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#trending: Hauswinkelspinnen, J.K.Rowling, der Wahl-O-Mat, kleine Superhelden, Joel Osteen und Mattress Mack

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Guten Morgen! Heute ist ein besonderer Tag für mich. Mein Sohn tritt in ein ganz besonderes soziales Netzwerk ein: die Grundschule. Nicht nur er wird aufgeregt sein, wenn er heute zum ersten Mal als Schüler seine Schule betritt. Und schon bald wird er lesen können, was sein Papa da den ganzen Tag so schreibt. Aufregend.

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#trending // News & Themen

Ein Dauerbrenner bei den Sommerlochthemen ist derzeit die Hauswinkelspinne. Nahezu täglich erreichen deutschsprachige Medien mit Artikeln über eine angebliche Spinnen-Plage mit tausenden Likes & Co. Top-Platzierungen in den Social-Media-News-Charts. Am Mittwoch gelang das der ProSieben-Website, deren „taff“-Video „Bissige Hauswinkel-Spinnen: Droht uns jetzt eine Plage?“ über 5.100 Likes, Shares, Reactions, Kommentare und Retweets bei Facebook und Twitter einsammelte.

In den vergangenen Tagen gab es für wize.life bereits über 12.000 Interaktionen, für das österreichische Magazin miss rund 20.000 und für Focus Online über 56.000! Das Interessante: Die angebliche Invasion der Hauswinkelspinne „droht“ uns seit Jahren. Denn regelmäßig im Sommer berichten zahlreiche Medien über das Tier und verbreiten Panik. Der Grund: „Im Spätsommer machen sich die Männchen auf die Suche nach Weibchen und geraten dabei in Waschbecken und Badewannen aus denen sie nicht mehr fliehen können. Das ist der Hauptgrund, warum sie scheinbar häufiger werden“, so Focus Online. Besonders stark vermehren würden sie sich nicht. Dennoch titeln sämtliche Medien mit Worten wie „Plage“ oder „Invasion“. Panik lässt sich eben auch mit kleinen Tieren verbreiten. Und in sozialen Netzwerken funktioniert Panik eben oft am besten.

#trending // Social Media

Eins der größten Social-Media-Phänomene unserer Zeit ist das Twitter-Account von J.K.Rowling. Von der „Harry Potter“-Autorin ist sie längst zu einer der wichtigsten Stimmen in Sachen Politik und Gesellschaft geworden – und seit einigen Monaten zu einer der größten Kritikerinnen von Donald Trump. Seit Beginn des Jahres hat Rowling mit 48 ihrer Tweets mehr als 100.000 Likes und Retweets erreicht. Ihr erfolgreichster Tweet war dabei zwar der zum 20. Geburtstag von „Harry Potter“, doch direkt dahinter folgen Tweets in Richtung Trump. „Hell of a day for the President to forget how to tweet“ schrieb sie am Tag der Nazi-Proteste in Charlottesville, „You tiny, tiny, tiny little man“ nach seinem Auftritt beim NATO-Gipfel. Beide Tweets erzielten Hunderttausende Interaktionen. Rowlings neuester Trump-Tweet mit sechsstelligen Likes und Retweets hat mit dem Hochwasser in Houston zu tun: „Close your eyes. Open a telephone directory. Point at the page. Open your eyes. That’s the name of the person who could do better than this.

#trending // Wahljahr 2017

Keine große Wahl ohne Wahl-O-Mat. Das spielerische Tool, mit dem jeder Wähler seine Meinung zu wichtigen Themen mit den Programmen der zur Wahl stehenden Parteien abgleichen kann, gehört längst zur deutschen Politik dazu. 2013 nutzen es sagenhafte 13,3 Millionen Nutzer. Und auch der Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl 2017 könnte wieder Rekorde brechen. Am Mittwoch online gestellt, verursachte er allein mehr als 2 Millionen Google-Anfragen. Angesichts dieser Zahlen ist es also kein Wunder, dass die Liste der Medienpartner, bei denen der Wahl-O-Mat eingebunden ist, immer länger wird: Spiegel Online, F.A.Z., Welt, N24, Süddeutsche Zeitung, Bild, Zeit Online, Handelsblatt, Focus Online, stern, tagesschau.de  – nahezu alle großen Nachrichtenmedien sind dabei – und noch viele mehr.

Eine interessante Auswertung aus den Daten des neuen Wahl-O-Maten hat übrigens die Berliner Morgenpost veröffentlicht: „So nah stehen sich die Parteien“ verrät Spannendes über Programme und Meinungen. Und wem das Mitmachen beim Wahl-O-Maten zu viel zeit frisst, der nimmt einfach den „Fixi-Wahl-O-Mat„:

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#trending // Entertainment

Ein paar Superhelden sammelten am Mittwoch gigantische Zahlen auf Facebook ein. Zwar waren es Superman, Batman & Co., aber nicht diejenigen aus dem Kino, sondern Kinder mit schweren Krankheiten und Behinderungen, die sich als Superhelden verkleidet haben. Der Fotograf John Rossi inszenierte die Kinder auf tollen Bildern, die Social-Media-News-Giganten von NowThis machten ein Video draus und sammelten damit innerhalb von rund 24 Stunden allein auf NowThis Entertainment über 400.000 Interaktionen ein. Facebook-weit sahen das Video inzwischen mehr als 11 Mio. Menschen.

