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Im Auftrag von Ringier: Kai Diekmann wird erneut zum Medien-Entwicklungshelfer in Afrika

Der ehemalige Bild-Chef Kai Diekmann kehrt für Ringier nach Afrika zurück.
Der ehemalige Bild-Chef Kai Diekmann kehrt für Ringier nach Afrika zurück.

Kai Diekmann wird wieder zum Medien-Entwicklungshelfer. Nachdem er bereits im Mai für sieben Tage Ghana, Nigeria und Kenia für Vorträge und Workshops bereiste, kündigte Ringier-CEO Marc Walder nun an, dass der ehemalige Bild-Macher dem Schweizer Verlag weiter helfen werde, junge Medienmarken in Afrika zu entwickeln.

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Am Freitagmorgen meldete Walder: „Former @BILD editor in chief @KaiDiekmann helping @ringier_ag in #Africa developing @PulseNigeria247 etc“

Diekmann retweetete das Posting und versah es mit dem Hinweis, dass er sich freue, zurückzukommen. Bereits im Mai war der 53-Jährige für sieben Tage in Ghana, Nigeria und Kenia unterwegs. Damals besuchte er im Auftrag von Ringier-CEO Marc Walder und dem Afrika- und Asien-Chef Robin Lingg die dortigen Redaktionen des Medienhauses. Als Ziel formulierte eine Verlagssprecherin, dass dies vor dem Hintergrund geschehe, „einen Austausch zwischen dem ausgewiesenen Digital-Publishing-Experten Kai Diekmann und den starken Ringier-Medienmarken in Afrika zu schaffen“.

Tatsächlich engagieren sich die Eidgenossen immer stärker in Afrika und sehen dort auch einiges an Potential – vor allem durch die zunehmende Verbreitung von Smartphones. Die Ringier Africa Digital Publishing betreibt unter anderem das digitale News-Portal Pulse, das in Westafrika über 25 Millionen Nutzer erreichen soll. Laut dem Schweizer Mediendienst Persönlich.com konnte Ringier den Umsatz in Afrika alleine im Jahr 2016 um 108 Prozent steigern.

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Im Frühjahr legte Ringier noch Wert auf die Feststellung, dass es sich bei der Diekmann-Reise um „eine einmalige Sache“ handle. Immerhin sei Kai Diekmann dem Hause „freundschaftlich verbunden“. Auch bei der neuerlichen Reise geht es nicht um einen festen Job für den ehemaligen Herausgeber und Chefredakteur.

„Ich bewundere die Kollegen, die in Afrika Journalismus neu erfinden müssen“, fasste Diekmann gegenüber Kress.de seine Eindrücke der ersten Afrika-Reise zusammen. Kein Journalist in Deutschland, in Österreich oder der Schweiz, kein Journalist in Großbritannien gehe ein persönliches Risiko ein, wenn er ein Thema aufgreife. „In Afrika ist das anders“.

Im Gegensatz zum Frühjahrstrip bereist Diekmann keine drei Länder mehr, sondern konzentriert sich auf Nigeria.

Das gute Verhältnis von Diekmann und Walder ist alleine aufgrund der Konzern-Verästelungen schon naheliegend. Unter dem Dach der Ringier Axel Springer AG betreiben das Schweizer Verlagshaus und der deutsche Mutterkonzern der Bild seit 2010 ein Joint-Venture für die mittel- und osteuropäischen Beteiligungen und Zeitungstitel beider Firmen.

Zudem war gerade erst ein Besuch von Diekmann im züricher Pressehaus nicht unbemerkt geblieben. Ohne konkrete Ortsangaben hatte der ehemalige Bild-Boss ein Foto aus der Stadt an der Limmat getwittert. Peter Hogenkamp konnte daraufhin jedoch sofort sagen, wo sich der deutsche Journalist gerade genau aufhält. „Hotel Europa/Quaglinos, Blick aus der Teppichetage des @ringier_ag Pressehauses. Schöne Sitzungsräume dort oben. Gruss an @marcwalder“, twitterte der Medienmacher.

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