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ZDF-Show „Wir lieben Fernsehen!“ startet blass, RTL II triumphiert mit „Dirty Dancing“

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Johannes B. Kerner (l.) und Steven Gätjen moderieren "Wir lieben Fernsehen"

Die erste Ausgabe der "Gute alte Zeiten"-ZDF-Show "Wir lieben Fernsehen!" war noch kein großer Erfolg. 2,98 Mio. sahen Ausschnitte aus alten TV-Serien und Gäste wie Mario Adorf und Marie-Luise Marjan - ein Marktanteil von 10,7%. Den Tagessieg holte sich stattdessen Das Erste, im jungen Publikum "GZSZ". Weit über seinem Normalniveau landete RTL II mit "Dirty Dancing" und passender Begleit-Doku.

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Donnerstag wissen müssen:

1. Blasse Zahlen für „Wir lieben Fernsehen!“

2,98 Mio. Leute interessierten sich also die für ZDF-Show zum Thema Fernsehen. In der ersten Ausgabe ging es um Serien und Reihen, vor allem über die Hits vergangener Jahrzehnte à la „Schwarzwaldklinik“. Der Marktanteil der Show lag bei 10,7%. Keine Katastrophe, aber auch keine Zahl, mit der sich das ZDF feiern kann. Ähnlich sah es im jungen Publikum aus: 510.000 14- bis 49-Jährige entsprachen ebenfalls etwas blassen 5,8%. Zum Vergleich: das „heute-journal“ erzielte im Anschluss – wohl auch angesichts der Geschehnisse in Barcelona – 15,9% im Gesamtpublikum und 9,6% bei den 14- bis 49-Jährigen.

2. Barcelona sorgt für erhöhtes Informations-Interesse, Prime-Time-Sieg geht an den „Zürich-Krimi“ des Ersten

Nicht nur für das „heute-journal“ lief es am Donnerstag gut: Auf den ersten fünf Plätzen der Tages-Charts finden sich vier Nachrichten-Sendungen. Die meisten Zuschauer sammelte dabei die 20-Uhr-„Tagesschau“ ein, die im Ersten 5,50 Mio. (21,4%) einschalteten. Auf den Rängen 3, 4 und 5 folgen „heute-journal“, „heute“ und „Tagesthemen“ mit 3,18 Mio. bis 4,08 Mio. Bezieht man auch noch Sendungen mit weniger als fünf Minuten Sendezeit in die Betrachtung ein, so findet sich auch noch das drei-minütige „Tagesthemen Extra“ um 21.45 Uhr weit oben: 4,62 Mio. sahen zu. Zwischen all die Nachrichten sprang lediglich „Der Zürich-Krimi“ des Ersten: 4,43 Mio. schalteten die Wiederholung aus dem Jahr 2016 ein – 15,9%.

3. RTL liegt im jungen Publikum vorn, „Promi Big Brother“ mit neuem Staffel-Rekord

Bei den 14- bis 49-Jährigen hieß die Nummer 1 am Donnerstag RTL. Den Tagessieg holte sich der Sender mit „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ und 1,18 Mio. 14- bis 49-Jährigen (16,9%), in der Prime Time lag „Der Lehrer“ mit 1,10 Mio. und 1,17 Mio., sowie 13,0% und 13,1% vorn. Dazwischen sprang wiederum die 20-Uhr-„Tagesschau“ des Ersten – mit 1,18 Mio. und 15,8%. Sat.1 kam mit „Criminal Minds: Beyond Borders“ und „Criminal Minds“ auf ordentliche 9,0% und 9,5%, „Promi Big Brother“ sprang um 22.15 Uhr mit 870.000 jungen Menschen auf den neuen Staffel-Rekord von 13,5%. Zu den Verlierern des Abends gehört ProSieben: Für „Big Countdown: Die 50 größten Momente der 2000er“ interessierten sich ganze 520.000 14- bis 49-Jährige (6,0%).

4. RTL II triumphiert mit „Dirty Dancing“-Abend

Meilenweit über dem Sender-eigenen Soll landete am Donnerstagabend RTL II – und das mit Ansage. Denn: „Dirty Dancing“ kann noch so oft wiederholt werden, der Film ist immer ein Hit. Diesmal sahen ihn 1,00 Mio. 14- bis 49-Jährige – ein grandioser Marktanteil von 11,5%. Nur RTL erreichte in der Prime Time mehr junge Menschen. Die Begleit-Doku „Mein Baby gehört zu mir!“ erreichte im Anschluss noch 980.000 und sogar 14,2%. Auch „Dirty Dancing 2“ holte ab 23.25 Uhr noch Top-Quoten: 380.000 14- bis 49-jährige Nacht-Eulen reichten für 10,2%. Vox erzielte mit „21 Jump Street“ unterdessen halbwegs solide 6,9%, mit „Crank 2“ gute 8,7%, kabel eins kam mit dem „Schwiegermonster“ nicht über schwache 3,9% hinaus. Auch im Gesamtpublikum lief es übrigens super für „Dirty Dancing“: Mit 1,96 Mio. Zuschauern (7,2%) landete der Film hier in der Prime Time sogar vor RTL – und nur hinter dem Ersten und dem ZDF.

5. Martin-Schulz-Interview sehen bei Phoenix deutlich mehr als Angela-Merkel-Interview

Phoenix hat in seiner Reihe „Forum Politik“ innerhalb von vier Tagen sowohl Angela Merkel, als auch Martin Schulz interviewt. Der Quoten-Sieg geht dabei überraschend deutlich an das Schulz-Gespräch. Für Angela Merkel interessierten sich am Montagabend 180.000 Leute (0,7% Marktanteil), für Martin Schulz am Donnerstag nun 270.000, also 50% mehr. Der Marktanteil lag hier bei 1,0%. Die Nummer 1 der kleineren Sender hieß in der Prime Time unterdessen „mare TV“: 1,29 Mio. und 1,22 Mio. sahen die beiden Ausgaben im NDR Fernsehen – stolze Marktanteile von 4,7% und 4,3%.

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