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„Natürlich haben wir mehr Geld als ihr“ – der arrogante „Liebesbrief“ vom Deutschlandradio an die FAZ

Arroganter „Liebesbrief“ vom Deutschlandfunk an die FAZ
Arroganter "Liebesbrief" vom Deutschlandfunk an die FAZ

Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung hatte in ihrer jüngsten Ausgabe berichtet, dass ARD, ZDF und Deutschlandradio bis 2029 einen Anstieg des Rundfunkbeitrags von derzeit 17,50 auf 21 Euro anstreben. ARD-Sprecher Steffen Grimberg hatte diesen Bericht als "frei erfunden" dementiert. Nun schreibt eine Deutschlandfunk-Autorin einen "Liebesbrief" an die FAZ, der vor öffentlich-rechtlicher Arroganz nur so trieft.

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„Liebe Kollegen von der FAZ, wir schreiben Euch heute einen Brief, weil wir uns Sorgen machen – und wie Ihr wisst, lassen sich persönliche, heikle Themen manchmal besser schriftlich ansprechen.“ So geht er los, der „Liebesbrief“ von Deutschlandfunk-Autorin Brigitte Baetz an die FAZ. Sie kritisiert in ihrem Brief zurecht, dass die FAZ und ihre „kleine Schwester“ FAS immer wieder mit den Begriffen „Staatsrundfunk“ und „Zwangsgebühren“ hantieren. Beides sind in der Tat Kampfbegriffe, die die Realität verzerren.

Die FAZ arbeitet sich immer wieder gerne und mit Furor an den öffentlich-rechtlichen Medien ab. Baetz schreibt:

Immer wieder druckt Ihr dieses böse Wort vom Staatsrundfunk. Wo es doch in Deutschland seit dem Fall der Mauer gar keinen mehr gibt. Denn – glaubt es oder nicht – der Rundfunk ist in unserem demokratischen Land staatsfern organisiert. Das will die Verfassung so – und die Richter am Bundesverfassungsgericht erst Recht. Und irgendwie verstehen wir nicht, warum Ihr das nicht versteht.

Vermutlich ist das ironisch gemeint. In Kombination mit dem weiteren Text wirkt es aber nur von oben herab. Richtig unangenehm wird der DLF-Text, wenn es ums Thema Geld geht:

Klar: Wir wissen, es geht Euch nicht gut. Innerhalb der letzten sieben Jahre sind Euch über 120.000 Leser verloren gegangen. Und Eurer kleinen Schwester FAS auch. Das ist zweimal die Einwohnerschaft Heidelbergs. Das ist bitter und das kränkt. Gerade, weil Ihr, die Redakteure, seit der ersten von inzwischen vielen Sparrunden ja auch keine Dienstwagen mehr fahren dürft.

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Über die angebliche Trauer der FAZ-Redakteure, keine Dienstwagen mehr zu haben, lässt sich die Autorin dann noch mehrere Zeilen aus. U.a. geht es darum, dass die Mitarbeiter des öffentlichen Rundfunks wissen würden, dass ein Dienstwagen gar nicht so wichtig ist. Und schließlich:

Natürlich haben wir mehr Geld als Ihr. Aber diese finanzielle Sicherheit ist, im Grundsatz natürlich, nicht in der Höhe, so von der Verfassung gewollt. Sie ist eine Marktverzerrung, zugegeben – aber eine, die sich dieses Land leistet, um eine Grundversorgung an Information sicher zu stellen.

Ach? Gerade so, als ob das die Leute bei der FAZ nicht wüssten, mit der Grundversorgung. Wirklich arrogant wirkt aber der Satz „Natürlich haben wir mehr Geld als ihr.“ Die Kampagne, die die FAZ in Teilen gegen den öffentlichen Rundfunk führt, ist unangebracht. Solche kindischen, oberlehrerhaften Reaktionen wie dieser „Liebesbrief“ sind es aber auch.

