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Digital-Geschäft wächst weiter: Axel Springer erwirtschaftet im zweiten Quartal 859 Millionen Euro Umsatz

Kommt beim Ausbau des Digital-Geschäfts voran: Axel-Springer-CEO Mathias Döpfner
Kommt beim Ausbau des Digital-Geschäfts voran: Axel-Springer-CEO Mathias Döpfner

Der Medienkonzern Axel Springer hat seine Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr dank eines starken Digitalgeschäfts nach oben geschraubt. Beim um Sondereffekte bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie beim bereinigten Ergebnis je Aktie geht das im MDax notierte Unternehmen nun von einem Anstieg im hohen einstelligen Prozentbereich aus.

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Von April bis Juni kletterten die Umsätze um 7,1 Prozent auf 858,8 Millionen Euro, teilte Axel Springer am Mittwoch in Berlin mit. Analysten hatten mit weniger gerechnet. Auch beim (Ebitda) übertraf der Konzern mit einem Wachstum von 15,7 Prozent auf 170,1 Millionen Euro deutlich die Erwartungen. Für die Aktionäre blieb unter dem Strich ein Gewinn von 63 Millionen Euro (Vorjahr: 56,5) hängen.

Das erste Halbjahr 2017 betrachtet wuchs der Umsatz des Konzerns um 6,9 Prozent auf 1,695 Milliarden Euro. Im Vorjahr belief sich die Summe auf 1,585 Millionen Euro. Das im Ebitda weist Axel Springer nach den ersten sechs Monaten mit 317,2 Millionen aus (+16,2 Prozent).

Treiber des Geschäfts von CEO Mathias Döpfner sind weiterhin das Digital-Business im Allgemeinen und die Rubriken-Angebote im Speziellen. Die Stellen- und Immobilienportale, die Springer im Portfolio hält, konnten ihr Ebitda um 16,6 Prozent auf 199,9 Millionen Euro erhöhen. Der Umsatz des Geschäftsfeldes kletterte auf 491 Millionen Euro (+15,6 Prozent). Der Digital-Anteil an den Gesamterlösen beläuft sich nach Unternehmensangaben mittlerweile auf 70,6 Prozent, am Ebitda des Konzerns machen sie gar 77 Prozent aus.

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In seiner Unternehmensmeldung hebt der Medienkonzern aber auch deutliche Wachstumsraten im traditionellen Geschäft hervor. Im Geschäftsfeld der „Bezahlangebote“ legte das Ebitda bei einem Umsatz von 725 Millionen Euro (+2,3 Prozent) um 33,6 Prozent auf fast 111 Millionen Euro zu. Zurückzuführen sei das unter anderem auf eine starke Vermarktung der Bild-Sonderausgabe zum 65. Geburtstag der Boulevardzeitung.

Mit Blick auf die unbereinigten Zahlen fiel der Konzernüberschuss im ersten Halbjahr 2017 aber geringer aus als noch im Vorjahr: 116,9 Millionen Euro stehen dort unterm Strich (Vorjahr: 273 Millionen Euro). Als Grund für das Ergebnis aus 2016 nennt Springer Einmaleffekte im Zusammenhang mit der Gründung von Ringer Axel Springer in der Schweiz sowie die Veräußerung von CarWale.

Mit Material der dpa

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