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„Soziale Gerechtigkeit“: Spiegel startet crossmediales Special zum zentralen Wahlkampfthema von Martin Schulz

Spiegel-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer arbeitet daran, die Mediengattungen des Hauses aneinander heranzuführen
Spiegel-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer arbeitet daran, die Mediengattungen des Hauses aneinander heranzuführen

Kurz vor der Bundestagswahl widmen sich Spiegel, Spiegel Online und Spiegel TV im Rahmen einer Schwerpunktwoche der "Sozialen Gerechtigkeit". Das ist auch deshalb eine Meldung wert, weil der bislang glücklose SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz seinen Wahlkampf auf dieses Thema fokussiert hat. Die Spiegel-Redaktionen präsentieren dazu in Print und Online eine Sonderausgabe über die Lage der Nation.

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Spiegel-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer begründet den Themenschwerpunkt so: „Wir wollten das Land erkunden, in dem wir leben, wir wollen es verstehen, wir wollten in das Leben und das Denken seiner Menschen hineinschauen. Wir lassen Schüler, Rentner, arme und wohlhabende Deutsche, ein lesbisches Elternpaar, eine syrische Familie, die nun in Hamburg lebt, zu Wort kommen. Drei Familien haben uns einen Blick in ihre Haushaltsbücher gewährt.“

Die Redaktion beschreibt im neuen Heft in Reportagen, Analysen, Interviews und Reports, wie die Deutschen leben, wie sie denken. Die gewohnte Heftstruktur wurde außerdem verändert und die Ausgabe erscheint mit einem Titelsplit. Auch Spiegel Online wird sich in der kommenden Woche in einem Schwerpunkt mit dem Thema „Soziale Gerechtigkeit“ auseinandersetzen. In einem Essay wird eine Annäherung an den Begriff unternommen, eine Reportage beschreibt das Stadt-Land-Gefälle anhand zweier Familien, ein Videoteam begleitet eine Putzfrau bei ihrer Arbeit.

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„Viele Menschen haben in Deutschland den Eindruck, dass Bildungschancen und Vermögen ungerecht verteilt sind. Die Frage, wer die Bürger beim Thema soziale Gerechtigkeit überzeugen kann, wird die Wahl mitentscheiden. Wir berichten, wie gerecht es in Deutschland tatsächlich zugeht und welche Ideen für mehr Gerechtigkeit sorgen könnten“, sagt Barbara Hans, Chefredakteurin von Spiegel Online.

Am Dienstag, dem 1. August, wird zudem im ZDF um 21 Uhr die von Spiegel TV produzierte Dokumentation „Wirtschaftswunder – Wer gewinnt beim Aufschwung?“ gesendet.

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Alle Kommentare

  1. Ach lieber Spiegel, fangt doch einfach einmal im eigenen Unternehmen mit Gerechtigkeit an. Warum ist denn die Mitarbeiter KG nicht für alle Mitarbeiter offen? Ach nee, das geht nicht sagen die Kommanditisten… Schon klar, das nur einmal zum diesem Thema.
    Sorry aus einem Titel, der für knallharte Recherche und Kritik stand, hat die Redaktion ein moralin-saures dauerbeleidigtes links-grünes Kampfblatt gemacht. Wirklich ein typisch deutsches Produkt und deshalb wird der Spiegel auch immer belangloser.

  2. Nennen wir die Sache doch mal beim Namen: Der Spiegel will nicht im Dienste seiner Leser aufklärerischen und kritischen Journalismus betreiben, sondern mit seinem „crossmedialen Special“ ziemlich dürftig bemäntelt und daher leicht zu durchschauen, Wahlkampfhilfe für Martin Schulz betreiben. Das ist absolut erlaubt und die allermeisten treuen Spiegel-Leser werden das dem Magazin sicher nicht übelnehmen, da sie ebenfalls mit der SPD sympathisieren. Nur welchen Sinn macht es Veganer vom Genuss von Pflanzennahrung zu überzeugen, bzw. Spiegel-lesende SPD-Wähler Martin Schulz als „hottest Boy in the Bundestags-Hood“ anzupreisen? Und ausgerechnet mit dem Thema „Soziale Gerechtigkeit“. Wer heutzutage ein Abo des Spiegel besitzt, der gehört allermeist zur akademisch gebildeten, einkommensstarken Mittel- oder auch Oberschicht. Was juckt sojemanden die „Soziale Gerechtigkeit“? Ein Facharbeiter mit Gewerkschaftsausweis oder der Niedriglöhner oder gar der Arbeitslose(Ja, den gibt’s noch) hätte viel mehr Interesse darüber etwas zu Neues in der Zeitung zu erfahren, aber diese Menschen lesen kaum den 5 Euro teuren Spiegel, sondern viel eher die wesentlich billigere BILD. Nur ist dieses Blatt ganz und gar auf Merkel-Linie eingestellt und wird daher kaum willig sein, die „soziale Gerechtigkeit“ zu Gunsten des SPD-Kanzlerkandidaten ganz groß als Topic rauszubringen.