Und außerdem: Laut SZ stammt die Zahl 21 Euro aus einer Modellrechnung, mit der die ARD zeigen wollte, was passieren würde, wenn man den jetzt gültigen Rundfunkbeitrag von 17,50 Euro jedes Jahr fix um 1,75 Prozent anhöbe. Es ist damit also keineswegs gesagt, dass die ARD dies „fordere“ oder dass es so kommen muss. Aber „frei erfunden“. wie ARD-Sprecher Grimberg erklärte, wäre die Zahl dann auch nicht.

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Alle Kommentare

  1. Wieso sollen „Zwangsgebühr“ und „Staatsfunk“ Kampfbegriffe sein?

    Die entsprechenden sind hauptsächlich von Parteileuten aus Spd, Cdu und Grüne besetzt (das Gegenteil von Staatsferne) und die Gebühr ist ein Zwang, dessen Nichtbefolgung bis zum Gefängnis führen kann.

    Der Begriff der „Grundversorgung von Informationen“, das ist ein Kampfbegriff, um sich selbst den Anschein zu geben, man würde dieser Aufgabe tatsächlich nachkommen (wollen). Im Zeitalter des www ist es der blanke Unsinn zu meinen, ohne die ÖR wären die Leute nicht mehr informiert, ebenso wie es ein Schwachsinn ist zu meinen, für diese Aufgabe bräuchte man mehr als 2 oder 3 Radio- und TV-Sender oder Rosamunde Pilcher oder Dokusender (denn Dokumentationen, so interessant sie sein mögen, zähen wohl kaum zur zivilgesellschaftichen Grundversorgung mit Informationen, sondern sind ein „Luxus“, der nichts mit Grundversorgung zu tun hat).

    Es ist ein Regierungsfunk, der durch Zwangsgebühren betrieben wird. Das mag manch einer nicht toll finden, wenn man es so sagt, aber niemand hat Recht anzunehmen, die Wahrheit müsse den Betroffenen immer gefallen.

  2. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist durch demokratische Willensbildung bewusst gewollt. Es ist der demokratisch legitimierte Gesetzgeber, der den Rahmen für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk setzt. Das Bundesverfassungsgericht hat diesen Rahmen mehrfach bestätigt. Wo also liegt das Problem? Ganz sicher nicht beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Was wäre unser Land ohne diese Grundversorgung? Wir hätten noch mehr Unterhaltungsüberfluss, noch weniger Informationstiefe, noch weniger Informationsbreite und noch weniger Informationsvielfalt. Aber vielleicht noch mehr von komplexer Wirklichkeit verkürzendem Infotainment. Ginge es der F.A.Z. und den anderen Qualitätsmedien wirklich besser, gäbe es den öffentlich-rechtlichen Rundfunk nicht oder in sehr viel kleinerer Form? Und was die angeblich so hohen Kosten betrifft, nicht einmal ein Abonnement von „Der Spiegel“ bekommen ich zum Preis des Beitrages für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk im Jahr.

