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Dank Wachstum im Digitalgeschäft: Bertelsmann erwirtschaftet im ersten Halbjahr 502 Millionen Euro Gewinn

Bertelsmann-CEO Thomas Rabe
Bertelsmann-CEO Thomas Rabe

Bertelsmann legt auch in der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres weiter zu. Erstmals erreicht der Konzern in den ersten sechs Monaten sogar einen Gewinn von mehr als einer einer halben Milliarde Euro – ein Plus von 4,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Gewinn kletterte um 2,1 Prozent auf 8,1 Milliarden Euro. Zurückzuführen ist das Wachstum nach Konzernangaben auf das Digitalgeschäft, das mittlerweile 30 Prozent des Umsatzes ausmacht.

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Die digitalen Aktivitäten des Konzerns aus Gütersloh legten im Vergleich zum Vorjahr um neun Prozent zu und brachten einen Umsatz von 2,7 Milliarden Euro. Im Gegensatz zu ProSiebenSat.1, das seine Erlösprognose vor einigen Tagen nach unten korrigiert hatte, hält Bertelsmann an seinen Zielen fest: „Für die weitere operative Entwicklung im Gesamtjahr sind wir zuversichtlich und rechnen weiterhin mit einem höheren Umsatz, einer weiterhin hohen operativen Profitabilität sowie einem Konzernergebnis von mehr als einer Milliarde Euro“, so Finanzvorstand Bernd Hirsch. 502 Milliarden Euro Gewinn sind bereits erreicht.

Langfristig gab Vorstandschef Thomas Rabe das Ziel vor, dass die wachstumsstarken Geschäftsbereiche 40 Prozent zum Gesamtumsatz besteuern sollen. Für das laufende Gesamtjahr blieb er bei seiner Prognose. „Der Gewinn soll wieder über der Milliarden-Grenze liegen“, sagte Rabe in einer Telefonkonferenz mit Journalisten.

Antreiber unter den acht Konzernbereichen blieb wie seit Jahren das deutsche TV-Geschäft der Sendergruppe RTL Group. Die im MDax notierte Tochter hatte bereits am Mittwoch einen Umsatz von 3 Milliarden Euro und einen operativen Gewinn von 624 Millionen Euro vermeldet.

Gruner + Jahr: Operativ-Gewinn legt um 13 Prozent zu
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Stillstand beim Umsatz gab hingegen es bei der Dienstleistungstochter Arvato (1,9 Milliarden Euro) und der Buchsparte Penguin Random House (1,5). Arvato verzeichnete zudem einen Gewinnrückgang von 18,5 Prozent, während die Buchsparte ihr Ergebnis dank effizienterer Abläufe um mehr als elf Prozent steigerte.

Der Hamburger Zeitschriftenverlag Gruner + Jahr bestätigte seine Trendwende aus dem vergangenen Jahr und legte beim operativen Gewinn um mehr als 13 Prozent auf 59 Millionen Euro zu. Indes sank der Umsatz um 4,4 Prozent auf 743 Millionen Euro. Grund sind die Verkäufe der News-Gruppe in Österreich und das Verlagsgeschäft in Spanien im zweiten Halbjahr 2016. Mit dem Kerngeschäft in Deutschland zeigte sich Rabe zufrieden und verwies auf neue Projekte im Zeitschriftengeschäft wie Hygge oder Essen & Trinken mit Thermomix.

Zum Bertelsmann-Konzern mit weltweit knapp 120 000 Mitarbeitern zählen neben der RTL Group der Dienstleister Arvato, die Buchsparte Penguin Random House, der Hamburger Zeitschriftenverlag Gruner + Jahr, die Drucksparte Printing Group, BMG für Musik und Musikrechte sowie eine Bildungs- und Investitionssparte. Eigentümer sind Stiftungen – allen voran die Bertelsmann-Stiftung. Die restlichen Anteile von knapp 20 Prozent hält die Familie Mohn.

 

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