  3. Ach den Spiegel gibts immer noch? Jetzt noch soziale Gerechtigkeit? Ach Wahlkampfzeit? Na, klar sonst andauerndes neoliberales Dauerfeuer und kurz vor der Wahl dann soziale Gerechtigkeit….herrlich. Presse und Demokratie im Endstadium.

  4. Der Spiegel könnte zum Thema soziale Gerechtigkeit auch anregen, warum Zeitungen mit 7 Prozent Mehrsteuer subventioniert werden, während für Medikamente der volle MwST-Satz fällig wird.

  5. 27 Jul 2017 – „Habe mich gerade in Catania bei Vertretern der italien. Küstenwache & NGOs für deren großartige Arbeit in der Flüchtlingsrettung bedankt.“

    Chulz bedankt sich in diesem aktuellen Tweet bei den NGO aka Schlepperorganisationen, die Europa mit 100.000den afrikanischen Migranten überfluten, mit denen die deutschen Hartzer bald ihre fette Kohle teilen dürfen.

    Soviel „Soziale Gerechtigkeit“ gab es noch nie

  6. „Auch Spiegel Online wird sich in der kommenden Woche in einem Schwerpunkt mit dem Thema „Soziale Gerechtigkeit“ auseinandersetzen. In einem Essay wird eine Annäherung an den Begriff unternommen….. “

    Aha: Begriffsannäherung. Wenn die der Begriffs-Bedeutung für Gerechtigkeit tatsächlich näherkommen wollten, müßten sie ihre Kampagne einstampfen.

    Gerechtigkeit: dieser von den Sozialisten bis zu Unkenntlichkeit umgebogene Begriff beinhaltet nichts anderes, als daß sich Gerechtigkeit nur gegenüber anderen üben läßt. Gerechtigkeit kann aber im im Gegenzug von anderen nicht eingefordert werden. Es ist auch gut begründbar, warum die Forderung von Gerechtigkeit gegenüber anderen schlicht nicht möglich ist.

    Gerechtigkeit erwarten zu können wäre nur gegenüber einer Instanz möglich: Gott. Nur hier ließe sich Gerechtigkeit erwarten.

    Man kann darauf kommen selbst dann, wenn man die Existenz Gottes ablehnt.

    Sofern man allerdings Sozialist sein sollte, und eine Existenz Gottes wohl eher ausschließt: auf die schlichtweg unerfüllbare Forderung nach Gerechtigkeit, mit der sich Gesellschaften vor sich hertreiben lassen, auf dieses Gottesgeschenk an Sozialisten also werden diese niemals verzichten können.

  7. Dirk Weck schreibt, 28.07.2017 um 13:48:
    »Och Gottchen, zwei Kopp-Verlag-Trolle geben wieder ihren
    unverständlichen Müll dazu ab. Ulf Kotte aus dem Jenseits.

    Wird schlimm, wenn die AfD nicht einmal ihre Kandidaten-Liste aufstellen kann, was wird nur aus dem Gauleiter Ost Gauland? «

    In solchen Einträgen spiegelt sich der Absender, dem offenbar
    Argumente, Debattenkultur und die öffentliche Aufgabe der Journalistik (Landespressegesetze) fremd sind.

    Toten sollte man den gebührenden Respekt erweisen und wissen,
    um wen es sich handelt:

    Udo Ulfkotte ?

    WELT, 28.07.2017:
    »Düsseldorf (dpa/lnw) – Der Landeswahlausschuss hat die Kandidatenliste der AfD in Nordrhein-Westfalen für die Bundestagswahl zugelassen. …. Das Votum des Ausschusses fiel mit sechs zu zwei Stimmen deutlich aus.«
    goo.gl/92NPbc

    » Eine Meinung, die von falschen Voraussetzungen ausgeht,
    ist nichts wert. Das gilt vom Leitartikel bis zum
    philosophischen System. «
    – Robert Muthmann, deutscher Journalist,
    Jurist und Schriftsteller, geboren 1922 –

    Der SPIEGEL maßt sich an,Zitat:

    »Wir berichten, wie gerecht es in Deutschland tatsächlich zugeht «

    Als Tatsache will SPIEGEL „die Gerechtigkeit“ darlegen
    – eine einzigartige Deutungsarroganz, die nicht einmal so einzustufen ist :
    – „höherer Blödsinn“ (Nach Otto Wigand, deutscher Politiker und Verleger,
    1854; 1795 – 1870).