    1. @Alfreed Reeb: Wessen „Willensbildung“ und wo ist das noch „demokratisch“… Mir ist es vollkommen gleichgültig, von wo ich die Informationen und Nachrichten beziehe. Der ÖR hat sich als riesiger Moloch, der von den Gnaden der Politik abhängt und Milliarden vom Bürger einziehen darf ohne dass diese Summe je überprüft oder gefährdet wäre, längst vom sauberen Journalismus entfernt. Die Meinungsmache (allerdings nicht nur dieser Leute) ist katastrophal. Die Aufgabe, „vierte Gewalt“ zu sein, kann dieser mit der Politik so erschreckend eng verbandelte ÖR überhaupt nicht erfüllen. Und solange diese Leute satt und bräsig von uns Bürgern maximal ernährt werden bis an deren Lebensende – während ein Großteil dieser Bürger weder super-Gehälter, noch eine jährliche Erhöhung derselben, noch so viel Urlaub, noch Pensionen noch eine anständige Rente bekommen, sollte dieser ÖR zwingend durchforstet und auf das wirklich Nötige zurück gestutzt werden. Diese Monopolisten haben viel zu viel Geld, das sie verprassen und es ist viel zu viel Macht in den Händen ganz weniger. Dazu Null Kontrolle, Null Überwachung, Null Transparenz uvm. Dies gilt allerdings etwas moderater im Bereich Nachrichten und Information. Diese Teile könnte man nach strenger Effizienz-Prüfung und Verkleinerung belassen. Was gar nicht geht ist die Macht im fiktionalen Bereich, die die Politik dem ÖR plus aber-Milliarden-Summen gegeben hat mit der Auflage, weil und dass der ÖR nicht auf Quoten schielen muss. Das Gegenteil ist der Fall. Diese Krake von ÖR hat aus einer freien Filmwirtschaft ent-eierte Produzenten gemacht, die alles mit sich machen lassen und wie Bettler bei diesem riesigen ÖR Schlange stehen und alles dafür tun, Auftragsproduktionen zu ergattern (Ausnahmen bestätigen die Regel!!!!). Und diese satten und bräsigen maximal-Versorgten der Sender behandeln die einst stolze Filmwirtschaft wie Dreck und schreiben den „Bittstellern“ vor, was sie zu tun und zu lassen haben und was sie Geld bekommen. FRISS ODER STIRB… lauten die Ansagen. Und die Produzenten fressen und geben jeder Forderung – JEDER! und zwar auch noch den unverschämtesten der vom Sender gewünschten Darsteller – nach. Sie schützen auch ihre Gewerke nicht mehr… friss oder stirb sagt der Produzent zu allen Gewerken, die er zwar braucht aber es gibt ja genug auf dem gesättigten Markt, in den die Hochschulen alljährlich weitere hunderte von Leuten pumpen… Und so gelingt es der Marktmacht, dass der Produzent die Gewerke mit Honoraren und Gagen aabspeist, die unter den Beträgen von vor 10 Jahren liegen. Während die satten und bräsigen Senderleute alljährlich Gehaltserhöhungen einstreichen und viele Milliarden für ihre Pensionen aus unseren Gebühren zurückstellen. So haben alle – vorrangig die Politik und gezwungen die Filmwirtschaft – diesen ÖR vollkommen aus dem Ruder laufen lassen. Und es wird immer schlimmer. Je mehr Geld solche Konstrukte, die sich nicht um den Wettbewerb kümmern müssen, sondern den Wettbewerb TÖTEN, bekommen, um so mehr Macht über die freie Wirtschaft üben sie aus. Dazu haben sie auch noch locker 160 Töchter plus mehrere GmbHs gegründet, die zusätzlich „Konkurrenz auf dem freien Markt“ darstellen sollen…von dem Verteilen unserer Gebühren nach Österreich, Niederlande, Schweden etc. ganz abgesehen. Wozu muss ein deutscher ÖR die Filmwirtschaft unterjochen und bestimmen, was diese mal stolzen Leute machen sollen/dürfen und was man ihnen dafür gnädig zu bezahlen gedenkt? Angebote werden von den ÖR-Kalkulatoren – bildlich – zerfetzt. Was dieses Monopol bezahlen möchte, das bestimmt schon das Monopol selbst… Wie es dazu kommen konnte, dass die Politik im Bereich Fiktion solch ein System zugelassen hat, ist die große Frage. Man ist so stolz auf den „Mittelstand“ und „die Industrie“ in Deutschland. Dass die Politik sowohl die Filmindustrie als auch die Zukunft des gesamten Nachwuchses zerstört hat mit der Genehmigung, den acht-Milliarden-ÖR praktisch als alleinigen Auftraggeber für Fernsehfilme und Serien zu machen. Die brandaktuellen FFA-Studien des Fraunhofer Instituts und der Universität Rostock belegen diese missbrauchte Macht und – als beschämendes Zusatzergebenis – die „massive Diskriminierung von Frauen on top. Die Dimension hat ARD, Degeto und ZDF überrascht. Der ZDF-Intendant musste sein Entsetzen im heute-journal zugeben.. Was folgt? Vermutlich NICHTS und damit genau das, was in diesem Land üblich geworden ist.

