigen Journalismus auch unter radikal veränderten Marktbedingungen sicherzustellen. Die Aufgabe der Grossisten ist es, diese Produkte deutschlandweit zu verbreiten, dafür übertragen wir unsere Lieferrechte an die Grosso-Betriebe. Aber wir Verlage sehen die Veränderungen in unseren Märkten eben sehr deutlich und gehen selbst seit mindestens zehn Jahren durch teilweises sehr schmerzhafte Transformationsprozesse. Wir investieren Jahr für Jahr Millionen in die Weiterentwicklung unserer eigenen Strukturen und sind durch tiefe Täler gegangen. Jetzt wollen und müssen wir auch das System des Vertriebs unserer Produkte weiterentwickeln. Es ist heute noch zu komplex, zu schwergängig und zu ineffizient für das Jahr 2017 und für unsere Zukunft.

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Welchen Nachteil haben die Verlage Ihrer Ansicht nach dadurch?
Am Ende ist die heutige Struktur nicht effizient und deshalb zu teuer. Ein zu großer Teil unserer Wertschöpfung bleibt in diesen Ineffizienzen hängen. Ein Beispiel dafür sind Investitionen etwa in moderne Technologien, die in größeren Einheiten Sinn machen, für kleine aber praktisch nicht möglich sind. Die Parzelliertheit ist damit in letzter Konsequenz innovationsfeindlich.

Warum sind Sie in den lange laufenden Verhandlungen da nicht einen Schritt weitergekommen? Immerhin haben Sie doch eine Reihe von Großverlagen, die an einem Strang ziehen.
Die grundlegende Einsicht ist sicher da, die Grossisten haben an dieser Strukturfrage auch mit einer Unternehmensberatung gearbeitet. An welchem Widerstand eine Einigung jetzt letzten Endes zu scheitern droht, können wir noch nicht beurteilen. Uns Verlagen ist aber klar, dass wir auf die Notwendigkeit eines Transformationsprozesses nun mit einer anderen Nachhaltigkeit hinweisen müssen. Natürlich ist für den Moment immer angenehmer, sich Veränderungen zu verweigern, es führt am langen Ende aber zur Implosion des Systems.

Der Dissenz ist nun publik. Wie wird es weitergehen?
Wir appellieren an die Vernunft des Verbands und seines Vorstands, weiter gemeinsam mit uns an der Modernisierung des Vertriebssystems zu arbeiten. Wenn die Grossisten sich dem verweigern, müssen wir diesen Teil unseres Geschäfts tatsächlich anders organisieren. Das wäre dann die einzige Alternative, die uns bliebe. Wir müssen Wege suchen, unsere Zeitschriften und Zeitungen in den Handel und damit zum Konsumenten zu bringen, das ist die Lebensader unserer gesamten Verlagsindustrie und damit der wirtschaftliche Näherboden einer einzigartigen Medienvielfalt. Wir müssen für diese Herausforderung eine für alle funktionierende Lösung finden, denn bei allem, was wir tun, agieren wir nicht für die sechs Verlage in der Allianz, sondern für die gesamte Branche. Wir brauchen ein zukunftsfähiges Modell für die gesamte deutsche Verlagswelt.

Sie scheinen entschlossen, sich in diesem Punkt gegenüber dem Grosso durchzusetzen…
Wir wollen nicht uns durchsetzen, sondern eine beschleunigte Veränderung in Gang setzen. Die Verlage gehen seit Jahren durch schmerzhafte Transformationsprozesse. Wir vermarkten anders, wir produzieren anders, wir haben digitale Kanäle und digitale Technologie tief in unsere Arbeit integriert. Aber die Lebensader unserer ganzen Industrie ist und bleibt weiterhin das Regal im Einzelhandel, und der Weg zu dieser Lebensader ist für uns eminent wichtig. Wenn wir Strukturen und Prozesse hier nicht auch verändern, wird das System auf kurz oder lang zusammenbrechen. Die Situation ist ernst und die Frist für eine Einigung kurz, weil unsere Verträge Anfang 2018 auslaufen. Und wir sind hier zum Handeln gezwungen, weil wir als Verlage die Vielfalt der Presse und damit die Freiheit von Information und Meinung in unserer Demokratie garantieren. Dafür werden wir immer kämpfen.

Was sähe ein alternatives Vertriebssystem denn aus?
Natürlich haben wir ein alternatives Szenario für den Fall des Scheiterns der Verhandlungen durchdacht. Wir brauchen ein effizientes System für den Vertrieb unserer Titel, und wir sind dabei von den überkommenden Strukturen aus dem letzten Jahrhundert nicht abhängig. Aber es steht auch außer Frage, dass wir nicht grundsätzlich ein anderes System wollen, sondern das bestehende System verändern, modernisieren.

