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Radio-MA-Analyse: die Top-Sender in allen 16 Bundesländern – neue Spitzenreiter in Niedersachsen und Bayern

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Niedersachsen und Bayern haben einen neuen Lieblings-Radiosender. Bei den Tagesreichweiten zogen laut der neuesten ma Radio NDR 2 an NDR 1 Niedersachsen und Bayern 1 an Antenne Bayern vorbei. Große Verluste gab es für die Marktführer Radio Hamburg, mdr Sachsen und 104,6 RTL (Berlin). Ihren Vorsprung ausgebaut haben u.a. Hit Radio FFH (Hessen) und Antenne Brandenburg.

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Beginnen wir unsere traditionelle ma-Reise durch Radio-Deutschland im hohen Norden. Die Nummer 1 in Schleswig-Holstein heiß weiterhin R.SH. Der Sender führt souverän vor NDR 2, größere Veränderungen gab es bei den Hörerzahlen beider Kanäle nicht. Dahinter allerdings machte NDR 1 Welle Nord massiv Boden gut, steigerte sich um 26,2% auf eine Tagesreichweite von 419.000. N-Joy hingegen büßte 13,6% ein, Radio Hamburg verbesserte sich im Nachbarland um 13,0%. Ebenfalls erwähnenswert: delta radio verlor auf Platz 7 21,3% und liegt nun bei 100.000, NDR 90,3 steigerte sich auf Rang 8 um 43,3% auf 96.000.

In Hamburg büßte Marktführer Radio Haburg im Gegensatz zu Schleswig-Holstein Hörer ein – und zwar massiv. 57.000 weniger schalteten pro Tag ein, mit 272.000 ist der Vorsprung auf NDR 90,3 und NDR 2 spürbar geschrumpft. NDR 90,3 zog dabei an NDR 2 vorbei. Auf Rang 6 steigerte sich Energy um starke 12,5% auf 90.000 Hörer, auf Platz 8 büßte alsterradio hingegen 32,9% ein und stürzte auf eine Tagesreichweite von 55.000.

Eine neue Nummer 1 gibt es in Niedersachsen: NDR 2 überholte NDR 1 Niedersachsen dank eines kleinen Zuwachses und eines gleichzeitigen deutlichen Verlustes bei NDR 1. Abseits der Top 5 steigerte sich 89.0 RTL auf dem sechsten Rang um 14,8% auf 365.000 Hörer, NDR info verbesserte sich auf 7 sogar um 29,1% sauf 262.000, Radio 21 hingegen büßte 19,9% ein und kommt auf Platz 8 noch auf 241.000 Hörer.

Im kleinen Bremen bleiben Bremen Eins und Bremen Vier trotz Verlusten klar vorn. Energy Bremen steigert sich minimal. radio ffn aus Niedersachsen verliert 11,4% seiner Bremer Hörer, kehrt aber trotzdem in die Top 5 zurück. Der Grund: NDR 1 Niedersachsen, bisher Fünfter, verlor sogar 34,2% und kommt nur noch auf 25.000 Hörer aus Bremen.

Radio-MA 2017 II: Die Top-Sender in den Bundesländern*
Platz Sender 2017 II vs. 2017 I
Schleswig-Holstein
1 R.SH Radio Schleswig-Holstein 698.000 8.000 1,2%
2 NDR 2 445.000 -7.000 -1,5%
3 NDR 1 Welle Nord 419.000 87.000 26,2%
4 N-Joy 203.000 -32.000 -13,6%
5 Radio Hamburg 200.000 23.000 13,0%
Hamburg
1 Radio Hamburg 272.000 -57.000 -17,3%
2 NDR 90,3 230.000 11.000 5,0%
3 NDR 2 220.000 3.000 1,4%
4 NDR Info 108.000 -8.000 -6,9%
5 N-Joy 100.000 -2.000 -2,0%
Niedersachsen
1 NDR 2 1.452.000 18.000 1,3%
2 NDR 1 Niedersachsen 1.352.000 -138.000 -9,3%
3 radio ffn 1.033.000 -6.000 -0,6%
4 Antenne Niedersachsen 853.000 22.000 2,6%
5 N-Joy 533.000 -21.000 -3,8%
Bremen
1 Bremen Eins 137.000 -13.000 -8,7%
2 Bremen Vier 118.000 -7.000 -5,6%
3 Energy Bremen 82.000 1.000 1,2%
4 NDR 2 47.000 0 0,0%
5 radio ffn 31.000 -4.000 -11,4%
*Tagesreichweiten (Mo.-So.)
Daten-Quelle: ma 2017 Radio II / Tabelle: MEEDIA

