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BDZV bekommt neue Struktur: Kommunikationschef Fuhrmann scheidet zum Jahresende aus

Hans-Joachim Fuhrmann
Hans-Joachim Fuhrmann

Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) wird neu ausgerichtet. Die bislang getrennten Geschäftsbereiche Verlagswirtschaft und Digitales werden zusammengeführt. Auslöser für den Umbau ist das überraschende Ausscheiden des langjährigen Kommunikationschefs und Leiter des Digitalbereichs, Hans-Joachim Fuhrmann.

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Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger strafft seine Struktur. Aus den bislang getrennten Geschäftsbereichen Verlagswirtschaft und Digitales soll der neue Bereich Märkte werden. Dafür sucht die Lobbyvereinigung der deutschen Zeitungsbranche eine geeignete Führungsspitze. Dem Vernehmen nach soll sich BDZV-Hauptgeschäftsführer Dietmar Wolff für eine interne Lösung stark machen, möglich ist aber auch, dass am Ende ein externer Kandidat das Rennen macht. Wolff war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Grund für den Umbau ist das überraschende Ausscheiden des langjährigen BDZV-Kommunikationschefs und Leiter des Digitalbereichs, Hans-Joachim Fuhrmann. Er gibt zum Jahresende seine Ämter beim Bundesverband ab. Hierfür war er seit 28 Jahren tätig. Ab Anfang nächsten Jahres werde Fuhrmann der Lobbyvereinigung auf seinen ausdrücklichen Wunsch hin und „im besten Einvernehmen mit dem geschäftsführenden Präsidium“ als Berater verbunden bleiben, heißt es. Als Grund für seinen Rückzug aus dem operativen Verbandsgeschäft nennt der 62-Jährige, dass er „endlich etwas mehr Zeit für andere schöne Dinge des Lebens haben“ will.

„Wir haben für die Entscheidung von Herrn Fuhrmann Verständnis – aber wir bedauern sie auch“, kommentierte BDZV-Hauptgeschäftsführer Wolff den Schritt. Fuhrmann, so Wolff, habe mit seiner Professionalität und Kreativität die Arbeit des BDZV maßgeblich mitgeprägt. Fuhrmann begann seine Karriere beim BDZV als Leiter der Öffentlichkeitsarbeit. 1997 stieg er zum Leiter Kommunikation und Multimedia in die Geschäftsleitung auf. Besonders wichtig war ihm der jährlich vom BDZV verliehene Theodor-Wolff-Preis. Der PR-Profi hat zudem das journalistische Handwerk bei der Bonner/Kölnischen Rundschau von der Pike auf gelernt. Er arbeitete danach als Redakteur bei der Wochenzeitung Das Parlament – bevor er 1987 zum BDZV wechselte. Präsident des BDZV ist Mathias Döpfner, der zugleich Vorstandschef des Berliner Medienhauses Axel Springer SE ist.

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