Justice League with Kids Living With Disabilities

This photographer is helping kids with disabilities unleash their inner superheroes

Posted by NowThis Entertainment on Dienstag, 29. August 2017

#trending // Worldwide

Zwei Männer aus Houston sorgten am Mittwoch im Zuge der Hochwasser-Katastrophe für zahlreiche Schlagzeilen und viele Diskussionen in den sozialen Netzwerken: Joel Osteen und Mattress Mack. Osteen, Pastor der Lakewood Church mit Platz für 17.000 Menschen habe seine Kirche nicht für Notleidende geöffnet, so der Vorwurf in zahllosen Berichten. Erst als es massive Kritik gab, half Osteen. NowThis, die CBS News, die ABC News und TMZpunkteten am stärksten mit entsprechenden Beiträgen.

„Mattress Mack“ wiederum, der eigentlich Jim McIngvale heißt, half schnell und ungewöhnlich. Er öffnete seine beiden Möbel-Geschäfte in Houston und ließ evakuierte Menschen auf den ausgestellten Matratzen, Betten, Sofas, usw. campieren. Allein die nichtkommerzielle Hörfunkkette NPR erzielte mit der Story fast 400.000 Interaktionen auf Facebook. Ebenfalls sehr erfolgreich: ein TV-Sender aus Chicago, die New York Times und CNN.

#trending // Deutsche Tops des Tages

Story nach Social-Media-Interaktionen: Der Postillon – „Fußgänger rast in parkenden Smart – Totalschaden!“ (28.700 Interaktionen bei Facebook und Twitter)

Story nach Likes & Shares bei Twitter: Welt – „Insa-Umfrage: Mehrheit der Deutschen lehnt Familiennachzug von Flüchtlingen ab“ (3.200 Retweets und Likes)

Story bei Blendle (nach Likes): Der Spiegel – „33 Millimeter Mensch

Google-SuchbegriffWahlomat 2017 (2.000.000+ Suchen)

Wikipedia-SeiteDer Minister(169.500 Abrufe)

Youtube-Video: iBlali – „HERAUSFORDERUNG an LEON MACHERE!

Song (Spotify): Axwell Λ Ingrosso – „More Than You Know“ (355.200 Stream-Abrufe aus Deutschland am Dienstag)

Musik (Amazon): Casper – „Lang lebe der Tod (Limited Edition)“ (Audio CD)

DVD/Blu-ray (Amazon): „Fast & Furious 8“ (Blu-ray)

Game (Amazon): „FIFA 18 – Standard Edition“ (PlayStation 4)

Buch (Amazon): Walter Moers – „Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr“ (Gebundene Ausgabe)

#trending // Feedback und Teilen

Anmerkung: Alle in #trending genannten Zahlen beziehen sich wenn nicht anders vermerkt auf den Vortag der Newsletter-Veröffentlichung (Stand: 24 Uhr)

Was finden Sie gut an #trending? Was schlecht? Was fehlt Ihnen? Schreiben Sie mir!

Mehr Social-Media-Trends und -Themen lesen Sie in meiner nachmittäglichen Kolumne in der Handelsblatt-10-App. Erhältlich für iOS und Android.

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Alle Kommentare

  1. Texas zu retten ist Aufgabe der Texas-Bundesstaats-Regierung. Hat Trump Einfluss auf die USA Katastrophenrettungsbehörde FEMA genommen oder hat Obama deren aktuellen Strukturen aufgebaut und Trump hat nur übernommen ? Wenn es also zu wenig Rettungsboote, Notfall-Behausungen, Schlafsäcke usw. gibt, war das vielleicht Obamas Entscheidung. In USA gibt es Transparenz und man könnte es überprüfen.
    Und hat sie schon damals zu Kathrina dasselbe über W. Bush geschrieben als es in New Orleans keine/kaum Hilfe gab und tausende (überwiegend Afro-Amerikaner) auf immer ihr Eigentum verloren ?

    Das man die Grundstein-Legungs-Politiker-Fotos vom gebrochenen Texas-Staudamm und deren Partei dran schreibt sollte auch klar sein. Diese damalige Regierung hat schliesslich die Baukontrolle durchgeführt und die Planungen überwacht und ist folglich verantwortlich.

    Statt also Trump die Schuld woran auch immer zu geben kann man es sehr sehr viel besser als Argumente gegen die RECHTEN und Klimaleugner nutzen. Bald fliessen 30-50 MILLIARDEN Dollar Rettungsgelder. Das man auf der Firmen-Webseite schwört und auf immer haftet, das die neuen Bauten so lange halten wie der Hoover-Staudamm (und nicht beim nächsten Hochwasser in drei Jahren schon wieder weggeschwemmt werden) und das man den Klimawandel anerkennt, sollte Voraussetzung für jeden Wiederaufbau-Auftrag werden. Wer nicht an Klimawandel glaubt, kann ja keine Klimawandel-Tauglichen Bauten und stabile Staudämme bauen. In Japan glaubt man an die Erdbeben und baut sogar Erdbeben-taugliche Hochhäuser.

    Aber ihr ist trotz dem Londoner Hochhausbrand vielleicht egal, ob ihre englische Regierung brauchbare Bautenkontrolle betreibt und mit Steuergeldern bestmöglich umgeht. Sie hat schliesslich genug Geld um die (durch Lidl und Aldis riesigen dortigen Erfolg eindeutig bewiesene) gigantische UK-Armut zu ignorieren deren Hilfeschrei der BREXIT war.

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