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Alarmierende Bank-Studie: Bleibt der Hype um Apples iPhone 8 doch aus?

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Das Warten auf das neue iPhone ist endlich vorbei © Apple

Noch sechs Tage: Dann enthüllt Tim Cook das neue iPhone. Der Hype um die bereits elfte Generation des Kultsmartphones müsste entsprechend in diesen Tagen überkochen – erst recht, weil Apple nach drei Jahren mit seinen iPhones im gleichen Design endlich ein brandneues Modell vorstellen dürfte. Doch nach einer Studie der Investmentbank Piper Jaffray ist davon bei iPhone-Besitzern bislang wenig zu spüren: Die Kaufbereitschaft der Probanden liegt praktisch auf dem Niveau des Vorjahres, als das wenig innovative iPhone 7 debütierte.

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Drei lange Jahre laufen Apple-Aficionados nun schon mit iPhones im gleichen Look durch die Weltgeschichte – eine quälend lange Periode von nur marginal verbesserten Nachfolgemodellen.

Entsprechend müsste die Euphorie unter Apple-Fans und potenziellen Kunden vor der Keynote am 12. September, bei der mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein generalüberholtes Modell zum zehnjährigen Jubiläum des Kultsmartphones vorgestellt wird, eigentlich zum Bersten sein.

Piper Jaffray: Kaufbereitschaft des iPhone 8 kaum über Niveau des iPhone 7

Glaubt man den Analysten der Investmentbank Piper Jaffray, die Apple in den vergangenen eineinhalb Jahrzehnten so akkurat analysiert hat wie kaum eine andere Wall Street-Institution, ist davon indes bislang auf potenzieller Käuferseite nichts zu sehen.

Wie die Investmentbank in ihrer traditionellen Studie kurz vor dem iPhone-Launch unter Besitzern des Kultsmartphones ermittelte, gaben lediglich 16 Prozent der Befragten an, auf das iPhone 8 upgraden zu wollen. Erstaunlicherweise ist damit praktisch kaum ein Unterschied zum Vorjahr zu erkennen, als Apple das nur marginal verbesserte iPhone 7 auf den Markt brachte, das 15 Prozent der befragten iPhone-Besitzer kaufen wollten.

iPhone 8 vermutlich mit rundum überholten Design und zahlreichen neuen Features
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Die Käuferzurückhaltung überrascht, zumal das iPhone 8 – oder iPhone X, wie Piper Jaffray mutmaßt – nicht nur in einem brandneuen Design mit OLED-Display ohne Randbereiche („Bezel“) anbieten, sondern auch mit zahlreichen neuen Features ausstatten will.

So soll das iPhone 8 Gerüchten zufolge mit dem neuen Feature Face ID durch Gesichtserkennung des Nutzers entsperrt werden. Face ID soll sogar in der Dunkelheit und bei Ablage des iPhones auf einen Tisch funktionieren. Zusätzliche Pluspunkte bei Videobloggern, Snapchattern und Nutzern von Instagram Stories könnte das neue iPhone durch seine verbesserte Videokamera sammeln. Auch über erste Augmented Reality-Features wurde in den vergangenen Monaten immer wieder spekuliert.

Piper Jaffray: Wahrnehmung des großen iPhone 8-Upgrades gering

Nach Einschätzung von Piper Jaffray hat sich die Generalüberholung des iPhones zum zehnjährigen Jubiläum aber überraschenderweise noch nicht herumgesprochen. „Wir deuten die Studie so, dass die Wahrnehmung des iPhone 8 als ein großes Upgrade bislang ziemlich klein ist“, folgert die Investmentbank – was all dem medialen Buzz der vergangenen Monate widersprechen würde.

In anderen Worten: Der Hype um das iPhone 8 ist bislang ausgeblieben. Sollte sich die unter 400 befragten iPhone-Besitzern durchgeführte Studie bewahrheiten, dürften die Absatzsteigerungen für Apple kleiner ausfallen als in der Vergangenheit bei neuen iPhone-Generationen.

Entsprechend erwartet Piper Jaffray im kommenden Fiskaljahr auch lediglich ein Absatzplus beim iPhone von 12 Prozent im Vergleich zum dreifachen Plus von 36 Prozent beim iPhone 6 – was kaum noch einem neuen Superzyklus entsprechen würde.

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