      Also Herr Reeb: Die inzwischen ca. 5 Millionen Gebührenverweigerer scheinen ein Gefühl dafür zu haben, dass in diesem teuersten Rundfunk der Welt vieles nicht stimmt.Dass er Frauen diskriminiert, weniger Honorare und Gagen als vor 10 Jahren und den Darstellern keine Wiederholungshonorare bezahlt werden, auch dann nicht, wenn sie über ihre Firmen ganze Serien ins Ausland verkaufen oder die österreichische und andere Filmszenerien mit unseren Gebühren mit-unterhalten und..und..und… soll alles so bleiben? Weil SIE zufrieden sind mit dem ÖR???? Ich weiss, dass man Seiten füllen könnte mit all dem, was WIR ALLE mit unseren Gebührengeldern unterstützen, ermöglichen, zulassen und finanzieren (müssen). Egal wie hoch der Beitrag für diesen – ich sags nochmal – teuersten Rundfunk der Welt ist, ich möchte, dass all diese auch rechtlich sicher zweifelhaften Gepflogenheiten einer gebühren-finanzierten Marktmacht überprüft und beendet werden. Vieles davon gehört auch vor Gericht!! Das geht aber erst, wenn die Marktmacht (das Monopol/Oligopol) keine Möglichkeit mehr hat, die Existenzen derjenigen, die offen legen was abläuft (klammheimlich) zu vernichten. Wer kann diesem Monopol schon nachweisen, dass die Nichtbeauftragung irgendeinen bösen HIntergrund hat… wo doch alljährlich so viele neue Leute von den steuer-finanzierten Hochschulen auf einen vom ÖR verursachten, „geschlossenen Markt“ im wahrsten Sinn des Wortes gekippt werden. Denn solche Zustände spielen der Marktmacht, die sparen muss (Pensionen!!) , natürlich in die Hände. Die Marktmacht kann alles bestimmen – vor allem, was sie bezahlt und was sie fordert. Dass unsere gesamte Filmwirtschaft mit allem was peripher dazugehört, von „ganz wenigen „Chancengebern“ (Studien) in den Sendern abhängig ist und diese Marktmacht sich noch nicht mal ihrer eigenen „Labeling-Effekte“ (sic!) bewusst ist, kann sich eigentlich jeder vorstellen, was in dieser Branche seit Jahren los war und ist. Und letztlich können das alles nur die Gebührenzahler beenden. Man muss leider hoffen, dass sich noch viele Millionen dazu entschließen, die Zahlung einzustellen. Nur dann gibt es Hoffnung für diese kaputt gemachte Filmbranche aber auch für den ÖR. Denn: „Wenn der Zugang zum Markt und der Marktaustritt jederzeit für alle Anbieter offen stehen, herrscht freie Konkurrenz, im anderen Fall liegt ein geschlossener Markt vor.“
      Und genau SO ist es im Moment.

    2. Ob der ÖR durch demokratische Willensbildung bewusst gewollt ist von den heute hier lebenden Menschen, ist überhaupt nicht bekannt, da dieses Thema nie irgendwo zur Abstimmung steht oder stand. Es wird aus Tradition mitgeschliffen, ob die Menschen hierzulande es überhaupt noch oder in dem Umfang wollen, ist nie irgendwann ein einziges Mal evaluiert worden.

      Würde es evaluiert, darf man vermutlich davon ausgehen, dass eine Mehrheit den gewaltigen Umfang und dessen Kosten jedenfalls nicht mehr wollen. Auch ist der Regierungsfunk nicht die einzige Alternative zum vermeintlichen Willen zur „Grundversorgung mit Informationen“. Man könnte ebenso ein Modell machen, wo Bürger nur nachweisen müssen, dass sie sich irgendwo mit grundlegenden Informationsquellen beschäftigen, aber ob sie da nun 5€ für ein Nachrichten Pay-TV bezahlen oder aber 17,50 für den Regierungsfunk, das könnte ihnen überlassen bleiben. Die privaten Sender sind im Übrigen inzwischen nicht schlechter als die ÖR und die Quote an Werbung ist inzwischen ebenfalls fast deckungsgleich.

