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„Promi Big Brother“ startet schwächer als 2016, „The Wall“ endet erfolgreich, Leichtathletik-WM wieder vorn

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Jochen Bendel und Jochen Schropp moderieren "Promi Big Brother" in Sat.1, Foto: Sat.1/Saumweber/Krüger

Zahlreiche Neuerungen sollen die Sat.1-Trash-Show „Promi Big Brother“ für das Publikum wieder interessanter machen. Zum Auftakt gelang das eher nicht, der letzten Ausgaben von „The Wall“ musste sich die Einzugsshow auch geschlagen geben. Insgesamt siegte das Erste mit Leichtathletik vor den ZDF-Krimis.

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Freitag wissen müssen:

1. Glatt 13% in der Zielgruppe, 200.000 Gesatmzuschauer weniger als im Vorjahr: zum Start holpert’s bei „Promi Big Brother“

„Alles“ oder „Nichts“: Seit diesem Freitagabend stellt Sat.1 bei „Promi Big Brother“ die Existenzfrage, mindestens den zwölf eingezogenen Bewohnern, die in den kommenden Tagen zwischen den beiden Bereichen im Haus pendeln sollen (während sie sich ihren Promi-Status erarbeiten). Auch für den Sender geht’s um einiges: Nach den enttäuschenden Marktanteilen des Vorjahres sind zahlreiche Änderungen angekündigt, um die Zuschauer neugierig zu machen. Zum Auftakt fiel das Interesse trotzdem geringer aus als im Vorjahr: Insgesamt 2,07 Mio. entschieden sich für die dreistündige Show, 2016 hatten (Anfang September) 2,28 Mio. eingeschaltet. Der Marktanteil im Gesamtpublikum lag diesmal bei 8,2%. Auch was die junge Zielgruppe betrifft, dürfte bei Sat.1 Ernüchterung herrschen: Mehr als 13,0% Marktanteil wird man sich in Unterführung vermutlich schon versprochen haben. (Zumal es im Vorjahr noch 15,4% waren.) Ganz knapp über 1 Mio. 14- bis 49-Jährige schalteten ein (1,01 Mio., um genau zu sein).

2. „The Wall“ macht zum Abschied auch auf dem Freitagssendeplatz keine schlechte Figur

In jedem Fall musste sich der „Promi BB“-Auftakt „The Wall“ bei RTL geschlagen geben: Um dem U21-Finale aus dem Weg zu gehen, hatte der Sender Ende Juni kurzfristig den Start verschoben, eine Ausgabe war deshalb noch übrig, die nun aber wiederum dem Staffelstart von „Ninja Warrior“ am Samstag aus dem Weg gehen musste (und Frank Buschmann sozusagen sich selbst). Das hat der Show nicht geschadet, im Gegenteil: Im Gesamtpublikum war mit 2,39 Mio. am Freitag ein ganzer Schwung mehr Zuschauer als zuletzt dabei (und mehr als zur gleichen Zeit in Sat.1), das reichte für 8,6% Marktanteil. Von den jüngeren Zuschauern entschieden sich 1,04 Mio. für Buschis Quiz-Finale, wegen der kürzeren Laufzeit lag „The Wall“ mit 12,6% beim Marktanteil aber unter dem „Promi BB“-Wert. Die meisten jungen Zuschauer hatte „GZSZ“ am Vorabend (1,09 Mio., 16,6%).

3. ZDF-Krimis sind ARD-Leichtathleten dicht auf den Fersen

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Gesa Felicitas Krause verpasste in London im Finale über 3.000 m Hindernis wegen eines frühen Sturzes die Chance auf eine Medaille, und das Erste nutzte das weiterhin große Interesse an der Leichtathletik-WM, um weitgehend hindernisfrei auf Platz 1 der Tagescharts im Gesamtpublikum zu sprinten: 4,68 Mio. Zuschauer verfolgten die Wettbewerbe am Abend im Schnitt. „Der Alte“ und „SOKO Leipzig“ folgen im ZDF jedoch mit nicht allzu großem Abstand: 4,45 Mio. bzw. 4,08 Mio. (15,7% bzw. 14,3%). 4,37 Mio. sahen im Ersten außerdem schon die 20-Uhr-„Tagesschau“, die Leichtathleten sicherten sich schließlich starke 17,1% Marktanteil. Nach den „Tagesthemen“ (2,34 Mio.) blieben zudem 1,36 Mio. (10,4%) für „Mankells Wallander“ wach. Das ZDF hatte es nach dem „heute journal“ (2,93 Mio.) schwerer mit „Kessler ist…“ (1,23 Mio. bzw. 5,5%), „Das Literarische Quartett“ interessierte nachher 390.000 Zuschauer – 2,3% Marktanteil.

4. Kaum Licht, fast nur Schatten in der zweiten Reihe – und das schattigste Plätzchen hat ProSieben

Während sich RTL und Sat.1 mit Shows duellierten, hielt ProSieben mit „Let’s Be Cops – Die Party-Bullen“ dagegen und erlebte einen richtigen Absturz: Mehr als 5,8% Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen waren für den Film nicht drin, 480.000 hatten eingeschaltet. „Switch“ blieben nachher mit 5,4% weiter mies. Für die US-Krimis bei kabel eins sah es den ganzen Abend ebenfalls düster aus, los ging’s mit nur 3,0% im jungen Publikum für „Navy CIS“, gefolgt von 2,5% für „Navy CIS: New Orleans“, bevor „The Mentalist“ sich zumindest auf 4,0% und 5,8% verbesserte. 440.000 junge Zuseher fanden „Der letzte Tempelritter“ bei RTL II (5,3%), Vox pendelte mit 0,46 Mio. (5,7%) von „Chicago Fire“ zu 5,9% und 5,8% für „Chicago Med“ (0,45 und 0,51 Mio.).

5. Über 1 Mio. sehen „Die Bergpolizei“ im BR, 700.000 folgen dem WDR auf eine Zeitreise in die 70er

Im WDR startete am Abend die neue Reihe „Unser Land – Die 70er“, in der jedes Jahr seine eigene Doku gewidmet bekommt. 730.000 Zuschauer hatten Lust auf eine Zeitreise und sahen „Als das Wetter verrückt spielte“ (2,6% Marktanteil). „Das Quiz für den Westen“ halbierte die Zuschauerzahl danach auf 0,36 Mio (1,3%). Zur gleichen Zeit hatten 0,76 Mio. (2,7%) „Schlager einer Stadt“ im MDR eingeschaltet. Sehr viel erfolgreicher war der BR mit Terence Hill in „Die Bergpolizei – Ganz nah am Himmel“, für das sich 1,07 Mio. entschieden (3,8%), bevor 0,92 Mio. noch für „Hubert und Staller“ dranblieben. Eher schwach lief’s für den NDR mit „Echt was los bei der Hanse Sail“ (0,62 Mio. bzw. 2,2%).

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