Was ist Ihre Prognose? Wird es zu einer Einigung kommen?
Wir sind sehr besorgt darüber, dass die Verhandlungen jetzt nach Monaten der intensiven Gespräche und des Gedankenaustauschs zu scheitern drohen. Vielleicht war nicht allen klar, wie ernst uns die Sache ist. Ich hoffe, dass sich das in den letzten drei Tagen geändert hat.

 

 

 

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Alle Kommentare

  1. Der Markt der Printmedien wird immer schwerer. Hier ist nur ein gemeinsamer Weg möglich mit einem guten Kompromiss und entgegenkommen sowohl von Verlagen als auch von Grossoseite. Da dürfen nicht nur einseitige Forderungen im Raum stehen sondern auch der Blick auf gut verkäufliche Titel und eine Straffung des Pressemarktes. Deutlich überhöhte Remissionen müssen auch im Sinne der Einzelhandels gesenkt werden.

  2. Stehen da auch klare Aussagen was er konkret vor hat oder habe nur ich es übersehen ?

    Vielleicht geht es nur darum, mehr verschiedene Titel und Menge in die Supermarktregale zu drücken um die sinkenden Verkaufszahlen optisch noch eine Weile oben zu halten.
    Die wahre Wirtschaftspresse würde ehemalige Verlags-Mitarbeiter befragen, weil viele ja inzwischen in Corporate-PR oder so arbeiten müssen. Das hat ja sehr gut geklappt und man sollte eine Hand voll Fragen jeden Monat an die DAX-Konzerne stellen und die Leser helfen gerne: http://meedia.de/2017/09/06/fair-share-appell-von-gruner-jahr-chefin-julia-jaekel-was-die-dax-30-konzerne-sagen/

    Hier war Sportbild bei ich glaube Penny (damit vielleicht auch Rewe) und Netto im Regal. Manche beklagen sich ja, das sie die nirgendwo kaufen können was man vielleicht als eines seiner Argumente für moderneres Grosso interpretieren könnte. Allerdings dürften die in Bremen ausverkauft sein wenn Bremen gespielt hat und woanders bleiben sie dann vielleicht liegen. Nachbestellen usw. gibts ja nicht. Das MUSS per App erfolgen. Buchhandlungen kriegen auch jeden Tag eine Lieferung mit den Bestellungen und Apotheken zwei mal täglich.
    Eine ZentralApp für den Supermarktkunden am Handy und die Supermärkte+Tankstellen+Zigaretten&Zeitschriften-Läden haben einen Beutel „Spitze“ extra nur für die BESTELLTEN Zeitschriften wäre trivial und ohne relevanten Grosso-Mehraufwand machbar. Im Rahmen der normalen Updates wäre das somit kostenlos schnell etabliert und sobald es im Supermarkt gescannt wurde kriegt der Kunde in der App eine Notification und holt es ab oder lässt es abholen. Pflegedienste würden viel Zeit einsparen.

    Automatische Bezugsregulierung des schlauen Grossos verhindert die bei anderen Vertriebswegen (Bahnhöfe?) womögliche teilweise deutliche Überbelieferungen mit Exemplaren. Trittin hätte durchschnittliche Remissionsquoten über 20% (zwanzig) Prozent bestrafen können. Der Supermarktchef entscheidet vielleicht die Titel aber die verkauften Zahlen entscheiden im Grosso-Computer, ob der Supermarkt 7 oder 10 oder 5 Stück pro Tag bekommt oder am Wochenende mehr oder weniger. Urlaubs-Gebiete beispielsweise. Der Supermarkt packt nur aus was er bekommt soweit mir bekannt. Überbelieferung gibts also wohl nicht.

    Die Kassenärztliche Vereinigung verhinderte Clan-Wirtschaft wo ein korrupter Krankenkassenchef seinen Schwager als Zentralarzt für das ganze Kreisgebiet deklariert. Dank Kassenärztlicher Vereinigung gibts hingegen wohl freie Arztwahl.
    Wenn die Verlage mit den Einkäufern exclusiv-Verträge aushandeln, gibts in manchen Supermärkten oder Tankstellen dann vielleicht nur noch Springer-Titel oder die kriegen 90% der Verkaufsfläche. Grosso als Mittler ist vielleicht sehr schlauer.