      1. @Ulrich Schulze – Sie haben recht..das ist viel zu lang! Wut beschleunigt die Schreibgeschwindigkeit.. Es ist so ekelhaft und teilweise kriminell, was die sich erlauben. Und jeder in der Film- und Fernseh-Branche weiß und erlebt das… Da die FAZ jetzt voll angreift, sollten Insider, die dieses Monopol in- und auswendig kennen, mitziehen. Es gibt nur einen kleinen Time-Slot, bevor sie wieder miteinander kungeln und die Zulieferer nicht nur ums Geld behumsen!!!

    3. Sie verschweigen hierbei natürlich, dass das BVerfG viel häufiger die Rechtswidrigkeit des Rundfunkstaatsvertrags selbst, wegen zu großer Parteinähe oder einzelner Maßnahmen seiner Organe, wie die Kündigung im Fall „Brender“ als die Rechtmäßigkeit ausgesprochen hat.

      http://www.tagesspiegel.de/medien/urteil-zum-zdf-staatsvertrag-verfassungsgericht-politik-hat-zu-viel-einfluss-auf-oeffentlich-rechtlichen-rundfunk/9663170.html

      Einen größeren Beweis *fehlender* Unabhängigkeit, wenn es den überhaupt – mit Blick auf die Gremienbesetzung mit Parteien und Gewerkschaften braucht – kann es nicht geben.

      Interessant ist auch, dass in ARD und ZDF kaum über die Neuverhandlung des Staatsvertrags und die darin enthaltenen unverschämten Forderungen berichtet wird.

  3. „Immer wieder druckt Ihr dieses böse Wort vom STAATSRUNDFUNK. Wo es doch in Deutschland seit dem Fall der Mauer GAR KEINEN MEHR GIBT. Denn – glaubt es oder nicht – der Rundfunk ist in unserem demokratischen Land staatsfern organisiert. Das will die Verfassung so – und die Richter am Bundesverfassungsgericht erst Recht.“

    Soso. Scheinbar hat Frau Baetz noch nie von Sendern wie der „Deutschen Welle“ gehört. Da kann man nämlich nicht mal mehr mit der üblichen Ausrede kommen, dass das ja kein Staatsrundfunk ist, weil die sich schliesslich nicht über Steuern, sondern über Zwangs-Gebühren/-Abgaben/-Beiträge (oder wie auch immer man das nennen möchte) finanzieren (als ob das letztlich einen nennenswerten Unterschied machen würde – in der Praxis bewirkt das vor Allem, dass Arme viel stärker unter dem ö.r. Rundfunk leiden als Reiche).
    Die „Deutsche Welle“ wird nämlich direkt aus dem Budget des Bundeskanzleramts finanziert, und ist somit nach wirklich jeder Definition astreiner „Staatsrundfunk“.

  4. Wann begreifen die Leute endlich, daß es sich nicht mehr um eine Gebühr handelt? Insofern ist der Begriff „Zwangsgebühr“ schon fehl am Platz. Der Begriff „Zwangsabgabe“ trifft es wohl eher.
    Wer sich nur ein wenig mit den bestehenden Abgabenformen befassen würde, käme schnell zu der Erkenntnis, daß es sich aber auch nicht um einen „Beitrag“ handelt, wie es der Begriff „Rundfunkbeitrag“ gerne suggeriert.

    Diese Abgabe erfüllt nicht die Kriterien der bekannten öffentlichen Abgabetypen. Deren Typologie ist abschließend und hat Verfassungsrang. Damit ist dieser 2013 eingeführte „neue“ Abgabentyp verfassungswidrig.

    1. @M.S. Cono. Im prinzio haben Sie Recht, Genau genommen ist Hinweis aber selbst für einen sprachbewußten Menschen schlicht konrinthenkackerei.

