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Einzelverkäufe: Spiegel und stern punkten am Kiosk mit Titelstories zum G20-Debakel

Magazin-Cover aus der ersten Juli-Woche: Mit G20 und Gesundheit lieferten Spiegel, stern und Focus gute Zahlen ab
Magazin-Cover aus der ersten Juli-Woche: Mit G20 und Gesundheit lieferten Spiegel, stern und Focus gute Zahlen ab

Trotz der in einigen Bundesländern in Heftwoche 29 bereits angelaufenen Sommerferien konnten die drei aktuellen politischen Wochenmagazine Anfang Juli allesamt starke Verkäufe über dem Durchschnittsniveau verzeichnen. Grund dafür waren bei stern und Spiegel die Aufarbeitung der Krawalle nach dem G20-Gipfel in Hamburg. Der Focus hingegen punktete mit Mikrobiomen und der "Gesundheit aus dem Bauch".

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Beginnen wir den MEEDIA-Cover-Check zunächst mit dem stern. Der hatte nach den tagelangen Ausschreitungen in der Hansestadt seinen Erstverkaufstag um einen Tag auf Mittwoch, 28. Juni, vorgezogen und damit als erstes großes Wochenmagazin eine Analyse zu den Hintergründen der Krawalle und dem Versagen des Sicherheitskonzepts veröffentlicht. Das auch inhaltlich starke Titelpaket inklusive des ersten großen Nach-Gipfel-Interviews mit Hamburgs Erstem Bürgermeister Olaf Scholz wurde auf dem Cover mit der Schlagzeile „Die angekündigte Katastrophe“ angeteasert. 190.646 Käufer überzeugte der stern-Titel beim Einzelverkauf in Supermärkten, Kiosken, an Tankstellen, Bahnhöfen oder Flughäfen. Der Gesamtverkauf der Ausgabe 29/2017 lag bei 601.148 Exemplaren, davon 22.404 E-Paper.

Auch der Spiegel profitierte im Nachgang vom G20 in Hamburg, nachdem die Chefredaktion sich in der Vorwoche noch intern wie extern für einen ziemlich zeitlosen Food-Titel unmittelbar nach dem Gipfel kritisiert worden war. „Die Akte Hamburg“ erschien so drei Tage nach dem Heft des Lokalrivalen stern zum selben Thema. Mit 216.168 abgesetzten Heften im Einzelverkauf erzielte das Nachrichtenmagazin dafür allerdings einen beachtlichen Wert und unterstrich einmal mehr seine Vormachtstellung bei politischen Themen. Im Gesamtverkauf erreichte Der Spiegel 29/17 insgesamt 769.674 Exemplare, darunter 63.005 E-Paper.

Beim Focus beließ man es in der Nach-G20-Woche bei einem Störer zu dem Thema, das die Republik bewegte (Headline: „Ja, die Linke hat ein Gewaltproblem“) und wandte sich in der Hauptsache einer Gesundheitsthematik zu, der „Macht des Mikrobioms“ und der „Gesundheit aus dem Bauch“. Auch für den Focus ging die Verkaufsrechnung damit auf: 71.407 Exemplare im EV bedeuten ein sehr ordentliches Ergebnis. Der Gesamtverkauf lag bei 430.766 Heften, darunter 33.650 E-Paper.

 

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