G+J stoppt Zeitschrift F Mag nach One Shot – gibt Frauenmagazin aber digital eine neue Chance

Das FMAG-Team und ihre erste Titelseite: Künftig erscheint das Magazin nur noch in einer digitalen Variante
Das FMAG-Team und ihre erste Titelseite: Künftig erscheint das Magazin nur noch in einer digitalen Variante

Kein aufgehender Stern am Print-Himmel: Gruner + Jahr will das Frauenmagazin F Mag, das über Politik, Sex und Lifestyle berichtet, wegen schwacher Abverkaufszahlen nicht als gedrucktes Produkt in Serie schicken. Dennoch soll die von Absolventinnen der G+J-Journalistenschule entwickelte Marke am Markt eine weitere Chance bekommen und künftig als Digitalangebot weiterleben.

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Es war ein ehrgeiziges Experiment von vier Absolventinnen der Henri Nannen-Schule: Sara Schurmann, Gina Nicolini, Wiebke Harms und Astrid Hansen entwickelten ein ungewöhnliches Frauenmagazin, das die Themenfelder Politik, Sex und Lifestyle vereinte. In der Chefetage von Gruner + Jahr stieß das Vorhaben auf großes Wohlwollen. Davon überzeugt war auch stern-Herausgeber Andreas Petzold: „Die jüngeren Menschen sind wieder politischer geworden. Wir sind davon überzeugt, dass ein solches Konzept, gerade eine „Lage“ hat.“ G+J-Produktchef Stephan Schäfer gab daher grünes Licht, einen One-Shot an die Kioske zu bringen.

Doch im Handel fand die Idee offenbar nicht den gewünschten Anklang. Um 25.000 Exemplare verkaufte das Verlagshaus am Baumwall von dem Gesellschafts- und Lifestyle-Magazin dem Vernehmen nach. Trotz der nicht ausreichenden Verkaufszahlen will die G+J-Spitze an dem Titel festhalten. So soll das junge Frauenmagazin ab Mitte September als Digitalangebot unter der Dachmarke Brigitte fortgeführt werden, teilt das Unternehmen mit.

Das Web-Konzept dazu werde derzeit von einem Team unter Federführung von Eva Spundflasche, Chefredakteurin Brigitte Digital, und Christine Nieland, Managing Director Brigitte Digital, erarbeitet. Gruner + Jahr-Digitalchef Arne Wolter dazu: „Die Marke und die Ideen haben Kraft – ich freue mich auf die digitale Umsetzung. Den sechs jungen Gründerinnen gratuliere ich zu ihrem gelungenen Debüt. Klasse, was Sie aus dem Angebot, aus der Henri-Nannen-Schule heraus ein Magazin zu entwickeln, gemacht haben! Der nächste Jahrgang wird sich anstrengen müssen, die Latte liegt hoch.“ Denn bislang erblickte noch kein Entwicklungsprojekt der Gruner + Jahr-Nachwuchsschmiede am Kiosk das Licht der Welt.

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