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„Plan B“ für „Mona Lisa“: Das ZDF versucht es mit konstruktivem Journalismus

Gibt dem konstruktiven Journalismus einen Sendeplatz: ZDf-Chefredakteur Peter Frey
Gibt dem konstruktiven Journalismus einen Sendeplatz: ZDf-Chefredakteur Peter Frey

Das ZDF hat ein neues Format für den Sendeplatz der abgesetzten Kultur-Sendung "Mona Lisa" gefunden und setzt dabei auf "Plan B": So lautet der Titel des Formates, das ab dem 7. Oktober wöchentlich im Zweiten zu sehen sein soll und sich – wie angekündigt – dem "konstruktiven Journalismus" verschreibt. Bei diesem Ansatz stehen nicht Probleme im Vordergrund, sondern auch Lösungsvorschläge.

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Mit „Plan B“ geht das ZDF neue Wege. Bislang hat kein anderer deutscher TV-Sender ein Format an den Start gebracht, das sich offiziell den konstruktiven Journalismus auf die Fahnen schreibt. Das Zweite folgt damit Beispielen aus anderen Ländern. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Dänemark wendet die Theorie bereits seit Jahren in der Praxis an, Informations-Chef Ulrik Haagerup gilt als Vorreiter in Europa. Ein weiteres nennenswertes Medium ist das Web-Angebot De Correspondent aus den Niederlanden. In Deutschland gründete sich im vergangenen Jahr Perspective Daily.

Obwohl „Plan B“ im ZDF auf dem Sendeplatz von „Mona Lisa“ folgt, soll die neue Sendung keine Magazin-, sondern eine Doku-Reihe werden. „Plan B“ wolle sich pro Woche mit einem Thema befassen und neben der Problembeschreibung auch Lösungsansätze vorstellen. Dabei erklärt Christian Dezer, zuständiger Redakteur der Sendung, gegenüber der Süddeutschen, dass man sich der Gratwanderung zum positiven Journalismus, der Kritik und Probleme ausblendet, bewusst sei. Das ZDF werde aber darauf achten, nicht abzudriften.

 

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Alle Kommentare

  1. Regierungs-Propaganda in den GEZ Sendern schon jetzt kaum noch steigerbar, zum Glück steigen immer mehr Menschen aus.

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