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Verstoß gegen Sender-Regeln: ZDF kippt kurzfristig “Schulz & Böhmermann”-Talk aus dem Programm

Weil die SPD-Politikerin Franziska Giffey zu Gast war: ZDF verzichtete auf aktuelle „Schulz & Böhmermann“-Folge – vorerst
Weil die SPD-Politikerin Franziska Giffey zu Gast war: ZDF verzichtete auf aktuelle "Schulz & Böhmermann"-Folge - vorerst

Am Sonntagabend sollte bei ZDFneo eigentlich eine neue Folge von “Schulz & Böhmermann” ausgestrahlt werden. Doch kurz bevor die zwölfte Auflage der Talk-Runde in der Mediathek gut drei Stunden vor der TV-Ausstrahlung (23.15 Uhr) online gehen sollte, zog der Sender die Folge wieder zurück. Grund: Im letzten Moment hatten die Mainzer einen Verstoß gegen den eigenen Politiker-Bann vor Wahlen moniert.

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Bei dem öffentlich-rechtlichen Sender gibt es eine Regel, wonach Politiker sechs Wochen vor Wahlen nicht in Unterhaltungssendungen auftreten dürfen. Doch neben Mario Basler, Désirée Nick und Stefanie Sargnagel saß auch die SPD-Politikerin Franziska Giffey mit am Talk-Tisch. Die 39-Jährige ist die Bezirksbürgermeisterin von Neukölln.

Offenbar hatten die Verantwortlichen erst im letzten Moment bemerkt, dass sich in der spätabenlichen Talkrunde dieser interne Regelverstoß versteckte. So veröffentlichte die Produktion beispielsweise noch ein kleines YouTube-Video von Giffey.

Zudem wird auf der Seite von ZDFneo beispielsweise noch immer für die Wiederholung der Sendung am morgigen Dienstag um 1.40 Uhr geworben. Tatsächlich wird es jedoch noch etwas dauern, bis die Folge zu sehen ist. Gegenüber MEEDIA versprach der Sender, dass man die Debatte zu einem späteren Zeitpunkt – außerhalb der 6-Wochen-Frist – ausstrahlen wird. Ein Termin stehe jedoch noch nicht fest.

Wie der Fehler am Talktisch passieren konnte und warum die Panne den Verantwortlichen erst so kurz vor der Onlinestellung der Sendung auffiel, ist noch unklar. Eine entsprechende Antwort des ZDF steht noch aus. Das Web, wie auch Böhmermann selber, hatten dazu allerdings nur einen pantomimischen Gif-Kommentar parat.

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Alle Kommentare

  1. Ach Böhmermann, die alte Systemhure gibts immer noch? Und wenn er nicht gestorben ist, dann lebt er immer noch von unseren Zwangsgebühren. Er macht sich angeblich selber drüber lustig. Wenn der deutsche Michel völlig verarmt vor der Tür steht, wirst du schon sehen Böhmi.

    1. Huiuiui, da fühlt sich der Kevin aber gaaanz staaarrrk!

      Wenn er nur mal so stark wäre, sobald’s ans Arbeiten geht, damit man ihn nicht weiter durchfüttern muss während des Herumschwadronierens und -krakeelens. Aber wie sagt’s das deutsche Sprichwort? Krakeelende Kevins arbeiten nicht. An der Verarmung ist natürlich das System schuld.

  2. „Mir ist es zu doof, mich zu diesem Quatsch weiter zu äußern.“
    Ist es ihm egal wenn Politiker sich als sympathisch in Unterhaltungs-Sendungen darstellen oder aktive Mitglieder als normale Bürger präsentieren, statt mal Rede und Antwort zu stehen bzw. 6 Wochen lang nur noch Wahlkampfsendungen zu besuchen wie es in Österreich ganz normal ist wo vorbildlich zehn Spitzenduelle und dazu noch Gruppen-Duelle stattfinden ?
    dwdl.de/magazin/63126/wahlkampf_in_sterreich_sogar_p7s1_mischt_mit/

    Den meisten USA-Internet-Milliardären und speziell Zuckerberg war der US-Vorwahlkampf – und somit die Zukunft von USA und deren 44 Millionen Lebensmittelgutschein-Amerikanern (wikipedia:SNAP) ja anscheinend recht egal, also hat man jetzt Trump oder davor BREXIT. Wenn man ausgesorgt hat, kann einem die „Demokratie“ und z.B. tägliche Weiter-Verschuldung ja egal sein und man kann ja 2 Jahre auf das Update von Dieselgate oder anderer Software warten.

