Anzeige

Kein schnelles Wiedersehen von Alice Weidel und dem ZDF: AfD-Politikerin sagt kurzfristig Auftritt bei „Illner intensiv“ ab

Kommt nicht zu Maybrit Illner (re.): AfD-Kandidatin Alice Weidel
Kommt nicht zu Maybrit Illner (re.): AfD-Kandidatin Alice Weidel

Nächster Akt in der Posse AfD-Chefin Weidel vs. ZDF: Seit die Politikerin am Dienstag beleidigt die Talkshow "Wie geht's, Deutschland?" verlassen hat, macht sie dem zweiten Deutschen Fernsehen schwere Vorwürfe. Diese gipfelten unter anderem in der Forderung, keinen Rundfunkbeitrag mehr zu zahlen. Am heutigen Donnerstag wäre es Zeit für den nächsten ZDF-Auftritt von Weidel gewesen. Ihren Besuch bei "illner intensiv" sagte sie nun allerdings kurzfristig ab.

Anzeige

Via Pressemitteilung informiert das ZDF von der Absage. Zudem erklären die Mainzer darin, dass Weidel ihre Teilnahme bereits im Juni zugesagt und diese Ende Juli sowie gestern noch einmal über ihren Pressesprecher bestätigt hätte. Dann folgte offenbar die Kehrtwende:

“Alice Weidel hat heute Vormittag ohne Angabe von Gründen gegenüber der Redaktion abgesagt. Die Redaktion hat daraufhin den anderen Spitzenkandidaten der AfD, Alexander Gauland, eingeladen, um der Partei die Gelegenheit zu geben, im Format „illner intensiv“ ihre Position zu vertreten. Alexander Gauland hat diese Einladung mit dem Verweis auf Termingründe nicht angenommen.”

Nach der bisherigen Logik der Posse, ist es nun wieder an der Zeit, dass die AfD via Social-Media dem ZDF weitere Vorwürfe macht. Seit dem Dienstag wiederholt sich dieses Muster. So arbeitete sich Weidel bereits in mehreren Posting am ZDF ab. In ihnen attackierte sie die Moderatorin Marietta Slomka „als parteiisch und vollkommen unprofessionell“, sprach zudem von „einem weiteren Grund, die Zahlung des Rundfunkbeitrages zu verweigern“ und unterstellte dem Sender, falsche Zahlen zur Kriminalität bei Flüchtlingen zu verbreiten. Ein falscher Vorwurf, wie MEEDIA belegen konnte.

Das aktuelle Verhalten der AfD scheint dabei einem festgelegten Drehbuch zu folgen. In einem Anfang des Jahres bekannt gewordenen Strategiepapier der Partei, wurde dieses Vorgehen bereits skizziert. So hieß es unter anderem, dass man „vor sorgfältig geplanten Provokationen nicht zurückschrecken“ wolle.

Anzeige
Anzeige