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„Social-Media-Team von Edeka ist wirklich fix und kreativ“: Die G20-Viral-Bilanz von Comedian André Kramer

„Ich bin Anwohner und gehe nur kurz zu Edeka. Danke“: Comedian André Kramer landet für sich und Edeka beim G20 Viralhit
"Ich bin Anwohner und gehe nur kurz zu Edeka. Danke": Comedian André Kramer landet für sich und Edeka beim G20 Viralhit

Mit dem Plakat "Ich bin Anwohner und gehe nur kurz zu Edeka. Danke" posiert der Comedian André Kramer im Vorfeld der "Welcome to hell"-Demo zwischen Polizisten und G20-Gegnern. Innerhalb von Minuten ging sein Post viral und auch Edeka profitiert von der Aktion rund um den Gipfel - trotz aller Randale und Krawalle.

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Von Sarah Hölting

Er sieht aus wie reinkopiert: Mitten im G20-Wahnsinn steht ein bunt gekleideter, junger Mann und informiert die um ihn stehenden, martialisch wirkenden Polizisten höflich mit einem selbstgebastelten Schild darüber, dass er gerne „nur kurz zu Edeka“ gehen würde. Warum er das Schild hält? „Naja, ich bin ein Comedian und wollte ein humoristisches Statement zum G20-Gipfel setzen, an alle, die mir mein Viertel wegnehmen. Also an die Polizisten, genauso wie die Demonstranten oder die G20-Politiker – einfach an alle“, erklärt André Kramer. Zu Edeka wollte er ursprünglich aber tatsächlich, eine Pizza kaufen. Doch weit kam er nicht. Kaum aus dem Haus, musste er fast jede Minute anhalten, weil Demonstranten ein Foto mit ihm machen wollten.

Letztlich habe er sich gedacht: „Wenn alle ein Foto von mir machen, schieße ich selbst einfach auch eines und poste es – des Spaßes halber“. Gesagt, getan. Zehn Minuten später ging das Bild viral und Kramer wurde zum Social-Media-Star.

Edeka inszeniert die Aktion für sich

Geschickt nutzte kurzerhand Edeka die Aktion des Comedians für sich, indem es ein zweites Schild mit der Aufschrift: „Bleib zuhause. Wir bringen dir was. Bitte“ ins Bild kopierte und damit eine zweite Viral-Welle auslöste.

Alles nur ein abgekartetes Spiel?

Böse Zungen behaupten da schnell, die Aktion sei ein abgekartetes Spiel gewesen. Schließlich ist Edeka bereits mit mehreren Werbeaktionen wie dem Video „Happy End für Eatkarus“ oder dem Einhorn-Toilettenpapierviral gegangen. Aber Kramer, widerspricht: „Ich hätte genauso gut Rewe aufs Schild schreiben können, der ist auch ums Eck. Jedoch nicht so nah wie Edeka, wo ich immer zwischen 17 und 19 Uhr einkaufen gehe“. Und wie fand er die Antwort? „Pfiffig. Das Social-Media-Team von Edeka ist wirklich fix und kreativ“. Das Angebot des Einzelhändlers, Kramer Lebensmittel vorbeizubringen, schlug er allerdings aus. Stattdessen bat er Edeka in einem öffentlichen Kommentar darum, Essen und Getränke lieber den Obdachlosen auf der Reeperbahn zu spenden.

Und genau das versprach Edeka prompt. „Am Wochenende kontaktierte Edeka mich dann auch privat, um baldmöglichst einen Termin für die Spendenaktion zu finden. Das finde ich klasse“, sagt Kramer, der sich über das Engagement von Edeka freut.

Und was hat der Viralhit Kramer gebracht? „Eine Versiebenfachung meiner Facebook-Follower und eine Verdopplung meiner Fans auf Instagram und Twitter„. Nicht schlecht, finden wir, und wünschen dem humorvollen Hamburger, dass es weiterhin so gut für ihn läuft.

 

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