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Print und Fernsehen verlieren, Facebook & Co. legen zu: So informieren sich Teenager heute

Jugendliche informieren sich über Parteien in der kommenden Bundestagswahl
Jugendliche informieren sich über Parteien in der kommenden Bundestagswahl

Am 24. September stimmt Deutschland über einen neuen Bundestag ab. Bis dahin werden die Medien vor allem ein Thema kennen: die Wahl. Passend dazu veröffentlichten Bravo und YouGov nun eine neue Jugendstudie, die unter anderem beleuchten soll, wo und wie sich Jugendliche im Alter von 14-17 Jahren politisch Informieren. Während Social-Media zur Informationsbeschaffung immer beliebter wird (+31 Prozent), gibt es einen klaren Abwärtstrend bei Fernsehen (-32 Prozent) und Print (-34 Prozent).

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Ein Drittel der 522 Befragten gab bei der der Umfrage an, sich aktiv mit Politik zu befassen, davon mehr Jungen als Mädchen. Im Vergleich mit einer 2013 durchgeführten Studie von Infratest dimap hat sich das politische Interesse dabei weitestgehend nicht verändert.

Das gilt jedoch nicht für die Quellen, die die Teenager zur Informationsbeschaffung nutzen: 51 Prozent der Politik-Interessierten beziehen ihr Hintergrundwissen aus dem Schulunterricht und 48 Prozent aus dem Fernsehen. Gerade letzterer Wert ging innerhalb von vier Jahren um 32 Prozent zurück.

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Ebenfalls eine beliebte Informationsquelle sind Gespräche innerhalb der Familie. Auf diesen Punkt entfallen 43 Prozent. News Apps wie Spiegel Online oder Tagesschau.de informieren gut 36 Prozent der künftigen Wähler, während Tageszeitungen und Websites nur noch auf 23 Prozent bzw. 25 Prozent kamen. Das Radio kam auf 31 Prozent und verlor damit mehr als zwei Fünftel der Nutzer von vor vier Jahren. Zulegen konnten dagegen die Social-Networks wie YouTube, Facebook und Instagram mit einer Gesamtnutzung von 33 Prozent.

Besonders interessant ist der Umstand, dass die Teenager nicht ein bevorzugtes Medium haben, sondern stärker auf Quellen-Mix setzen. Hier macht sich wohl bemerkbar, dass gerade durch das Social-Web viel mehr und gänzlich andere Info-Quellen einfacher verfügbar sind, als noch vor vier Jahren.

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