      1. @schulze Ulrich
        Es geht doch hierbei nicht lediglich um Sprachbewußtsein. Man sollte sich einmal kurz verdeutlichen, daß seit Anfang 2013 von jedem deutschen Haushalt Monat für Monat, Jahr für Jahr eine höchstwahrscheinlich verfassungswidrige Abgabe gefordert wird.
        Wenn das Bundesverfassungsgericht im Frühjahr seine eigene Rechtssprechung nicht ad absurdum führen will, kann es diese Abgabe nicht als einen Beitrag durchgehen lassen.
        Das würde Tür und Tor öffnen für alle möglichen weiteren Abgaben dieser Art.

        Das Herzstück unserer Demokratie ist das Grundgesetz, unsere Verfassung. Wenn wir anfangen, Teile dieses Grundgesetzes zu missachten oder auszuhebeln, ist das der erste Schritt einer Abkehr von der Demokratie.

  5. Diesem Auftrag zur Grundversorgung kommt man aber nicht nach: Ein Staatsrundfunk ist es eher nicht. Es geht den Redakteuren viel eher um das Durchsetzen der eigenen Meinung, wobei sie nicht auf die Interessen des Publikums Rücksicht nehmen müssen. Die FAZ als private Alternative und eine der wenigen konservativen Medien in Deutschland regt sich darüber verständlicherweise besonders auf.

  6. Das ist der Hochmut der Kollaborateure dieses Stamokap-Systems VOR dem Fall und der wird tief sein.

    Die sollten froh sein, daß es NICHT die Eigenart der Deutschen ist, wie durchaus mancher unserer Nachbarn, solche Dinge unter Zuhilfenahme der Straßenbeleuchtung zu regeln.

    Auch ein Nürnberg 2.0 ist eher unwahrscheinlich, viel eher schon ein Ausbleiben der Zahlung der viel zu üppigen Pensionen als Schweige- und Kollaborations-Zahlungen einer Staatsmafia für ihre Propagandisten, weil bald nicht mehr genug Suppe dafür da sein wird.

  7. So schreibt nur jemand, der warm und trocken dem Staat dient. Natürlich giert man da nur nach Erhöhung der Zwangsgebühren. Es sind nämlich tatsächlich Zwangsgebühren wie die Müllabfuhr und die Abwasserreinigung.

  8. Vielleicht nehmen Herrn Winterbauer und Frau Baetz vom DLF einfach einmal die hier aufgeführten Kommentare zur Kenntnis. Ob sie bei den Worten „Zwangsgebühren“ und „Staatsrundfunk“ zur Selbstkritik fähig und willens sind?

  9. Sollte wohl lustig sein, ist es aber nicht.
    So kann sich leider nur jemand äußern, der per Quote aus unseren Zwangsgebühren finanziert wird-by the way: Die Zeit fürs Schreiben haben wir ja dann wohl auch bezahlt! Ich bin schon der Meinung, dass es in den öffentlichen Programmen auch gute Sachen gibt, die ich mir gern ansehe (s. z.B. ZDF Neo, ARTE, 3Sat etc.). Ich habe aber keine Lust für den Tatort zu zahlen (schon gar nicht die Millionen-Produktionen des Til Schweiger) und ebenso wenig habe ich Verständnis für die unglaublich große Anzahl von 3. Programmen und den vielen Büros auf der ganzen Welt (das zahlen wir alles mit und den Sendeanstalten geht es am verlängerten Rücken vorbei, weil die Gebühren ja sowieso kommen). Last but not least: Meines Wissens geht der größte Teil unserer Gebühren nicht in das Programm, sondern in die Pensionszahlungen, die aufgrund von Alt-Verträgen immer noch ausgezahlt werden müssen. Bleibt noch die Frage, warum die Gebühren auch jetzt nicht mehr ausreichen sollen, wo doch jetzt jeder -ohne Fernseher, aber vielleicht mit PC, IPad, Mobiltelefon o.ä.– gezwungen ist, zu zahlen. Da müssen doch mehrere Milliarden zusätzlich in die Kasse gekommen sein. Wie gesagt-eine sachliche Antwort hätte dem Deutschland-Funk gut zu Gesicht gestanden, denn DEN bezahle ich mit meinen Gebühren, obwohl ich ihn nicht kenne oder nutze.

