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Halbjahresbilanz: RTL Group steigert Umsatz, verzeichnet aber Gewinnrückgang – und hält an Erlösprognose fest

Die RTL Group CEOs Guillaume de Posch (l.), Bert Habets erwarten ein wachsendes Geschäft
Die RTL Group CEOs Guillaume de Posch (l.), Bert Habets erwarten ein wachsendes Geschäft

Die europäische Sendergruppe RTL Group mit Sitz in Luxemburg stellte an diesem Mittwoch ihre Zahlen für das zweite Quartal und damit auch für das erste Halbjahr 2017 vor. Von April bis Juni legte der Umsatz im Vorjahresvergleich um 8,8 Prozent auf 1,57 Milliarden Euro zu. Analysten hatten aufgrund jüngster Meldungen über den schwächelnden Werbemarkt mit weniger gerechnet.

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Dank eines weiter wachsenden Digitalgeschäfts und guter Zahlen der Deutschland-Tochter stemmt sich die RTL Group gegen schwächelnde Werbemärkte im Fernsehgeschäft. Dabei hatte die Sendergruppe vor allem stark vom Erfolg der Fantasy-Serie „American Gods“ profitiert, wie die Bertelsmann-Tochter mitteilte. Die von der RTL-Tochter Fremantle produzierte Serie wurde exklusiv an Amazon Prime Video verkauft. Der Gewinn allerdings sank um fast zehn Prozent auf 183 Millionen Euro. Grund: Sondereffekte im Frankreich-Geschäft.

Die Tochter des Medien- und Dienstleistungskonzerns Bertelsmann war schwach in das Jahr gestartet und hatte im ersten Quartal beim Umsatz ein Minus von 1,9 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro gemessen am Vorjahreszeitraum vermeldet. Das operative Ergebnis (Ebitda) fiel um 8,3 Prozent auf 264 Millionen Euro.

Trotz schwächelnden Werbemarktes: RTL Group hält an Umsatz-Prognose fest

Vor einem Jahr hatte die RTL Group nach einem guten Start ins Jahr schlechtere Zahlen für das 2. Quartal veröffentlicht. Grund waren 2016 Sportgroßereignisse wie die Olympischen Spiele und die Fußball-Europameisterschaft in Frankreich, die bei der Konkurrenz vermarktet wurden. Daher liegt der Vergleichsmaßstab nun niedriger.

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Für das laufende Geschäftsjahr hält die RTL Group an der Prognose eines Umsatzwachstums von 2,5 bis 5 Prozent fest. Die Konkurrenz von ProSiebenSat.1 hatte am gestrigen Dienstag eine Korrektur vorgenommen. Dort sorgte ein schwächelnder Werbemarkt für Druck auf dem TV-Geschäft, den RTL zunächst am Aktienmarkt zu spüren bekommen hatte. Analysten hatten offenbar erwartet, dass RTL seine Prognose ebenfalls senken würde.

 

 

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