Im bevölkerungsstärksten Land Nordrhein-Westfalen führt der Lokalsender-Verbund radio NRW weiterhin deutlich vor den WDR-Kanälen. Dort überholte WDR 2 den großen Verlierer 1Live. Während sich WDR 2 um 6,2% bzw. 191.000 Hörer steigerte, verlor 1Live 6,7% bzw. 210.000. Ebenfalls dick im Plus: WDR 4 und WDR 5. 15,6% im Minus: WDR 3 auf dem sechsten Platz mit 374.000 Hörern.

In Hessen führt das private Hit Radio FFH weiterhin vor einem HR-Trio. FFH baute dabei seinen Vorsprung aus – dank eines 11,1%-Plus. Steigern konnten sich auch hr3 und hr1, das an hr4 vorbei zog. Fast 10% gewann auf Platz 5 planet radio hinzu, ebenso hr-info auf Rang 6.

In Rheinland-Pfalz bleibt auf den ersten fünf Plätzen alles beim Alten: SWR3 führt klar vor RPR1 und weiteren SWR-Sendern. Deutliche Gewinne gab es hier für SWR1 RP, Verluste für das private RPR1, dessen Vorsprung auf dem zweiten Rang schrumpft.

Noch langweiliger sieht das Ranking in Baden-Württemberg aus. Die Top 5 landete komplett in einem Korridor von minus 2,9% bis plus 2,7%. Vor bleibt auch hier SWR3, dahinter folgen SWR1, SWR4 und antenne 1. Erwähnenswert ist noch das 16,3%-Plus von Energy Region Stuttgart auf Platz 9. 193.000 hören pro Tag zu.

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Radio-MA 2017 II: Die Top-Sender in den Bundesländern*
Platz Sender 2017 II vs. 2017 I
Nordrhein-Westfalen
1 radio NRW 4.729.000 -139.000 -2,9%
2 WDR 2 3.289.000 191.000 6,2%
3 1Live 2.926.000 -210.000 -6,7%
4 WDR 4 2.270.000 172.000 8,2%
5 WDR 5 667.000 58.000 9,5%
Hessen
1 Hit Radio FFH 1.281.000 128.000 11,1%
2 hr3 965.000 81.000 9,2%
3 hr1 582.000 46.000 8,6%
4 hr4 558.000 -88.000 -13,6%
5 planet radio 354.000 31.000 9,6%
Rheinland-Pfalz
1 SWR3 821.000 10.000 1,2%
2 RPR1. 503.000 -55.000 -9,9%
3 SWR4 RP 462.000 3.000 0,7%
4 SWR1 RP 460.000 40.000 9,5%
5 bigFM Hot Music Radio 283.000 -7.000 -2,4%
Baden-Württemberg
1 SWR3 2.118.000 -58.000 -2,7%
2 SWR1 BW 1.281.000 34.000 2,7%
3 SWR4 BW 1.209.000 -26.000 -2,1%
4 antenne 1 664.000 -20.000 -2,9%
5 bigFM Der neue Beat 563.000 -3.000 -0,5%
*Tagesreichweiten (Mo.-So.)
Daten-Quelle: ma 2017 Radio II / Tabelle: MEEDIA

