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US-Markt im Visier: Wagt Serviceplan-Chef Florian Haller den Sprung über den Atlantik?

Im Auslandsgeschäft geht noch was: Serviceplan-Chef Florian Haller will international wachsen
Im Auslandsgeschäft geht noch was: Serviceplan-Chef Florian Haller will international wachsen

Die Münchener Agenturgruppe Serviceplan hat im vergangenen Geschäftsjahr eine Delle im Auslandswachstum erfahren. Daher hat CEO Florian Haller ein Expansionsziel ausgegeben. Er will international wachsen und in den amerikanischen Markt einsteigen. Doch das muss gut überlegt sein, wenn sich der ehemalige Procter & Gamble-Manager nicht verzetteln will. Denn das US-Geschäft ist wettbewerbsintensiv.

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Wenn Florian Haller, Holdingchef von Europas größter inhabergeführter Agenturgruppe Serviceplan, auf einen Globus blicken würde, kann er bereits viele Fähnchen mit dem Namen Serviceplan erkennen. Ob Europa, in Asien oder im mittleren Osten – in vielen wichtigen Wirtschaftsregionen der Welt zeigt die Münchener Agenturgruppe bereits Flagge. Doch bislang hat der Firmenchef um einen der größten Märkte der Welt einen Bogen gemacht: Amerika. Dennoch hat Haller die Wirtschaftsregion fest im Blick. „Amerika steht als Wachstumsziel auf dem Plan“, erklärt eine Firmensprecherin auf Anfrage von MEEDIA. Wann die Agentur allerdings diesen gewagten Schritt vornehmen will, ist noch offen. Vielleicht Anfang nächsten Jahres?

Doch der Sprung über den Atlantik muss genau überlegt sein, wenn sich Haller nicht wirtschaftlich verzetteln will. Der US-Markt ist wettbewerbsintensiv. Viele große Agenturgruppen tummeln sich hier. Doch für das laufende Geschäftsjahr hat der ehemalige Procter & Gamble-Manager eine klare Parole ausgegeben. „Unser Ziel ist es, die Marke Serviceplan auch international bekannt zu machen“, erklärt der Firmenchef. Will sagen: Serviceplan hat das Auslandswachstum klar im Blick. Der Schritt ist verständlich. Denn im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015/2016, das am 30. Juni endet, hatte die internationale Expansion der Gruppe deutlich an Fahrt verloren. Der Auslandsumsatz legte lediglich um 7,8 Prozent auf 83 Millionen Euro zu, im vorangegangenen Geschäftsjahr verzeichnete Serviceplan hingegen noch einen satten Zuwachs von mehr als 30 Prozent.

Insgesamt wuchs die größte von Networks unabhängige Kommunikationsagentur Europas im vergangenen Geschäftsjahr zweistellig. Der Gruppenumsatz (Honorare und Provisionen) legte um 14 Prozent auf 388 Millionen zu. Zum Gesamtumsatz trug die Digitalagentur plan.net rund 25,3 Prozent oder 98 Millionen Euro bei, gefolgt von den Kernmarken Serviceplan mit 23,7 Prozent oder 92 Millionen Euro und Mediaplus mit 22,7 Prozent oder 88 Millionen Euro. Zum Ertrag macht die Agenturgruppe traditionell keine Angaben. Die Agenturgruppe hat im vergangenen Geschäftsjahr mehr als 250 neue Kunden in Deutschland und 150 neue Kunden im Ausland gewonnen. National stehen unter anderem Etatgewinne wie AOK Bayern, Capri-Sun, Deutsche Bahn Regio, Deutsche Lufthansa, DZ Bank sowie Motorola auf der Liste, international Develey (Polen), Teatro alla Scala (Italien), Hipp (Russland) sowie Vlam (Belgien und Indien).

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