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Gute Rückkehr für „Ninja Warrior“, „Promi Big Brother“ mit Problemen, Leichtathletik gewinnt Zuschauer

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Frank Buschmann (l.), Laura Wontorra und Jan Köppen bändigen die RTL-Warrior, Foto: RTL/Stefan Gregorowius

Ein Jahr mussten die RTL-Zuschauer auf neue Hindernisparcours-Athleten warten, seit Samstag läuft wieder „Ninja Warrior Germany“ und stürmte direkt zum Tagessieg im jungen Publikum. „Promi Big Brother“ kommt bei Sat.1 dagegen schon ins Trudeln. Im Gesamtpublikum setzten sich Nachrichten, Leichtathletik, Krimi und Schlager durch.

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Samstag wissen müssen:

1. RTL holt den Tagessieg bei den 14- bis 49-Jährigen mit Warrior-Wiedersehen, „Big Music Quiz“ im Aufwärtstrend

Im vergangenen Jahr wurde die unterhaltsame Hindernisparcours-Show „Ninja Warrior Germany“ zum Sommerhit für RTL, die zweite Staffel startete nun erst im August, aber die Lust der Zuschauer auf neue Herausforderer, deren Erfolg (oder Scheitern) launisch von Jan Köppen und Frank Buschmann kommentiert wird, war am Samstagabend erneut groß. Insgesamt hatten 2,42 Mio. Zuschauer ab 3 Jahren eingeschaltet, das reichte für 8,7% im Gesamtpublikum und machte RTL zum erfolgreichsten Primetime-Wettbewerber von ARD und ZDF. Außerdem waren’s ein paar Zuschauer mehr als beim Auftakt im Vorjahr (2,18 Mio.). Das gilt genau so fürs junge Publikum, wo sich 1,28 Mio. 14- bis 49-Jährige über ein Warrior-Wiedersehen freuten. Damit setzte sich „Ninja Warrior Germany“ knapp vor der „Tagesschau“ und dem „heute journal“ durch. Kleiner Wermutstropfen: Der Marktanteil fiel wegen der ingesamt höheren Zuschauerzahl am Samstag nicht mehr ganz so glanzvoll aus wie im Vorjahr und lag bei 15,1% (statt 17,4%). „Ninja Warrior Germany“ half zugleich, das anschließende „Big Music Quiz“ nach oben zu ziehen. Nach mittelmäßiger Rückkehr im Schlepptau von „The Wall“ waren diesmal bessere 14,6% drin, 1,01 Mio. junge Zuseher blieben dran.

2. Weiter steigendes Interesse an Leichtathletik-WM, über 4 Mio. sehen DFB-Pokal-Ergebnisse im Ersten

Ein aufregender Tag in London: Usain Bolt verletzte sich und konnte das letzte Rennen seiner Laufbahn nicht beenden. Die deutschen Athleten konnten dagegen über Medaillen im Speerwurf und im Zehnkampf der Männer sowie im 100 m Hürden der Frauen jubeln. Das Interesse an der Leichtathletik-WM stieg am Samstag noch einmal deutlich an, über 5 Mio. (5,36 Mio.) hatten das ZDF im Schnitt den Abend über eingeschaltet – 19,4% Marktanteil. Am Vormittag waren auch schon 1,97 Mio. dabei. Über die Ergebnisse der ersten Hauptrunde im DFB-Pokal informierten sich zudem im Ersten am Vorabend 4,12 Mio. Zuschauer (20,6%). Und im Zweiten war „das aktuelle Sportstudio“ zu später Stunde mit weiteren Berichten aus London stark: 2,69 Mio. bzw. 15,6% nach 23 Uhr.

3. „Promi Big Brother“ wird für Sat.1 schon an Tag 2 zum Problemfall, „(T)Raumschiff Surprise“ behauptet sich prima

10,7% Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen lautet die Bilanz der ersten Tageszusammenfassung der frisch gestarteten fünften „Promi Big Brother“-Staffel in Sat.1, die damit direkt schon als Problemfall gelten darf. 820.000 junge Trash-Fans halfen dem Sender zumindest, ein Absinken in die Einstelligkeit zu vermeiden. Sat.1 hat alle Hände voll zu tun, dass es in den kommenden Tagen nichts noch weiter bergab geht. Dass sich „(T)Raumschiff Surprise“ am Vorabend mit 1,01 Mio. jungen Zuschauern und 11,8% ziemlich gut gegen die strake Konkurrenz schlug, ist immerhin ein Trostpflaster. Auch für „Bullyparade – Der Film: Das Comedy-Special“ lief es ab halb zwölf prima (0,59 Mio. und 11,6%). Bei ProSieben schaffte „Margos Spuren“ abends 10,5% (0,88 Mio.), das Sci-Fi-Meldodram „Equals“ rutschte später auf 5,6% ab.

4. „Tagesschau“ und „heute journal“ auf Platz 1 und 2, MDR bärenstark mit der „Klubbb3 Strandparty“

Die meisten Zuschauer wollten am Samstagabend allerdings Nachrichten sehen: 5,83 Mio. entschieden sich um 20 Uhr für die „Tagesschau“, nicht viel schlechter lief es für das WM-eingebettete „heute journal“ im ZDF (5,54 Mio.). Die Marktanteile lagen bei 23,1% und 18,8%. Der Krimi im ersten, „Mordkommission Istanbul: Rettet Tarlabasi“, folgt erst mit deutlichem Abstand nach dem Sport im Zweiten, nämlich mit 3,59 Mio. Zuschauern und 12,7%. Erfolgreicher als für viele Privatsender lief es derweil für den MDR: 1,7 Mio. wollten dort „Schlager am Meer – Die Klubbb3 Strandparty“ mit Florian Silbereisen und seiner Jungs-Gang sehen – das reichte für 6,0% Marktanteil und den Primetime-Platz direkt hinter ZDF, dem Ersten, RTL und Sat.1.

5. Vox holt solide Werte mit „Hundeprofi“ und „Welcome to the Jungle“, RTL II ohne Glück mit DiCaprio

In der zweiten TV-Liga schnitt Vox mit 0,54 Mio. und 6,3% für „Welcome to the Jungle“ noch am besten im jungen Publikum ab, „Der Hundeprofi“ hatte zuvor bereits solide 8,9% geholt. Leonardo DiCaprio als „Der Mann in der eisernen Maske“ bescherte RTL II hingegen kein Glück, sondern 3,6% Marktanteil (300.000 junge Zuseher). „Game of Thrones“ landete danach mit Wiederholungen bei 3,2% und 4,5%. „Hawaii Five-0“ war bei kabel eins nach 22 Uhr am stärksten, aber auch nur mit 0,45 Mio. und 5,3%. Davor stehen 4,7% und 4,2% in der Samstagabendbilanz. Im SWR stand derweil der „Rhein in Flammen von Konstanz bis Koblenz“, zuhause vor den TV-Geräten wollten das allerdings überschaubare 560.000 Feuerwerk-Fans im Gesamtpublikum sehen (2,2%). 1,09 Mio. entschieden sich lieber für „Kaum zu glauben XXL“ und bescherten dem NDR 3,8% bevor „Das Quiz der wilden Supertiere“ in der Wiederholung nochmal 3,0% abräumte. Der WDR ist weiterhin im Zeitreisemodus und zeigte für 830.000 Mitreisende (2,9%) „Die verrückten 70er – Das wilde Jahrzehnt der Deutschen“. 0,43 Mio. sahen zudem am Vorabend den Start von „Björn Freitags Streetfood-Duell“ (2,5%).

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