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Snap-Bilanz: Die Snapchat-Mutter enttäuscht auf ganzer Linie – Aktie crasht um weitere 17 Prozent

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Die Bilanz des App-Anbieters mit dem Geister-Logo ist erneut zum Gruseln

Schlecht, schlechter, Snap. Der hoch gewettete Messenger-App-Anbieter fiel bei Vorlage seiner Quartalsbilanz bereits das zweite Mal krachend an der Wall Street durch. Das nicht mal sechs Jahre alte Internet-Unternehmen konnte den Markterwartungen erneut in keiner Form entsprechen: Der Umsatz- und Nutzerzuwachs fiel schwächer aus als erwartet, die Verluste waren größer als prognostiziert. Die Folge: ein schwerer Kurssturz von knapp 17 Prozent nach Handelsschluss auf neue Allzeittiefs.

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Die ruppige Bekanntschaft mit den Gesetzen der Kapitalmärkte geht für Snap in die nächste Runde. Nachdem der App-Anbieter im Mai bei Vorlage seiner ersten Quartalsbilanz nach dem Börsengang bereits schwer unter die Räder gekommen war, folgte nach Handelsschluss der nächste dramatische Kurssturz von fast 17  Prozent.

Erneut enttäuschte die Snapchat-Mutter die Erwartungen der Wall Street nach jeder Lesart. Statt eines Umsatzes in Höhe von 189 Millionen Dollar erlöste Snap in den zweiten 90 Tagen des Jahres „nur“ 182 Millionen  Dollar, was allerdings immer noch einem explosiven Umsatzzuwachs von 153 Prozent entsprach.

Quartalszahlen enttäuschen alle Wall Street-Erwartungen

Gleichfalls explodierten aber auch die Verluste. Das Minus verdreifachte sich unter dem Strich von 116 auf 443 Millionen Dollar. Auch die Ebitda-Verluste (vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) verdoppelten sich fast von 105 auf 194 Millionen Dollar. Der Verlust je Aktie lag mit 0,16 Dollar je Anteilsschein dagegen fast im Rahmen der Erwartungen, die bei 0,14 Dollar gelegen hatten.

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Auch der Nutzerzuwachs fiel allerdings geringer aus als erwartet: Zwischen Anfang April und Ende Juni konnte Snapchat lediglich sieben Millionen neue täglich aktive Nutzer hinzugewinnen; die Wall Street hatte mit zehn Millionen gerechnet.

Aktie stürzt nachbörslich um 17 Prozent ab – auf neue Allzeittiefs

Die Anteilsscheine stürzten nach einem Minus von 17 Prozent im nachbörslichen Handel fast standesgemäß auf neue Allzeittiefs bei nur noch 11,47 Dollar. Damit hat die Aktie gegenüber ihren Spitzennotierungen bereits 61 Prozent an Wert verloren und liegt auch bereits 33 Prozent unter dem Ausgabekurs von Anfang März.

Trotzdem ist Snap mit einer Marktkapitalisierung von 13,5 Milliarden Dollar immer noch etwas wertvoller als Twitter, das es aktuell auf einen Börsenwert von 11,5 Milliarden Dollar bringt.

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