    1. Und? Haben Sie wenigstens einen mal persönlich befragt? Zum Beispiel, ob er im Vorruhestand an den Gewinnen beteiligt bleibt?

      Oder haben Sie sich vielleicht sogar bei Dax-Konzernen u.ä. schlau gemacht, wie es dort mit Entlassungen, bekanntlich gerne in vierstelliger Zahl, aussieht und wem sie zugute kamen oder kommen?

      Und dann mal überlegt,, warum Ihnen das marktkonforme, betriebswirtschaftlich übliche Verhalten eines mittelständischen Unternehmens ausgerechnet in diesem einen Fall so stinkt?

      1. Ich habe echt die Vermutung hier schreibt der echte Erbe.

        @Augstein

        Sieht nicht gut aus, nehmen sie, was sie noch bekommen.

        In 8-10 Jahren können sie den Laden für 1 Euro zurückkaufen

      2. Das Dumme ist: der wahre Jakob hat ja Recht. Die Medien haben ihr Geschäftsmodell geändert, und dem folgt dann, wie er es beschreibt schreibt „das marktkonforme betriebswirtschaftlich übliche Verhalten eines mittelständigen Unternehmens“. Aber nicht nur der Spiegel, die ganze Republik hat ihr Geschäftsmodell geändert. Zeichnet sich eine Demokratie aus dadurch, kontroverse gesellschaftliche Ausrichtungen dem Bürger durch regelmäßige Wahlen zur Beurteilung vorzulegen und damit unblutig eine gesellschaftliche Anpassung vorzunehmen, so ist das Geschäftsmodell der BRD dahingehend geändert worden, relevante Entscheidungen parteiübergreifend durch interne Absprachen festzulegen, die Bürger damit vor vollendete Tatsachen zu stellen, die nicht mehr zur Diskussion, schon garnicht zu Wahl gestellt werden. In diese Vorgehensweise haben sich unsere Medien einbinden lassen. M.W. war ein FAZ- Herausgeber der letzte, der sich in einem Artikel dieser Führungs-Elite anschloß, oder vielleicht auch unterwerfen mußte. Die Medien haben – freiwillig, oder durch Feigheit – die Aufgabe übernommen, eine Sicherstellung der Duldung durch die Bevölkerung zu gewährleisten, mithin alles, was dieser unterschwellig agierenden Vorgehensweise gefährlich werden könnte wahlweise zu verschweigen, oder herunterzuspielen, oder durch Diffamierung zu delegitimieren.
        Diese Rolle unterscheidet sich durchaus von dem, was man bislang unter Medien verstand. Bisher wurde die Steuerung, das Geschehen einer freien Gesellschaft durch Medien kritisch begleitet. Sichtweisen unterschiedlich aufgestellter Parteien wurden von unterschiedlich positionierten Medien kommentiert. Dies ist entfallen, und so wurden die Medien zu einem Instrument der Steuerung (für sensiblere Zeitgenossen: Gängelung). Wer bezahlt schon gerne für seine Gängelung. Sowas führt dann – klassisch Marktwirtschaft – zu Entlassungen. Trost: zunächst nur bei den Medien.

      3. @ E Ekat

        Es ist doch so, dass Medien ganz unabhängig von ihren Inhalten marktwirtschaftlich agieren (abgesehen von den öffentlich finanzierten), denn sie sind ja als Privatunternehmen gewinnorientiert. Sie handeln mit gedruckter oder digitaler Ware, und das soll sich für die Eigentümer lohnen. Kein Unterschied insofern zu anderen Produzenten und Dienstleistern. Und wenn ein Laden in Schieflage gerät, wird wie überall im Kapitalismus an den Kosten gespart, nicht zuletzt am variablen Faktor Personal.

        Das geschieht unabhängig von der Eigentümerstruktur und davon, ob die Verlage meinungsbildend oder etwa nutzwertorientiert sind. Und deshalb fragt sich in der Tat, warum in dieser Branche auf Talfahrt ausgerechnet die Misserfolge des Spiegel-Verlages hier so genüsslich bejubelt werden. Der Konkurrenz geht’s ziemlich ähnlich, und auch sie hat mit neuen Produkten wenig Glück.

