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Grusel-Krimi um getötete Journalistin Kim Wall: Zerstückelte Peter Madsen ihre Leiche?

Die Journalistin Kim Wall starb auf dem U-Boot des dänischen Erfinders Peter Madsen
Die Journalistin Kim Wall starb auf dem U-Boot des dänischen Erfinders Peter Madsen

Dieser Kriminalfall hält die Welt in Atem: Die schwedische Journalistin Kim Wall ist mutmaßlich von dem U-Boot-Erbauer Peter Madsen ermordet worden: Die 30-Jährige befand sich zuletzt auf seinem U-Boot, das in der vergangene Woche vor der dänischen Küste gesunken war. Jetzt wurde der Torso ihrer Leiche gefunden. Madsen schweigt zu den Vorwürfen, die junge Frau getötet und im Anschluss ihren Kopf sowie die Beine und Arme abgetrennt zu haben.

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Die preisgekrönten schwedische Journalistin Kim Wall, die für internationale Medien wie u.a. die Süddeutsche Zeitung arbeitete, wollte eine Reportage über den berühmten dänischen Erfinder schreiben. Dafür begab sie sich am Abend des 10. August 2017 in Kopenhagen mit ihm auf das 18 Meter lange und 40 Tonnen schwere U-Boot UC3 Nautilus. Doch Kim Wall überlebte die Fahrt nicht.

Die UC3 Nautilus wurde am nächsten Morgen in einer Bucht südlich von Kopenhagen entdeckt. Augenzeugen berichteten, Peter Madsen habe auf dem U-Boot gestanden und einem Rettungshubschrauber gewunken. Schließlich sei er ins Wasser gesprungen – und das Schiff schnell gesunken. Kim Wall war zu diesem Zeitpunkt bereits nicht mehr an Bord. Die dänische Staatsanwaltschaft verdächtigt den 46-jährigen Erfinder des Totschlags; er sitzt zurzeit in Untersuchungshaft. Die Anklage wirft ihm vor, Kim Wall an „einem unbekannten Ort auf unbekannte Weise getötet zu haben“. Ferner sei die Tat vermutlich aus Unachtsamkeit geschehen und Madsen habe das U-Boot anschließend mit Absicht versenkt, um die Spuren zu verwischen. Madsen wiederum gab in einem Verhör zu Protokoll, dass Wall bei „einem Unglück an Bord ums Leben gekommen“ und er ihre Leiche daraufhin auf Seemannsart im Meer versenkt habe.

Elf Tage, nachdem das gigantische U-Boot die Küste Dänemarks verlassen hatte, wurde nun vor der Insel Amager in der Køge-Bucht der Teil einer weiblichen Leiche gefunden: der Torso von Kim Wall, wie ein DNA-Abgleich ergab. Kopf, Arme und Beine fehlen. Die Polizei sucht weiter nach den Gliedmaßen – bislang ohne Erfolg.

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Am abgetrennten Torso sei „etwas Metallisches“ befestigt gewesen, damit er im Meer versinken könne und nicht wieder auftauche, gab ein Polizeisprecher am Mittwochmorgen auf einer Pressekonferenz bekannt. Ferner seien diverse Verletzungen an der Leiche festgestellt worden, vermutlich um Luft und Gase entweichen zu lassen und ein Auftreiben zu verhindern. Angaben zur Todesursache konnten noch nicht gemacht werden, da eine Obduktion aufgrund der fehlenden Gliedmaßen schwierig sei, so der Sprecher.

Peter Madsen schweigt derweil zu den Vorwürfen, die Leiche der jungen Frau zerstückelt zu haben. Wie die schwedische Zeitung Aftonbladet berichtet, bleibt er bei seiner Aussage, Wall sei bei einem Unfall an Board ums Leben gekommen und er habe das U-Boot aufgrund eines Fehlers am Ballasttank versenken müssen.

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