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Ergebnisse erstmals im Newsfeed sichtbar: Facebook startet Faktenchecks gegen Fake News

Langer, zäher Kampf: Facebook und der Umgang mit Fake News
Langer, zäher Kampf: Facebook und der Umgang mit Fake News

Seit Monaten forciert Facebook das Vorgehen gegen Falschmeldungen. Nach Aufklärung und "Tipps zum Erkennen von Falschmeldungen" intensiviert das weltgrößte Social Network nun auch in Deutschland seine Bemühungen mit der Einblendung von "Related Articles", die von Faktencheckern wie Correctiv kommen. Auf diese Weise sollen Leser schneller auf mögliche Fake News aufmerksam gemacht werden. Zudem kündigte Facebook an, bei der Suche nach Falschmeldungen noch stärker auf maschinelles Lernen zu setzen.

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Es ist für Facebook eines der beherrschenden Themen des Jahres: der Kampf gegen Fake News. Seit dem dramatischen US-Wahlkampf im vergangenen Jahr, bei dem Fake News zu Propaganda-Zwecken eine Rolle gespielt haben, steht das Social Network am Pranger.

Nur zaghaft schien Facebook dem neuen Phänomen der gezielten News-Manipulation zu begegnen. Mal schaltete das Social Network in großen überregionalen Tageszeitungen ganzseitige Anzeigen, mal wollte Facebook seine Nutzer mit einer Checkliste für Falschinformationen sensibilisieren.

„Mehr zum Thema“: Einordnung von Faktencheckern künftig unter möglichen Falschmeldungen

Um Falschmeldungen schneller zu erkennen, kündigte der inzwischen viertwertvollste Konzern der Welt die Zusammenarbeit mit redaktionellen Partnern wie dem Recherchenetzwerk Correctiv an, während Verlage auf Distanz gingen.

In Deutschland wird die Arbeit der Faktenchecker seit gestern nun testweise im Newfeeed sichtbar. Und zwar nach dem Prinzip der 2013 eingeführten „Related Articles“, der verwandten Artikel, die unter einem gelesenen Artikel erscheinen.  Bei von Faktencheckern als fragwürdig eingestuften Artikeln erscheint nun direkt unter dem ursprünglichen Artikel mit dem Reiter „Mehr zum Thema“  die Einordnung der Faktenprüfer-Organisation.

Maschinelles Lernen soll verbessert werden

„Die Menschen möchten – in Ergänzung zu dem Hinweis, dass der Wahrheitsgehalt eines Artikels von den externen Faktenprüfern angezweifelt wird – mehr Kontext, um fundierte Entscheidungen darüber treffen zu können, was sie lesen und was sie teilen “, schreibt das Social Network in der Mitteilung zur Neuerung.

Facebook führt seine neuen Tests gegen Falschmeldungen neben Deutschland auch in den USA, Frankreich und den Niederlanden durch. Zudem kündigte das 2004 von Mark Zuckerberg gegründete Social Network an, ab sofort verbessertes maschinelles Lernen zu nutzen. „So wollen wir noch mehr potenzielle Falschmeldungen identifizieren, um diese an externe Faktenprüfer weiterzuleiten“, erklärt Facebook.

 

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Alle Kommentare

  1. Fragt sich immer noch, ob Correctiv dafür der richtige Partner ist, wenn dort der politische Sendungswille stärker ist als die Faktenlage. Siehe Bericht über mehr Tote durch antibiotikaresistente Keime, Meldung des Wahlsiegs von Hillary Clinton oder den „Sexskandal“ bei der AfD.

    Und dies mal ganz abgesehen davon, daß man mit solchem Vorgehen dem Leser grundsätzlich unterstellt, er könne Meldungen nicht selbst einordnen.

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