Deutliche Veränderungen gibt es hingegen an der Tabellenspitze Bayerns: Bayern 1 springt hier mit einem Plus von 182.000 Hörern von Platz 3 auf 1, überholt den bisherigen Marktführer Antenne Bayern und das Bayern Funkpaket, die beide Tagesreichweite verlieren. Noch deutlichere Verluste gab es auf dem fünften Platz für B5 aktuell, sowie auf dem sechsten für Bayern 2 (minus 16,9% auf 439.000). Satte 34,1% hinzu gewonnen hat hingegen das Klassik Radio, das mit 169.000 bayerischen Hörern auf Platz 12 liegt.

Im Saarland bleibt Radio Salü trotz leichter Verluste die Nummer 1 vor SR 3 und SR 1, die einen Plätzetausch durchgeführt haben. Der größte Gewinner des Saarlandes heißt bigFM Saarland: Der Sender steigerte sich auf dem sechsten Platz um 41,4% und erreicht nun 41.000 Hörer pro Tag.

Im umkämpften Berlin verlor der Marktführer 104.6 RTL satte 16,2%. Dennoch bleibt der Sender vorn, da sich der Berliner Rundfunk 91,4 nicht sonderlich steigern konnte. Deutlich nach oben ging es für 94,3 rs2, das mit einem Plus von 17,1% an radioBerlin 88,8 vorbei zog. Radioeins, beim vorigen Mal noch gleichauf mit dem Inforadio auf Rang 5, findet sich mit 171.000 Hörern un auf Platz 6. Auch in Berlin heißt einer der großen prozentualen Gewinner Klassikradio: Auf Platz 11 liegend steigerte sich der Kanal um 12,6% auf 125.000 Hörer.

In Brandenburg befanden sich die beiden Top-Sender Antenne Brandenburg und BB Radio bei der vorigen ma noch fast gleichauf – mit 414.000 und 404.000 Hörern. Diesmal nun beträgt der Abstand nicht mehr 10.000, sondern 147.000 Hörer. Während Antenne Brandenburg nämlich 42.000 Hörer hinzu gewann, verlor BB Radio 95.000. Dennoch bleibt der Sender die klare Nummer 1 vor 104.6 RTL. Erwähnenswert von den Rängen abseits der Top 5: Fritz steigerte sich auf dem sechsten Rang um 10,7% auf 135.000, Star FM 87.9 auf Platz 8 um 35,9% auf 87.000 Hörer.

Radio-MA 2017 II: Die Top-Sender in den Bundesländern*
Platz Sender 2017 II vs. 2017 I
Bayern
1 Bayern 1 2.749.000 182.000 7,1%
2 Antenne Bayern 2.648.000 -73.000 -2,7%
3 Bayern Funkpaket 2.437.000 -147.000 -5,7%
4 Bayern 3 2.217.000 16.000 0,7%
5 B5 aktuell 513.000 -97.000 -15,9%
Saarland
1 Radio Salü 212.000 -8.000 -3,6%
2 SR 3 Saarlandwelle 177.000 2.000 1,1%
3 SR 1 Europawelle 164.000 3.000 1,9%
4 DasDing / 103.7 Unser Ding 63.000 6.000 10,5%
5 SWR3 53.000 -1.000 -1,9%
Berlin
1 104.6 RTL 269.000 -52.000 -16,2%
2 Berliner Rundfunk 91.4 251.000 2.000 0,8%
3 94,3 rs2 226.000 33.000 17,1%
4 radioBerlin 88,8 211.000 3.000 1,4%
5 Inforadio 178.000 3.000 1,7%
Brandenburg
1 Antenne Brandenburg 456.000 42.000 10,1%
2 BB Radio 309.000 -95.000 -23,5%
3 104.6 RTL 202.000 0 0,0%
4 Berliner Rundfunk 91.4 181.000 5.000 2,8%
5 94,3 rs2 170.000 17.000 11,1%
*Tagesreichweiten (Mo.-So.)
Daten-Quelle: ma 2017 Radio II / Tabelle: MEEDIA

