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Mega-Deal mit MDR: ARD-Anstalt erteilt Technik-Dienstleister Divicon Zuschlag für UKW-Sendenetzbetrieb

Großauftrag vom MDR: Divicon-Chef Mike Lehmann
Großauftrag vom MDR: Divicon-Chef Mike Lehmann

Der Markt für den Betrieb von UKW-Sendeanlagen bricht auf. Im Rahmen einer Ausschreibung der ARD-Anstalten für den Netzbetrieb diverser Hörfunkprogrammen hat neben dem Dienstleister Uplink ein zweiter Anbieter das Rennen gemacht: die Leipziger Divicon Media. Sie übernimmt ab 2018 den Betrieb von 169 Sendeanlagen des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) und heimst einen weiteren lukrativen Auftrag ein.

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Es war ein millionenschweres Geschäft für den Düsseldorfer Übertragungdienstleister Uplink, hinter dem namhafte Investoren wie der Focus-Gründer Helmut Markwort stehen. Das Unternehmen hatte von mehreren ARD-Anstalten den Zuschlag erhalten, ab 2018 den Sendenetzbetrieb für diverse UKW-Programme zu übernehmen – darunter dem Deutschlandradio, dem NDR, RBB sowie dem Saarländischen Rundfunk (SR). „Mit 352 UKW-Frequenzen erhält Uplink etwa Zweidrittel der ausgeschriebenen Leistungen und damit mit Abstand das größte Paket“, sagte jüngst Uplink-Chef Michael Radomski gegenüber MEEDIA.

Im Rahmen der Ausschreibung der ARD-Anstalten hat auch ein zweiter Anbieter das Rennen gemacht: die Leipziger Divicon Media. Sie übernimmt ab 2018 den technischen Betrieb für 169 Sendeanlagen des Mitteldeutschen Rundfunks. Dies sei innerhalb der Ausschreibung das größte Los unter den vier ARD-Anstalten, erklärt Mike Lehmann, Sprecher der Divicon-Geschäftsführung. Bislang hatte die Kölner Freenet-Tochter Media Broadcast das Geschäft fest in der Hand. Doch durch die Liberalisierung des Marktes traten neue Anbieter wie Uplink und Divicon auf den Markt. Media Broadcast änderte daraufhin ihre Strategie und zog sich aus dem UKW-Geschäft zurück. Daher mussten die ARD-Anstalten den Sendebetrieb für ihre Radioprogramme neu ausschreiben.

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Jetzt hat Divicon-Chef Lehmann einen weiteren lukrativen Auftrag an Land gezogen: er übernimmt den Sendenetzbetrieb für das saarländische Unternehmen Radio Salü, das mit seinen beiden Hörfunkprogrammen Radio Salü und Classic Rock Radio mehr als 350.000 Hörer erreicht. „Angesichts vieler offener Fragen und gegenläufiger Informationen zum Thema UKW-Antennen sind Veranstalter mittlerweile oft besser beraten, die Zügel in die eigene Hand zu nehmen“, so der Firmenchef.

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