  10. Herr Winterbauer!
    bitte, gestatten Sie die Einlssung: ob die Kollegen Beatz „zu Recht“ die FAZ angreift, ist Ihr in den Text eingeschleuster Kommentar, nicht eine Tatsache. Und Zwangsgebühren ist kein Kampfbegriff, sondern sie sind eine böse Realität.
    Die Öffentlich-rechtlichen Sender verfeuern frivol die ihnen zwangeweise zugeschusterten Gebühren – und gieren geifernd nach stets neuen. Wir werden sehen, wie hoch sie in Bälde sein werden. Jedenfalls sind sie schon jetzt zu hoch, viel zu hoch.

  11. 1) Im Zweifel glaube ich der FAZ und nicht den gebührengeilen öffentlich-rechtlichen Sendern.
    2 Von wegen Free-TV: 17 € Zwangsgebühr.
    3) Zum DLF: Wer morgens den einstmals neuralen Sender hört, wird nicht nur mit Wiederholungen und Wiederholungen vorheriger Sendungen traktiert, viel schlimmer noch: die Studio-Moderatorinnen und Moderatoren verbergen gar nicht ihre politisch-populistische Heimat, dazu insistieren sie, lassen ihre Studiohäste nicht ausreden und verwechseln ihre pure Voreingenommenheit mit hartnäckigem Hinterfragen.

  12. Liebesbrief an die FAZ-„KollegInnen“; allein dieser Einstieg verursacht schon Brechreiz, ist Gesinnungs-erkennend und ein deutliches Zeichen für ideologischen Ungeist, die gute deutsche Sprache zu versauen! Ein für allemal: In einem Substantiv gibt es keinen Großbuchstaben. Das gilt für alle Rotgrünen dieser Welt – und darüber gibt es keine Diskussionen.
    Außerdem: Der ausgefeilte Beitrag von Hermann Lopes bringt das Thema optimal auf den Punkt. Noch Fragen?

  13. Ich habe schon vor Jahren sämtliche Privatsender aus meiner Senderliste entfernt und lebe hervorragend damit. Hervorragend und umfassend informiert, so wie es das Gesetz vorschreibt. Oder will hier etwa jemand allen Ernstes behaupten, dass man bei den Privaten auch nur ansatzweise so umfassend informiert wird wie bei den Öffentlich-Rechtlichen?

    1. Es geht nicht nur um die Qualität.

      Ich benutze schon seit fast 30 Jahren kein Radio (In Nürnberg gibt’s einen privaten Radiosender, der meinen Musikgeschmack gespielt hat, als ich einen Tag dort war.) mehr und seit mehreren Jahren kein Fernsehen. Internet, Magazine und Zeitungen reichen mir aus. Informationen lese ich lieber, kann ich im Zweifelsfall nochmal lesen.

      Ich werde gezwungen, Ihren Rundfunk-Konsum „solidarisch“ mitzufinanzieren. Mein Spiegel-Abo habe ich mangels Geld gekündigt.

