Anzeige

Trump und die Rassisten-Spitzmütze: die entlarvenden Ku-Klux-Klan-Cover der US-Magazine

Die aktuellen Titelseiten vom New Yorker, The Economist und Time
Die aktuellen Titelseiten vom New Yorker, The Economist und Time

Es gibt wohl kaum einen US-Präsidenten, der die Kreativität der Blattmacher derart angestachelt hat, wie Donald Trump. In den ersten acht Monaten seiner Amtszeit gab es bereits mehr außergewöhnliche Titelseiten als bei den meisten seiner Vorgängern in deren gesamter Amtszeit. Trumps Reaktion auf Charlottesville inspirierte den New Yorker, Time und den Economist erneut zu bemerkenswerten Covern.

Anzeige
Anzeige

Alle drei Titelseiten spielen sehr deutlich auf den Ku-Klux-Klan oder den Faschismus im allgemeinen ab. Sie geben damit auch ein klares Statement zum Verhalten des US-Präsidenten ab, der fast zwei Tage brauchte, um sich deutlich von den Ausschreitungen in Charlottesville zu distanzieren (was er später dann auch wieder relativierte). Sein öffentlicher Schlingerkurs gipfelte schließlich in der Weigerung, die protestierenden Nazis und Alt-Right-Aktivisten kollektiv zu verurteilen. In dieser Gruppe sah Trump trotz allem noch immer einige “fine people”.

Diese Aussagen sorgten bereits für zwei empörte Titelseiten der großen New Yorker Boulevard-Zeitungen Daily News und New York Post. Wobei letztere gar als die Lieblingszeitung des Präsidenten gilt.

Zum Ende der Woche legen auch die großen überregionalen Magazine nach. Sowohl der New Yorker, wie auch der Economist bedienen sich dabei der weißen Spitzmützen des Ku-Klux-Klan als Symbol für die Sympathien für die Alt-Right-Bewegung, die der US-Präsident zu hegen scheint.

Anzeige

Beim Magazin aus New York wird aus der KKK-Kopfbedeckung das Segel eines Bootes, dem der US-Präsident so richtig Anschwung gibt. Die britische Wirtschaftszeitung dagegen interpretiert die Mütze als Sprachrohr für den US-Präsidenten.

Den Grafikern und Textern aus der Titelredaktion des Time ist es dagen gelungen, eine US-Flagge inklusive Fahnenstange so zu platzieren, dass sie offensichtlich zum Hitlergruß erhoben ist. Die Zeile dazu: “Hate in America”.

Interessant wird es sein, zu beobachten, ob auch deutsche Magazine das Cover-Thema aufgreifen und wie die Redaktionen mit der Symbolik umgehen.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige