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Diana-Doku des Ersten besiegt den ZDF-Film und „Wer wird Millionär?“, ordentlicher Start für Sat.1-Serie „Bull“

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ARD-Doku "Unsere Mutter Diana" mit den Prinzen und Diana-Söhnen Harry (l.) und William

Die Nummer 1 der Montags-Prime-Time hieß am Dienstag nicht "Wer wird Millionär?" und auch nicht "Verräter - Tod am Meer". Die RTL-Show und die ZDF-Film-Premiere mussten sich beide der britischen ARD-Doku "Unsere Mutter Diana" geschlagen geben, die 4,58 Mio. Menschen einschalteten. Auch im jungen Publikum war der 60-Minüter erfolgreich, gewonnen hat hier aber "The Big Bang Theory". Zufrieden kann auch Sat.1 sein: mit "Bull" und "Promi Big Brother".

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Montag wissen müssen:

1. ARD siegt mit „Unsere Mutter Diana“, „Hart aber fair“ überdurchschnittlich gut

4,58 Mio. Leute entschieden sich also um 20.15 Uhr für die Doku „Unsere Mutter Diana“, die schon in Großbritannien für Schlagzeilen gesorgt hatte. Der Marktanteil lag bei starken 15,4%, der 60-Minüter besiegte sämtliche 20.15-Uhr-Konkurrenten. „Hart aber fair“ sahen danach ab 21.15 Uhr noch 3,18 Mio. Menschen – 11,4%. Das sind zwar keine so guten Zahlen wie die der Doku, doch die Ausgabe gehörte damit zu den besseren des bisherigen Jahres. Nur fünf Folgen erreichten im bisherigen Jahr 2017 einen noch besseren Marktanteil als 11,4%. Den Tagessieg holte sich nicht „Unsere Mutter Diana“, sondern die 20-Uhr-„Tagesschau“, die im Ersten 4,91 Mio. (18,6%) verfolgten.

2. „Wer wird Millionär?“ mit etwas blasser Rückkehr aus der Sommerpause, ZDF-Film erfolgreicher

Der stärkste Konkurrent des Ersten war am Montagabend das ZDF-Drama „Verräter – Tod am Meer“. 4,39 Mio. sahen die Film-Premiere – gute 14,7%. Dahinter, aber ohne echte Gefahr für Das Erste und das ZDF, folgt „Wer wird Millionär?“. „Das große Zocker-Special“, gleichzeitig die erste Ausgabe nach der Sommerpause, schalteten 3,64 Mio. ein – 12,5%. Bei den 14- bis 49-Jährigen kam die Show gar nur auf 910.000 Seher und blasse 10,3%. Zum Vergleich: Die erste Folge nach der Sommerpause 2016 sahen damals noch 4,37 Mio. (14,9%), bzw. 1,47 Mio. 14- bis 49-Jährige (ebenfalls 14,9%).

3. ProSieben siegt mit „The Big Bang Theory“, bei Sat.1 startet „Bull“ gut und „Promi Big Brother“ holt neuen Staffelrekord

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Die Nummer 1 hieß bei den 14- bis 49-Jährigen am Montag „The Big Bang Theory“. 1,43 Mio. junge Menschen bescherten der ersten neuen Folge nach der Sommerpause starke 16,3% und den Tagessieg, die Wiederholung einer älteren Episode erreichte danach noch 1,32 Mio. und 14,3%. „Uncovered“ rutschte danach mit 850.000 und 9,5% wieder unter die 10%-Marke. Dort landete auch die neue Sat.1-Serie „Bull“ um 21.15 Uhr, doch 880.000 und 9,9% sind für den Sender ein ordentliches Ergebnis. „Navy CIS“ kam vorher auf 9,4%, „Promi Big Brother“ um 22.15 Uhr mit 930.000 14- bis 49-Jährigen auf 15,8% und damit einen erneuten Staffel-Rekordmarktanteil.

4. Vox, RTL II und kabel eins um 20.15 Uhr fast gleichauf

Die drei Sender der zweiten Privat-TV-Liga erreichten um 20.15 Uhr fast identische Zuschauerzahlen. So kam „Goodbye Deutschland!“ bei Vox auf 500.000 14- bis 49-Jährige und 5,6%, RTL II mit „Curvy Supermodel“ 490.000 und 5,6%, sowie kabel eins mit „xXx – Triple X“ 480.000 und 5,5%. Für Vox ist das kein gutes Ergebnis, für RTL II und kabel eins ein recht solides. Bei Vox lief es für eine weitere „Goodbye Deutschland!“-Ausgabe um 22.15 Uhr mit 7,0% besser, auch kabel eins konnte sich steigern: „Extreme Rage“ erzielte ab 22.35 Uhr sehr ordentliche 6,3%.

5. zdf_neo stark mit „Inspector Barnaby“, Sky mit „Game of Thrones“

Bei den kleineren Sendern stach am Montagabend wieder einmal die zdf_neo-Serie „Inspector Barnaby“ aus der Masse heraus: 1,81 Mio. und 1,78 Mio. Krimifans sahen die beiden Folgen ab 20.15 Uhr – Marktanteile von 6,1% und 8,1%. Bei den 14- bis 49-Jährigen reichten 320.000 und 390.000 Seher immerhin für 3,5% und 5,5%. In die Tages-Top-50 schaffte es in der jungen Zielgruppe auch der Mini-Sender Sky Atlantic: Die neueste „Game of Thrones“-Folge schalteten dort um 20.15 Uhr 350.000 14- bis 49-Jährige ein – grandiose 3,8%. Insgesamt kam die Serie auf 450.000 Zuschauer und 1,5%.

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Alle Kommentare

  1. Allerdings war PBB unter 1 Million… auch wenn der Marktanteil mit 15,8% besser war als der vom Sonntag bei 1,08 Mio. und 15,3% MA). Ihr solltet nicht zweimal von Rekord sprechen, wenn es einmal um MA und ein andermal um Zuschauer geht (obwohl man von den Privatsendern selten etwas zur Quote hört, das übernehmen die Mediendienste gell!). Ein höherer Marktanteil mit weniger Zuschauern.. ist das ein „echter“ Rekord? Die ewige Frage, die fast schon unter „Fake-News“ diskutiert werden könnte. Oder sogar sollte? Oder sogar müsste? (Ganz besonders, weil der ÖR am lautesten die Quoten herausplärrt.. und letztlich gar nicht auf Quoten schielen darf… siehe Rundfunkstaatsvertrag mit extra Erwähnung, dass der ÖR Filme und Serien nur deshalb aus Gebührengeldern produzieren darf, damit Quote nicht der Maßstab ist. Im anderen Fall kann die freie Filmwirtschaft mit den Gebühren selbst Filme machen, die der Sender bestellt hat. Dazu braucht es keine bombastischen Redaktionen. Dass sich die Sender dieses Gejubel nicht verkneifen kann nur bedeuten, dass das Geschwätz der Politiker bei Einführung der Gebühren nichts bedeutet hat und längst überrannt ist. Die Sender haben alle Begrenzungen geknickt und sind bei Filmen/Serien zum marktbeherrschenden Oligopol geworden. Die Politik hat es verkackt und liefert diese mal stolze, freie Wirtschaft seit Jahren Gebühren finanzierten Kraken aus… und wirft über steuer-finanzierte Hochschulen und steuer-finanzierte Förderungen zusätzlich jährlich neue Leute auf einen gesättigten Markt. Die Politik sorgt für arbeitslose, best Ausgebildete junge Leute und zusätzlich für „massive Frauendiskriminierung im ÖR“ (FFA-Studien).

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