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Kiosk-Check: stern hat mit „Fleisch um jeden Preis“ kein Schwein, Spiegel-Trennungstitel ohne Happy End

Getrennte Paare, arme Schweine, boomende Wirtschaft: Die Titeltheme der großen Politmagazine in Heftwoche 24
Getrennte Paare, arme Schweine, boomende Wirtschaft: Die Titeltheme der großen Politmagazine in Heftwoche 24

In der zweiten Juni-Woche verfehlten alle drei aktuellen Wochenmagazine, die der MEEDIA-Cover-Check beobachtet, im Einzelverkauf ihre Zielvorgaben. Sowohl Spiegel als auch stern und Focus blieben unter ihren Durchschnittswerten der vergangenen Monate. Am ehesten kam diesen noch der Focus nahe, der den Wirtschaftsboom zum Titelthema machte: "Deutschland hebt ab. Das zweite Wirtschafts-Wunder".

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Damit brachte es das Fakten-Magazin mit Sitz in Berlin auf 60.883 Exemplare, die in Supermärkten, Kiosken, an Tankstellen, Flughäfen oder Bahnhöfen über den Verkaufstresen gingen. Insgesamt verkaufte der Focus 419.972 Hefte, darunter 31.341 ePaper-Ausgaben. Zum Vergleich: Im Drei-Monatsdurchschnitt lagen die Einzelverkaufe zuletzt bei 66.000 Exemplaren, im Zwölf-Monatsschnitt bei 65.500.

Deutlich größer allerdings sind die Abstände zu den Normwerten bei den Hamburger Magazinen Spiegel und stern. Zunächst zum stern: Der titelte „Fleisch um jeden Preis“ und wagte sich damit an ein wichtiges Thema, das erfahrungsgemäß aber am Kiosk der Käuferschaft nicht leicht zu vermitteln ist. So auch diesmal. Im Verkauf rutschte die zuvor recht erfolgreiche Illustrierte auf 159.731 Hefte ab und verlor gegenüber der Vorwoche mehr als 36.000 verkaufte Hefte. Auch das Delta zu den Durchschnittswerten ist enorm: Diese lagen bei 173.300 (über drei Monate) und 178.400 (zwölf Monate). Der Gesamtverkauf des stern lag bei 575.561 Heften, darunter 20.254 ePaper.

Der Spiegel hob mit „Happy End. Wie Paare friedlich auseinandergehen“ ein gesellschaftliches Thema statt harter Politik auf den Titel. Auch hier wurde die Entscheidung am Kiosk von den Käufern nicht belohnt. Lediglich 185.078 Leser interessierte das Thema so sehr, dass sie das Nachrichtenmagazin im Einzelhandel erwarben. Im EV-Verkaufsdurchschnitt der vergangenen zwölf Monate lag der Spiegel noch bei 210.600 Exemplaren, im Drei-Monatsvergleich bei 196.200. Auch hier ein Blick auf den Gesamtverkauf: 741.495 Magazine, darunter 62.100 ePaper.

 

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