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„In stiller Trauer“ – Spiegel löst Versprechen Rudolf Augsteins ein und schickt Trauerkranz ans Grab von Helmut Kohl

Spiegel Gründer Rudolf Augstein, Altkanzler Helmut Kohl, Trauerkranz vom Spiegel
Spiegel Gründer Rudolf Augstein, Altkanzler Helmut Kohl, Trauerkranz vom Spiegel

Ein ganz spezieller Trauerkranz am Grab des verstorbenen Altkanzlers Helmut Kohl in Speyer sorgt für Aufsehen. "In stiller Trauer - DER SPIEGEL" steht auf den Bändern geschrieben. Das Hamburger Nachrichtenmagazin und Kohl pflegten eine innige Feindschaft. Der Spiegel löste mit dem Trauerkranz ein Versprechen seines Gründers Rudolf Augstein ein.

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In den 16 Jahren seiner Kanzlerschaft soll Helmut Kohl nie mit Spiegel-Journalisten gesprochen haben, es gab jedenfalls nie ein Interview mit Bundeskanzler Helmut Kohl im Blatt. Der Spiegel seinerseits begleitete Kohls Kanzlerschaft mit vielen sehr kritischen Geschichten und Titelbildern. In der Zeitung Die Rheinpfalz, die ihren Sitz in Kohls Heimatstadt Ludwigshafen hat, ist nun die Anekdote beschrieben, wie Kohl in den 90ern die Trauerkranzschleifen nach dem Tod von Konrad Adenauer anschaut und eine von Spiegel-Gründer Augstein entdeckt. Kohl soll gesagt haben, von diesem bekomme er, Kohl, bestimmt keinen Kranz. Kurze Zeit später habe ihm Augstein einen Brief geschrieben, der aus dem einen Satz „Sie kriegen auch einen!“ bestand.

Gegenüber der Rheinpfalz bestätigte Spiegel-Sprecherin Anja zum Hingst, dass der Kranz für Kohl tatsächlich die Einlösung des alten Versprechens von Augstein ist: „Ich gestehe gerne: Ja, wir waren das! Der Kranz kommt vom ,Spiegel’ aus Hamburg. Denn wir halten unsere Versprechen – auch dies, das ,Spiegel’-Gründer Rudolf Augstein vor vielen Jahren Helmut Kohl gegeben hat.“

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