    Compliance-Checker sind per Börsengesetz wohl verbindlich verpflichtend und Boxer werden sogar im TV gewogen und Dopingtests gibts auch. Oder eine Internet-Suche nach den Gästen ist manchem womöglich zu aufwendig. Ich glaube DSDS liess (vor?)letztes Mal einen Vorbestraften nicht zum Recall zu. Wessen Börsenbilanz ist also vielleicht glaubwürdiger weil Fehler aktiver vermieden und Regeln (also Ziele) sauberer verfolgt werden ?
    Auch Big Brother kennt die Regeln und erinnert daran: Ich glaube es war: Nicht alleine in einem Raum herumsitzen, immer das Mikrofon tragen und nicht abdecken, nicht tagsüber schlafen. Der wahre Medien-Profi erinnert sich hoffentlich und weiss genau, warum Plagiate schlecht sind.

    Das damalige womögliche Sperrfenster bei vielleicht Wetten Dass für Auftritte bei anderen Sendungen führte womöglich dazu, das fast alle Hollywood-Stars dann vielleicht überwiegend bei Wetten Dass auftraten und „leider“ nicht mehr bei den anderen TV-Sendern auftreten „konnten“ und nach dem Sperrfenster die Promotion des aktuellen Kinofilmes vorbei war ! Mit einem einzigen TV-Auftritt war also die komplette Kinofilm- oder vielleicht auch Music-CD oder Bücher-Deutschland-Promotion im TV (und vielleicht auch Radio) womöglich zeitlich günstig abgewickelt und die Konkurrenz-Sender ärgerten sich vielleicht. Der wahre Medien-Profi erinnert sich – hoffentlich.

    1. Ich denke nicht, dass es ihm „egal“ ist. Viel mehr geht es hier wohl mehr darum, dass der zuständige ZDF-Redakteur, welcher für die Abnahme der Produktion verantwortlich war, die sendereigenen Regeln nicht kannte und die SundB-Redaktion darauf weder bei der Auswahl der Gäste, noch während oder nach der Produktion hingewiesen hat.

      Von Sinn und Unsinn von Politikern in Unterhaltungssendungen mal abgesehen – ein solches Verhalten ist schlichtweg unprofessionell vom Arbeitgeber, schließlich bemühte sich die SunB-Redaktion bis zum Tag der Ausstrahlung, die Sendung aktiv im Netz zu bewerben. Arbeitszeit und -geld, welche du so auch nicht wieder bekommst.

      Aber gut. Gibt schlimmeres, oder?

      1. Man hätte vorbildliche Krisenkommunikation liefern können. Also plant man wer wann was und wie sich äussert. Einem wäre dann hoffentlich aufgefallen das das Wort „Quatsch“ unschön rüber kommt (finde ich zumindest) und findet eine bessere Formulierung.

        Das er sich nicht äussert ist ja OK. Er ist ja nicht verantwortlich.
        Sowas kann auch passieren. Die Sendung wird ja wohl zeitnah (also einen Tag nach der Wahl oder wann auch immer) nachgeholt. Also bleibt der Arbeitsaufwand (für die nächsten Folgen) vermutlich gleich. Zeigt man die ausgefallene Folge ausserhalb der Reihe, hat man vielleicht Probleme mit der Quote. Zeigt man die ausgefallene Folge am normalen Termin, muss man eine Folge weniger produzieren oder zu einem evtl. ungeplanten Termin – dann viellicht auch mit Quotenproblemen (Herbstferien, Weihnachten,…) – zeigen. Für Auftragsfirmen ist sowas womöglich unschön und bringt die Planungen durcheinander.
        Vielleicht sollte man einzelne Takes auch prinzipiell ersetzen können, weil ja immer etwas sein kann. 1-3 Takes auf Vorrat reichen vermutlich als Puffer und manches kann man auch an einem späteren Termin zeigen.

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