Anzeige

„ARD-Wahlcheck“ schwach, „Hart aber fair“ stark – Prime-Time-Sieg für den ZDF-Film „Was ich von dir weiß“

hart-aber-fair.jpg
Frank Plasberg moderiert "Hart aber fair"

Sehr unterschiedliche Erfolgszahlen für den ARD-Polit-Abend: Während den "ARD-Wahlcheck" um 20.15 Uhr nur 2,07 Mio. Leute (7,3%) sehen wollten, kam "Hart aber fair" danach auf deutlich bessere 3,33 Mio. und 12,3%. Den Tagessieg holte sich die "Tagesschau", um 20.15 Uhr lag der ZDF-Film "Was ich von dir weiß" vorn - und im jungen Publikum gewannen "GZSZ" und "The Big Bang Theory".

Anzeige
Anzeige

Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Montag wissen müssen:

1. „Hart aber fair“ mit überdurchschnittlichen Zahlen, obwohl der „ARD-Wahlcheck“ davor versagt

3,33 Mio. sahen ab 21.15 Uhr „Hart aber fair“ im Ersten, der Marktanteil lag bei 12,6%. Beide Zahlen sind für die Sendung klar überdurchschnittlich, bessere gab es für „Hart aber fair“ um 21 Uhr zuletzt im März. Das Thema „Der Bürgercheck zur Wahl: Wie umgehen mit Trump, Erdogan und Putin?“ kam im Publikum also gut an. Alles andere als gut lief es vorher für den „ARD-Wahlcheck“. Nur 2,07 Mio. (7,3%) interessierten sich für die Frage „Welche Themen bewegen die Menschen im Wahlkampf besonders?“. Den Tagessieg holte sich Das Erste mit der 20-Uhr-„Tagesschau“: 4,63 Mio. (18,4%) sahen zu.

2. ZDF-Film siegt um 20.15 Uhr

Den Tagessieg holte sich zwar die 20-Uhr-„Tagesschau“, doch um 20.15 Uhr lag wegen der Schwäche des „ARD-Wahlchecks“ das ZDF vorn: 4,24 Mio. Menschen schalteten dort die Film-Premiere „Was ich von dir weiß“ ein – gute 14,9%. Auch danach war das ZDF Marktführer: mit dem „heute-journal“ und 3,68 Mio. bzw. 13,7%. RTLs „Wer wird Millionär?“ war stärkster 20.15-Uhr-Konkurrent des ZDF: 3,57 Mio. sorgten für 12,6%.

3. „Big Bang Theory“ gewinnt die Prime Time im jungen Publikum, „Team Wallraff“ schwächer als sonst

Anzeige

Bei den 14- bis 49-Jährigen kämpften nicht ARD und ZDF um den Sieg, sondern RTL und ProSieben. In den Tages-Charts setzte sich „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ mit 1,33 Mio. Sehern und 19,6% durch, um 20.15 Uhr übernahm dann aber ProSiebens „The Big Bang Theory“ die Führung. 1,29 Mio. (15,4%) sahen die Erstausstrahlung um 20.15 Uhr, 1,20 Mio. (13,1%) die ältere Episode um 20.40 Uhr. Danach ging es für „Uncovered“ auf enttäuschende 6,9% herab. RTL erreichte um 21.15 Uhr mit dem „Team Wallraff“ zwar fast doppelt so viele junge Zuschauer wie ProSieben mit „Uncovered“, doch 1,17 Mio. und 13,5% sind für die Reihe klar schwächere Zahlen als üblich. „Wer wird Millionär?“ kam vorher nur auf 1,02 Mio. und 11,4%, bei Sat.1 erreichten die Serien „Navy CIS“ und „Bull“ 10,1% und 9,3%.

4. Vox und kabel eins besiegen das „Curvy Supermodel“-Finale

In der zweiten Privat-TV-Liga setzte sich am Abend Vox durch: 680.000 14- bis 49-Jährige entschieden sich um 20.15 Uhr für „Goodbye Deutschland!“ – ordentliche 7,6%. Eine weitere Folge fiel um 22.05 Uhr auf 6,9%. Über dem Soll landete um 20.15 Uhr auch der kabel-eins-Film „Captain America: The First Avenger“: 540.000 junge Zuschauer entsprachen 6,2%. RTL II blieb mit dem „Curvy Supermodel“-Finale dahinter: 520.000 14- bis 49-Jährige entsprachen soliden 5,8%.

5. „Game of Thrones“-Finale ohne Rekord, „Inspector Barnaby“ erneut grandios

Das Staffel-Finale von „Game of Thrones“ sahen bei Sky Atlantic um 20.15 Uhr 400.000 Leute, der Marktanteil lag bei 1,4%. Bei den 14- bis 49-Jährigen entsprachen 340.000 Seher sogar 3,8%. Für einen 0,1%-Sender wie Sky Atlantic sind das natürlich grandiose Zahlen. Aber: Die vorigen sechs Folgen waren allesamt noch erfolgreicher – mit 410.000 bis 540.000 Zuschauern und 1,5% bis 2,0%. „Inspector Barnaby“ erreichte bei zdf_neo unterdessen mit 1,95 Mio. und 1,84 Mio. Zuschauern zwischen 20.15 Uhr und 23.20 Uhr Marktanteile von 6,8% und 8,6%. Von „kleinem Sender“ lässt sich hier sicher nicht mehr sprechen.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Alle Kommentare

  1. Mich würde hier auf Meedia mal eine ruhige Analyse der gestrigen Plasbergsendung aus journalistischer Sicht interessieren. Sollte diese Sendung dazu gedacht sein, das Pro und Contra einer Angelegenheit zu verdeutlichen und meinungsbildend zu wirken, so ist man diesem Anspruch meiner Meinung nach nicht gerecht geworden. Oder wollte die Redaktion nur karriereunschädlich das Augenmerk auf die Äußerung von Merkels Integrationsbeauftragten lenken?

    So kann und darf es nicht weitergehen. Aber vielleicht lohnt es sich ja auch gar nicht mehr, auf diese Schreishows einzugehen.

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*