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es auf den ersten vier Plätzen nur Verlierer: NDR 1 Radio MV büßte 3,7% ein, die Ostseewelle 7,7%, Antenne MV 7,8% und NDR 2 vergleichsweise glimpfliche 1,2%. Der große Gewinner der MV-Top-5 heißt N-Joy: Der NDR-Ableger steigerte sich um 22,5% und rückt näher an NDR 2 heran. Sogar 60,9% hat der Deutschlandfunk in Mecklenburg-Vorpommern hinzu gewonnen: Auf dem siebten Platz liegt er nun bei einer Tagesreichweite von 37.000.

In Sachsen verliert die Nummer 1 mdr Sachsen unterdessen heftige 20,2%. Dennoch ist der Vorsprung auf Radio PSR noch beträchtlich. Auf den Rängen 3 und 4 überholt das Sachsen Funkpaket das öffentlich-rechtliche mdr Jump, das 13,4% einbüßte. Hitradio RTL Sachsen gehört auf Platz 6 mit einem Plus von 9,3% zu den großen Gewinnern, ist mit 283.000 Hörern aber noch ein Stück von der Top 5 entfernt.

Ruhiger geht es in Sachsen-Anhalt auf den ersten drei Plätzen zu: radio SAW, mdr Sachsen-Anhalt und Radio Brocken verlieren fast im Gleichschritt zwischen 1,4% und 3,2%. Dahinter überholt mdr Jump 89.0 RTL, verliert dabei aber satte 8,4%. 89.0 RTL büßte gleichzeitig aber noch sattere 15,9% ein. Stark auf den Rängen 8 und 9: mdr Sachsen und mdr Kultur mit Zuwächsen von 42,9% und 37,9% auf Reichweiten von 50.000 und 40.000.

In Thüringen baute mdr Thüringen seinen Vorsprung auf Antenne Thüringen aus, der große Gewinner in der Top 5 heißt aber 89.0 RTL, das sich um sagenhafte 49,4% steigerte und damit radio Top 40 aus der Top 5 schmiss. mdr Kultur gewann hier auf dem achten Platz 40,9% hinzu und liegt nun bei 62.000 Hörern pro Tag.

Radio-MA 2017 II: Die Top-Sender in den Bundesländern*
Platz Sender 2017 II vs. 2017 I
Mecklenburg-Vorpommern
1 NDR 1 Radio MV 393.000 -15.000 -3,7%
2 Ostseewelle Hit-Radio MV 335.000 -28.000 -7,7%
3 Antenne MV 284.000 -24.000 -7,8%
4 NDR 2 163.000 -2.000 -1,2%
5 N-Joy 147.000 27.000 22,5%
Sachsen
1 mdr Sachsen 857.000 -217.000 -20,2%
2 Radio PSR 560.000 32.000 6,1%
3 Sachsen Funkpaket 501.000 -15.000 -2,9%
4 mdr Jump 440.000 -68.000 -13,4%
5 R.SA 387.000 -31.000 -7,4%
Sachsen-Anhalt
1 radio SAW 549.000 -8.000 -1,4%
2 mdr Sachsen-Anhalt 455.000 -15.000 -3,2%
3 Radio Brocken 329.000 -8.000 -2,4%
4 mdr Jump 152.000 -14.000 -8,4%
5 89.0 RTL 148.000 -28.000 -15,9%
Thüringen
1 mdr Thüringen 551.000 30.000 5,8%
2 Antenne Thüringen 402.000 -32.000 -7,4%
3 mdr Jump 335.000 -4.000 -1,2%
4 LandesWelle Thüringen 244.000 -22.000 -8,3%
5 89.0 RTL 115.000 38.000 49,4%
*Tagesreichweiten (Mo.-So.)
Daten-Quelle: ma 2017 Radio II / Tabelle: MEEDIA
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