    2. Es hat doch niemand was dagegen, wenn Sie zufrieden sind mit dem ÖR. Aber lassen Sie allen anderen, die das nicht sind, diese Freiheit ebenfalls. Das wäre schon sehr nett.
      Sie haben sich doch Ihre Fragestellung schon selbst beantwortet. Ich behaupte allen Ernstes, dass man auch bei den Privaten gut informiert wird. Die ständigen Wiederholungen auf allen Kanälen bedeuten keinen wesentlichen Informationsvorsprung des ÖR. Wenn ich mit dem Auto nachhause fahre, informiert mich schon der entsprechende Nachrichtensender. Und mein iphone informiert mich über die Medien die ich geladen habe – ganz unterschiedlich. Danach ist es Jacke wie Hose, wer mir um round about 20 Uhr die Tagesinformationen vorliest. Manche Diskussion auf Phoenix ist gut, das andere Krawallzeug brauche ich z.B. nicht. Letztlich bin ich aber nicht mehr bereit, Gebühren für einen ÖR zu bezahlen, der – laut FFA-Studien – „Frauen im Bereich Spielfilm/Serien massiv diskriminiert“ und sich dort zu einem absoluten Monopol (Oligopol) mit allen negativen Erscheinungen dieser Spezies mit enormer Macht entwickelt hat und das mit Bürger-Gebühren. DAZU passt dieser unverschämt-arrogante Brief. Genau so führen sich diese Sender-Leute auf, denen wir sensationelle Pensionen verschaffen, während ein Großteil der Leute, die denen das bezahlen, mit kleinen Renten und möglicherweise Verlust der Wohnung im Alter rechnen müssen. Was für eine verkehrte Welt in der diese Redakteurin sich so etwas erlauben kann! Macht+Monopol korrumpiert sie alle. Die ganze Branche weiß das – nur die Politik scheint es immer noch nicht zu begreifen. Die Entscheidung vieler – NICHT MIT MEINEN GEBÜHREN – wird immer mehr Druck erzeugen. Hoffentlich.. und hoffentlich schnell.

    3. Ich habe vor Jahren meinen Fernseher und mein Radio abgeschafft und lebe hervorragend damit.
      Umfassend informiere ich mich mit Tageszeitungen wie faz & taz und mit Büchern.
      Vieleich sollten Sie mal die Glotze ausmachen und an den Kiosk gehen ? Oder in die Städtische Bücherei ?

      Allerdings muß man dort meist für den Medienkonsum zahlen.
      Ich verstehe nicht warum die Städte und Gemeiden nicht einfach von jedem Haushalt pro Monat 17 €uro Büchereibeitrag verlangen, immerhin dienen sie der Grundversorgung.
      Einfach ein Gesetz erlassen das so was vorschreibt und der Bürger muß zahlen.

  14. Was zu beweisen war! Arroganz! Der öffentlich-rechtliche Rundfunk mit seinen Zwangsgebühren gehört abgeschafft und umgestellt auf Pay-TV. Wer das linke Umerziehungsprogramm sehen und hören möchte, soll das bitte schön freiwillig bezahlen. Der mündige Bürger will nicht von Mainstreammedien in finanzielle Mithaftung genommen werden. Über 8 Milliarden Euro kassiert der ÖRRF von uns Bürgern ab – für was? Ideologie? Demnächst gibt es nicht einmal mehr Fußball-Bundesliga und Länderspiele. Handball-WM gibt es schon nicht mehr. Die Zwangsgebühr gehört abgeschafft, kurzfristig drastisch gesenkt und das üppige Personal – könnte sich kein Verlag oder Privatsender leisten – deutlich verringert!

  15. „aber eine, die sich dieses Land leistet, um eine Grundversorgung an Information sicher zu stellen.“

    Die eigentliche Thematik ist aber, dass die Definition Grundversorgung keinerlei Begrenzung kennt, neben der Selbstversorgung der Anstalten u.a. durch Ihre astronomisch hohen Pensionsberechtigungen. 1

    1. @ Hartmut Schwensen. Stimmt. Ob es die Öffentlich.Rechtlichen und
      die bei meedia hören (wollen)?

  16. Wer sich vom Staat – marktverzerrend, auch nach eigener Aussage – alimentieren lässt, trägt das Siegel „Staatsfunk“ zu recht. Inwiefern der Krimi-Abspiel-Sender ZDF – um nur das flagranteste Beispiel zu nennen – die „Grundversorgung an Information sicher“ stellt, das wird wohl Frau Baetzens Geheimnis bleiben.

    Wir Bürger werden von der Politiker-Aristokratie dieser Republik gezwungen, ein System zu finanzieren, das diese nach Belieben instrumentalisiert und, wenn auch subtil, manipuliert. Wenn ein abgehalfterter Politiker wie Kurt Beck als Vorsitzender nacheinander der Rundfunkkommission der Länder und des ZDF-Verwaltungsrat agieren darf, ist es entweder Ironie oder Blindheit von einer staatsfernen Organisation des ÖR Systems zu reden.

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