        Es wird bei Meedia gerne der Eindruck vermittelt, die Mitarbeiter KG sei der Grund für schlechte Geschäftszahlen. Die Stillen Gesellschafter (die persönlich einflusslos sind, weil „still”) seien schuld. Dieser Logik zufolge müssten anderswo die Kassen klingeln, was sie bekanntlich nicht tun.

        Der Spiegel-Verlag scheint sich hingegen zumindest um ein höheres Maß an Sozialverträglichkeit beim Stellen-„Abbau” zu bemühen als z.B. der Focus aus dem deutlich größeren Burda-Verlag. Um zuerst bei den „oberen Chargen” zu sparen, gemeint sind von @Frank Müller in diesem Fall ja die Miteigentümer, müsste man allerdings das Renditesystem außer Kraft setzen — davon liest man bei den vielen Spiegel-Kritikern allerdings nie etwas. Sie belassen es bei dumpfen Ressentiments, gespeist aus ihren politischen Präferenzen. Von ökonomischen Zwängen wollen sie gar nichts wissen.

      4. Bezieht sich auf: Der wahre Jakob sagt:
        30.07.2017 um 04:52

        Ich glaube, da liegt ein Mißverständnis bei Ihnen vor. Niemand freut sich darüber, daß die Medien ihrer gesellschaftlich relevanten Rolle nicht nachkommen.

        Unsere Parteien haben die Demokratie durch Konsens ersetzt, den Sinn und Segen von Wahlen dadurch ausgehebelt. Medien haben sich da hinzugesellt. Muß mich kurz fassen: zum Teufel mit Euch. Was denn sonst?

  8. Och Gottchen, zwei Kopp-Verlag-Trolle geben wieder ihren unverständlichen Müll dazu ab. Ulf Kotte aus dem Jenseits.

    Wird schlimm, wenn die AfD nicht einmal ihre Kandidaten-Liste aufstellen kann, was wird nur aus dem Gauleiter Ost Gauland?

  9. Barbara Hans filmt ihre eigene Putzfrau bei der Arbeit:

    Sag Olga, wie lebt es sich denn mit 8€/h schwarz auf die Hand?

    Mit dem Spiegel würde ich ja nicht mal einen Hamsterkäfig auslegen…

    1. LOL – Das wäre zumindest ein substanzieller Beitrag zur Debatte.

      Würde allerdings Mut zur Ehrlichkeit erfordern, aber dieser ist bei Politikern und Spiegel-Journalisten ausgeschlossen.

  10. SPIEGEL:
    »Wir berichten, wie gerecht es in Deutschland tatsächlich zugeht und
    welche Ideen für mehr Gerechtigkeit sorgen könnten“,
    sagt Barbara Hans, Chefredakteurin von Spiegel Online. «

    Anmaßender kann man sich nicht ausdrücken.
    Der SPIEGEL-Sinkflugdurchbricht die Schallmauer
    – steht kurz vor dem Aufschlag.

    » …Das Dilemma spitzt sich zu, wenn die selbstgefällige Neigung wächst,
    jede Kritik von außen als Angriff auf die Pressefreiheit zurückzuweisen
    und die Kritik von innen als Wichtigtuerei links liegenzulassen: Schreiben Kampagnenopfer hinterher Bücher, tritt man nach und ruft

    » Haltet den Dieb «.

    Die wechselseitige Kontrolle zwischen den Redaktionen und Medienhäusern, das wichtigste bisherige Korrektiv der Unbelangbarkeit, ist erlahmt. ….«
    – Prof. em. Thomas Meyer, deutscher Politikwissenschaftler, Schwerpunkt: Demokratietheorie, Politische Theorie, Europa), geboren 1943; aus:
    »Die Unbelangbaren – Wie politische Journalisten mitregieren¡,
    edition suhrkamp, 2015 _

    Neue Zürcher Zeitung, von Rainer Stadler, 21.7.2017, 16:18 Uhr
    » Studie zur Flüchtlingskrise – Deutsche Presse versagte
    Mit ihrer einseitigen Berichterstattung über die Flüchtlingskrise von 2015 haben die deutschen Zeitungen zur Polarisierung der Gesellschaft beigetragen. Das sagt der Publizistikprofessor Michael Haller. …..

    Deswegen sei das Misstrauen gegenüber Medien gewachsen.
    Ob der Schaden behebbar sei, sei offen. ….«
    goo.gl/n3a2ui

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