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ZDF mit Leichtathletik vor Zirkusfestival im Ersten, schwere Anfahrt für „Sitzheizung gibt’s nicht“ bei ZDFneo

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Michael Kessler in "Sitzheizung gibt's nicht", Foto: ZDF/André Beckersjürgen

Erst der Sport, dann der Zirkus: So verteilten die Zuschauer am Donnerstagabend ihre Gunst auf die TV-Sender. Für die Privaten lief der Abend weitgehend unspektakulär, bei ZDFneo erwischte der Michael-Kessler-Auto-Talk „Sitzheizung gibt’s nicht“ einen eher schweren Start. WDR und BR versorgten erfolgreich die Krimi-Fans.

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Donnerstag wissen müssen:

1. ZDF setzt sich mit „heute journal“ und Leichtathletik-WM an die Spitze

Mit den Entscheidungen im Dreisprung der Männer, den 400-Meter-Hürden der Frauen und den 200 Metern der Männer setzte sich die Leichtathletik-WM in London am Donnerstagabend ab 20.20 Uhr gegen sämtliche Konkurrenten durch und erreichte 4,4 Mio. Zuschauer im Gesamtpublikum. Das reichte nur deshalb nicht für den Tagessieg, weil das verkürzte „heute journal“ dazwischen mit geringer Zeitspanne 5,39 Mio. eingeschaltet hatten. Der Markanteil fürs „ZDF Sport-Extra“ lag jedenfalls bei guten 17.0%, im jungen Publikum (mit 0,95 Mio.) ebenfalls bei guten 11,4%. Im Anschluss zeigte das Zweite außerdem noch die Reportage „Am Puls Deutschlands – Jochen Breyer unterwegs vor der Wahl“ – ab 23.15 Uhr natürlich für sehr viele Zuschauer weniger (1,34 Mio.), immerhin aber noch mit 10,0% Marktanteil.

2. Zirkusfestival im Ersten folgt im Gesamtpublikum mit knapp weniger Zuschauern

Das Nachsehen hatte das „41. Internationale Zirkusfestival von Monte-Carlo“, von dem das Erste Höhepunkte und Preisträger zeigte, damit aber knapp weniger Zuschauer als der Sport im Zweiten lockte (4,12 Mio. bzw. 14,3%). Davor hatten bereits 4,41 Mio. die „Tagesschau“ gesehen. Bei den Privaten sahen die meisten Zuschauer „RTL aktuell“ und „GZSZ“ (3,01 Mio. und 2,32 Mio.), „Der Lehrer“ folgt mit 2,3 Mio.

3. ZDFneo nicht in der üblichen Krimiform, „Sitzheizung gibt’s nicht“ startet mit überschaubaren Werten

Autofahrfernsehen kennen die Zuschauer noch vom „Quiz-Taxi“, und Fragen stellt Michael Kessler, während er für ZDFneo am Lenker sitzt, ja auch: In „Sitzheizung gibt’s nicht“ gibt’s aber nicht nur keine Sitzheizung, sondern auch keine Gewinne, dafür angenehmen Plauder-Talk mit Promis wie Annette Frier und Bastian Pastewka, die Kessler am Straßenrand aufgabelt. Zum Start hatte es der ungewöhnliche Talk aber schwer: Insgesamt 300.000 Zuschauer schalteten ab 22.15 Uhr ein, das reichte für überschaubare 1,3% Marktanteil (2,2% bei den 14- bis 49-Jährigen). Auch davor war ZDFneo schon weit von seinen derzeit üblichen Werten entfernt: Das Serien-Duo „Ein Fall für zwei“ und „Morgen hör ich auf“ erreichte 0,68 Mio. bzw. 0,35 Mio. (2,4% und 1,3%).

4. Junge Zuseher gucken „Der Lehrer“ bei RTL und „Criminal Minds“ in Sat.1

Die meisten 14- bis 49-jährigen Zuseher entschieden sich am Donnerstagabend für RTL und „Der Lehrer“, um genau zu sein: die Folge ab 21.15 Uhr, die von 1,31 Mio. gesehen wurden und 14,5% Marktanteil brachte. Ein Stündchen früher hatten 1,15 Mio. (13,4%) eingeschaltet. ProSieben schnitt mit dem „Big Countdown“, 770.000 jungen Zuschauern und 8,8% weniger gut ab, auch die „Horror Tattoos“ schafften nachher bloß 8,2%. Für Sat.1 und „Criminal Minds: Beyond Borders“ bzw. „Criminal Minds“ sah es etwas besser aus: 0,94 Mio. hatten bereits ab viertel nach acht eingeschaltet (10,9%), weiter ging es mit 9,4% und 10,6%.

5. WDR und BR versorgen erfolgreich die Krimi-Fans, NDR stark mit Erinnerung an Evelyn Hamann

Im kleinen Spielfilm-Duell zwischen Vox und kabel eins gibt es keinen richtigen Sieger: Die Beziehungskomödie „The F-Word – Von wegen gute Freunde“ holte bei Vox 500.000 junge Zuseher vor den Fernseher (5,5%), kabel eins lag mit „The Watch – Nachbarn der 3. Art“ und 460.000 knapp dahinter (5,2%). Bei 4,5% versandete derweil RTL II im „Frauentausch“. Im Gesamtpublikum tat sich der BR mit „Schnell ermittelt“ hervor, das zunächst 1.04 Mio. eingeschaltet hatten, bevor die zweite Episode 1,14 Mio. erreichte: 3,7% bzw. 3,9% Marktanteil. Noch stärker war der WDR mit dem „Polizeiruf 110: Käfer und Prinzessin“, für den sich 1,65 Mio. (5,7%) entschieden. Und nach 22 Uhr erinnerten sich noch 0,9 Mio. mit dem NDR an die vor zehn Jahren verstorbene Evelyn Hamann, die kürzlich 75 geworden wäre: „Sie war tatsächlich fabelhaft“ holte 4,4%.

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