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ARD-„#Beckmann“ wird eingestellt – Reinhold Beckmann dreht aber weiter für den NDR

Reinhold Beckmann in „#Beckmann“
Reinhold Beckmann in "#Beckmann"

Nach etwas mehr als zwei Jahren stampft die ARD das Reportage-Format "#Beckmann" mit "Sportschau"-Moderator und Namensgeber Reinhold Beckmann ein. 20 Reportagen hat der ehemalige Spätabend-Talker seit Februar 2015 produziert und veröffentlicht. Auch künftig wird Beckmann Fernseh-Reportagen für den NDR produzieren, allerdings nicht mehr so häufig und nicht mehr unter dem Format-Namen "#Beckmann".

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Als Grund für die Einstellung des Formats nannte der für die Sendung verantwortliche NDR die „hohe Frequenz“ der „#Beckmann“-Reihe. Zehn aufwendige Reportagen pro Jahr seien dem Sender zufolge „produktionsseitig kaum zu leisten“.

Der NDR und Reinhold Beckmann wollen künftig trotzdem weiter zusammenarbeiten und Reportagen produzieren, nur nicht mehr unter der Dachmarke „#Beckmann“. Man wolle dann auf „Einzelstücke setzen“,so eine Sendersprecherin.

In den sozialen Netzwerken scheint es schon jetzt so, als habe es das Format „#Beckmann“ nie gegeben. Die Accounts zur Sendung auf Twitter und Facebook sind bereits gelöscht worden und beim NDR ist die Redaktion „#Beckmann“ für Rückfragen nicht mehr zu erreichen.

Am 9. Mai wurde die letzte Sendung unter dem Titel „#Beckmann“ ausgestrahlt. Diese letzte Ausgabe „Frauen und die Macht“ hat sich intensiv mit aktuellen Spitzenpolitikerinnen und dem Thema Gleichberechtigung in der Bundespolitik auseinander gesetzt. Einen Ausblick auf das erste Einzelstück haben der NDR und Reinhold Beckmann aber schon gegeben: „Am Ende der Macht“ werde sich Politikern widmen, die aus dem Amt ausgeschieden sind und sich im neuen Alltag neu zurecht finden müssen.

Das Format „#Beckmann“ war 2015 mit einem privilegierten Sendeplatz zur Primetime im Ersten gestartet. Aufgrund von schwachen Quoten verlor die Reportage-Reihe die Prime-Time-Position nach sechs Folgen und wurde dann zunächst um 21.45, ab Folge zehn dann noch später um 22.45 Uhr gesendet.

Insgesamt schwindet die Präsenz Beckmanns im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Seine Rolle als „Sportschau“-Moderator gibt der geborene Niedersache nach knapp zwei Jahrzehnten zur kommenden Bundesliga-Saison an Jessy Wellmers ab.

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