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Studie von Maria Furtwänglers Stiftung: Frauen im Fernsehen deutlich unterrepräsentiert

Maria Furtwängler wünscht sich mehr Vielfalt bei der Darstellung von Frauenbildern

Frauen sind nach einer neuen Studie im deutschen Fernsehen und in heimischen Kinoproduktionen deutlich unterrepräsentiert. Sie werden dabei meistens im Zusammenhang mit Beziehung und Partnerschaft gezeigt, heißt es in der am Mittwoch in Berlin vorgestellten Untersuchung der Universität Rostock, die von ARD, ZDF, RTL und ProSiebenSat.1 unterstützt wurde.

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Statistisch kommt im Kino- und in TV-Filmen aus Deutschland auf zwei männliche Protagonisten eine Frau in einer Hauptrolle vor. Nur in Soaps und Telenovelas gebe es eine halbwegs gleichmäßige Geschlechterverteilung. Initiiert hatte die Studie die Schauspielerin Maria Furtwängler mit ihrer MaLisa-Stiftung.

Auch in Informationssendungen sind Frauen unterrepräsentiert. So überwiegen Männer als Sprecher (72 Prozent) und in Expertenrunden (79 Prozent). Auch die Moderation von Quiz- oder „Reality Shows“ ist mit 80 Prozent eine Männerdomäne. Im Kinderfernsehen ist das Bild laut der Studie nicht viel anders: Monster oder Tiere sind meist männlich, nur eine von vier Figuren kann einer weiblichen Rolle zugeordnet werden. Schwerer haben es auch ältere Frauen in Fernsehen und Kino. Ab einem Alter von 30 Jahren kommen sie in Film und Fernsehen immer seltener vor.

Für die Studie nahmen die Wissenschaftler vom Institut für Medienforschung der Universität Rostock fast 3000 Programme von 17 Sendern, das Angebot von vier Kindersendern sowie knapp 1.000 Kinofilme unter die Lupe.

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