    „Ein Beispiel dafür sind Investitionen etwa in moderne Technologien, die in größeren Einheiten Sinn machen, für kleine aber praktisch nicht möglich sind.“
    Nennt doch mal drei erfolgreiche IT-Projekte von Deutschland ? Wahlsoftware oder Updatebare Firmwares gehören wohl nicht dazu… Auf in Dieselgate-Update warten wir doch wohl auch schon seit bald zwei Jahren.

    „Die Parzelliertheit ist damit in letzter Konsequenz innovationsfeindlich.“
    Steht hier nicht das Gegenteil und Apple steht für pure Profite statt Miswirtschaft, Untergang und Staats-Überschuldung: http://meedia.de/2017/07/25/in-diesem-alten-video-erklaert-apple-gruender-steve-jobs-laut-richard-gutjahr-das-dilemma-der-auto-industrie/
    Monopolisierung und vielleicht noch Zentral-Software mit dick dotierten und jährlich teurer werdenden Wartungs-Kosten sind also deutschland-Verbessernd ? „Paket-Nomaden“ gäbe es nicht mehr, wenn man statt teurer MDE-Geräte das 50-Euro-Handy vom Postboten benutzen würde.
    JEDE INNOVATION IST NUR HANDY HANDY HANDY HANDY. Barcodes scannen können die auch mit 20(?)-Megapixel-Kameras und 3 Gigabyte RAM für 300 Euro. Was kosten Barcode-Scanner laut Preisliste und was kosten IT-Projekte ? Der Mittelständler weiss das haargenau.
    http://meedia.de/2016/03/16/thunder-soll-fuer-alle-sein-burda-will-mit-anderen-publishern-eigenes-open-source-cms-weiterentwickeln/
    „Innovation durch Kooperation “ und ein Absatz später LIZENZKOSTENFREI also ohne KNEBEL-Update-Wartungs-Vertrags-Horror. So gehören sich IT-Projekte.

    Micro-Kraftwerke und Minimalisierung rulen. Apple hat große fette Geräte kleiner gemacht: Tabletts für 2500 gabs von Wintel ! Apple brachte das Ipad, AirBook und iPhone quasi den Netbook (von Acer ?) in der Hosentasche. Der AppleTV ist eine Kontaktlinse oder vorher die Startrek-TNG-Videobrille und kein Monster-TV den man mit dem LKW anliefern muss.
    Der Roboter oder Dienst liefert das Ersatzteil wofür der Handwerker (40 Euro pro Stunde ?) sonst extra zum Großhändler fahren müsste.
    Klein rules. Klein ist besser. Dezentral. Private Stromerzeugung dank Elon Musk. Monopol war gestern z.b. die Handy-Lade-Netzteile bis USB sich dafür durchsetzte. http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/liefer-start-up-auf-ware-warten-war-gestern-14115844.html

    Wahre Innovation wird breitflächig verhindert. Viele anderen reden oft nur lieber davon (seit 2000 und rot-grün !) und verdienen Beratungs-Kosten. Ich erinnere mich nicht an erfolgreiche deutsche IT-Projekte.
    http://meedia.de/2017/05/08/neue-unit-hy-unterstuetzt-firmen-bei-digitaler-transformation-axel-springer-macht-silicon-valley-lehrzeit-zum-geschaeftsmodell/ sind vielleicht erfolgreicher als rot-grün.

    „die Vielfalt der Presse“ (oben im Text) wird durch stetige Zentral-Redaktions-Bildung nicht besser
    http://meedia.de/2017/09/07/neue-zeitungseinheit-in-osnabrueck-noz-medien-und-mhn-medien-gruenden-gemeinschaftsredaktion/
    http://meedia.de/2017/09/05/uebernahmedeal-in-sueddeutschland-wuerzburger-main-post-greift-nach-hassfurter-tagblatt/
    allein schon zwei Fälle diesen Monat.

    Die wahre Vielfalt sind die Fachzeitschriften, Kundenzeitschriften und natürlich Vereinszeitschriften und was es sonst überwiegend nur als Abo oder Freizeit-Geschäften (Surfen, Tauchen, Modellbau, Krankheiten aka Sanitärbedarf, …) oder als Sonderhefte gibt.
    Mainstream muss kleine Brötchen backen und wer 5% weniger Leser hat, hat wohl auch 5% weniger Werbeeinnahmen und das Fixkosten- und oft noch das Pensions-Explosions-Problem. Die Werbegelder fliessen entsprechend der Erreichbarkeit der Zielgruppen also kriegt jeder was er verdient wenn er sich nicht anpassen will:
    http://meedia.de/2017/09/06/fair-share-appell-von-gruner-jahr-chefin-julia-jaekel-was-die-dax-30-konzerne-sagen/

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