Staatsanwaltschaft Potsdam stellt Ermittlungen gegen Ex-Bild-Herausgeber Kai Diekmann ein

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Potsdam gegen Kai Diekmann sind offenbar eingestellt worden
Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Potsdam gegen Kai Diekmann sind offenbar eingestellt worden

Die Staatsanwaltschaft Potsdam hat die Ermittlungen gegen den ehemaligen Bild-Herausgeber Kai Diekmann eingestellt. Einen entsprechenden Bericht von stern.de wurde MEEDIA aus mehreren unabhängigen Quellen bestätigt. Für den Nachmittag wird ein offizielles Statement der Anklagebehörde erwartet. Eine Springer-Mitarbeiterin hatte Diekmann wegen eines Sexualdelikts angezeigt. Die Ermittlungen dauerten zehn Monate.

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Wie der stern berichtet, ist die Staatsanwaltschaft zu dem Entschluss gekommen, dass kein hinreichender Tatverdacht für die Begehung einer Straftat hergestellt besteht. Das Verfahren sei nach § 170 II StPO eingestellt worden. Für ihre Ermittlungen hatten Behörden eine ganze Reihe von Zeugen befragt.

Gegenüber MEEDIA wollte die zuständige Staatsanwaltschaft den Bericht nicht bestätigen, hat ihn aber auch nicht dementiert. Vorerst wolle man die Informationen unkommentiert lassen, so ein Sprecher. Angeblich sollte die Einstellung des Verfahrens erst kommenden Montag bekannt gegeben werden. Nun wird damit gerechnet, dass sich die Staatsanwaltschaft bereits am Nachmittag auf ihrer Homepage zu der Maßnahme äußern wird.

Ermittelt hatten die Behörden, nachdem eine Mitarbeiterin der Bild-Zeitung damaligen Herausgeber wegen sexueller Belästigung angezeigt hatte. Sie wirft Diekmann vor, ihr nach einer Klausurtagung beim Baden zu nahe gekommen sein. Zuerst darüber berichtet hatte der Spiegel.

Bevor sie Anzeige erstattete, hatte die Mitarbeiterin den Vorfall dem Arbeitgeber gemeldet. Der Axel Springer Konzern hatte die Vorwürfe mithilfe externer Juristen geprüft und die gesammelten Akten schließlich mit Einverständnis von Diekmann an die Staatsanwaltschaft übergeben. Zuvor hatte die interne Untersuchung ergeben, dass der Verlag von Diekmanns Unschuld ausgehen könne. Andernfalls hätten dem damaligen Bild-Herausgeber auch disziplinarische Konsequenzen gedroht. Im Zuge der Übergabe der Akten an die Staatsanwaltschaft hatte auch die Belastungszeugin Strafanzeige erstattet.

 

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Alle Kommentare

  1. 1. Hat jemand – unabhängig davon, ob die Vorwürfe zutreffend sind oder nicht – ernsthaft etwas anderes als eine Verfahrenseinstellung erwartet?
    2. Arbeitet die Mitarbeiterin, die die Vorwürfe erhoben hat, eigentlich noch für BILD?

  2. Was bleibt? Der Spiegel wollte Diekmann eine reinwürgen und der konnte dann mal besser nachvollziehen, wie Kachelmann sich gefühlt hat.

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