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Präsidentschaftsambitionen? Mark Zuckerberg verpflichtet Chefstrategen von Hillary Clinton

Mark Zuckerberg hat sich bereits einige Male öffentlich mit Barack Obama gezeigt – ist der Facebook-CEO am Amt des Präsidenten interessiert?
Mark Zuckerberg hat sich bereits einige Male öffentlich mit Barack Obama gezeigt – ist der Facebook-CEO am Amt des Präsidenten interessiert?

Überraschende Personalie: Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat den renommierten Meinungsforscher Joel Benenson für seine Stiftung, die Zuckerberg-Chan Initiative, verpflichtet, berichtet Politico. Die Verpflichtung wirft unterdessen sofort Fragen auf, warum sich Zuckerberg mit prominentem Top-Personal aus der US-Politik umgibt: Benenson war schließlich der Chefstratege von Hillary Clintons gescheiterter Präsidentschaftskampagne und hatte zuvor ebenfalls US-Präsident Barack Obama beraten.

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Die Gerüchte werden nicht weniger: Mark Zuckerberg und mögliche Präsidentschaftsambitionen – die Spekulationen reißen nicht ab. Der Facebook-Chef hat daran nicht zuletzt maßgeblichen Anteil.

Seit Jahresbeginn überrascht der erst 33-Jährige nämlich mit nicht nur immer staatstragenderen Statements zur Zukunft von Facebook, die in offenkundiger Opposition zu US-Präsident Trump stehen, sondern auch mit einer persönlichen Herausforderung, die vielen Beobachtern verdächtig ambitioniert erscheint.

„Mein persönliches Ziel für 2017 ist es, bis zum Jahresende alle Bundesstaaten bereist zu haben“, erklärte Zuckerberg zu Jahresbeginn. „In vielen Bundesstaaten habe ich bereits eine beträchtliche Zeit verbracht, so dass mir noch 30 Staaten fehlen, um das Ziel zu erreichen. Das Jahr ist inzwischen zu mehr als der Hälfte herum, und Mark Zuckerbergs Reise durch die USA geht immer weiter.

Auffällige Verpflichtungen von Top-Beratern der Demokraten

Der Amerika-Trip des Facebook-Chefs wird von vielen Beobachtern als Vorbote von möglichen Präsidentschaftsambitionen verstanden. Die damit verbundene Hochglanz-PR-Dokumentation – zuletzt berichtete sogar das Wall Street Journal mit einer dankbaren Reportage – erinnert zumindest bereits ein bisschen an die Wahlkampf-Bilder von Präsidentschaftsbewerbern.

Und damit nicht genug: Immer öfter umgibt sich Zuckerberg inzwischen auch mit politischem Top-Personal. Im Januar erst verpflichtete der CEO des weltgrößten Social Networks David Plouffe, der 2008 erfolgreich die Präsidentschaftskampagne für Barack Obama entworfen hatte, für die Zuckerberg-Chan-Initiative, die Non-Profit-Organisation, die der 33-Jährige mit seiner Frau betreibt.

Zuckerberg verpflichtet Chef-Strategen von Hillary Clintons Präsidentschaftskampagne

Die 2015 gegründete Stiftung, in die Zuckerberg bis Ende seines Lebens 99 Prozent seines Vermögens übertragen will, das inzwischen bereits auf 70 Milliarden Dollar angeschwollen ist, erhält noch eine prominente Neuverpflichtung.

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Wie das Politikportal Politico berichtet, konnte der Facebook-Chef für seine Zuckerberg-Chan-Initiative nun auch den renommierten Meinungsforscher Joel Benenson gewinnen, der nicht nur in der Vergangenheit Barack Obama beraten hat, sondern ebenfalls im vergangenen Jahr als Chefstratege von Hillary Clintons gescheiterter Präsidentschaftskampagne fungierte.

Neue Spekulationen um Zuckerbergs politische Ambitionen

Benenson wird Forschungsarbeiten für Zuckerbergs Stiftung nachgehen, berichtet Politico, um gleichzeitig anzumerken, der Schritt befeuere die Spekulationen um Zuckerbergs politische Ambitionen.

Zuckerberg selbst hatte seine Ambitionen mehrfach dementiert – zuletzt in einem ausführlichen Post Ende Mai. „Einige haben mich gefragt, ob die diesjährige Herausforderung etwas damit zu tun hat, dass ich nach einem politischen Amt strebe. Das tut sie nicht“, hatte der 33-Jährige ein klares Dementi abgegeben.

Erste Umfrage sieht Zuckerberg mit Chancen gegen Trump

Allein: Das haben schon viele Kandidaten kommuniziert, bevor sie sich dann doch vom Ruf des Volkes vermeintlich haben umstimmen lassen. Wie eine Umfrage  – der erste Indikator von politischen Ambitionen – im Juli ermittelt hatte, könnte sich Zuckerberg bei der nächsten Präsidentschaftswahl 2020 gegen Donald Trump womöglich echte Siegeschancen ausrechnen.

Der Marktforscher Public Policy Polling kam auf  einen Umfragegleichstand zwischen Trump und Zuckerberg von jeweils 40 Prozent.

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